TSV Selent: Früchte der Jugendarbeit schmecken köstlich

von Michael Felke

TSV Selent Kreisligameister 2021/22. Quelle: TSV Selent


Fast ein Jahrzehnt spielte der TSV Selent auf Kreisebene und kehrt nun zurück in die Verbandsliga. Verständlich der Jubel und die Begeisterung, den der Aufstieg im gesamten Verein auslöste. Doch bereits am ersten Spieltag gab es einen Dämpfer, als das Heimdebüt gegen den Landesliga-Absteiger TSV Stein mit 0:2 verloren ging.

„Zunächst einmal ist der Aufstieg für einen kleinen Verein wie unseren ein Riesenerfolg und basiert auf der guten Jugendarbeit der letzten 10 Jahre. Bis auf drei Spieler hat jeder bereits in einer Jugendmannschaft von uns gespielt. Ich glaube, dass ist selbst in der Kreisliga kaum noch zu finden“, erklärt Trainer Simon Wobken, der zusammen mit Niels Bünzen und Phillip Schümann als Triumvirat die Geschicke der Selenter lenkt. Die Zuversicht ist groß, auch als „Underdog“ in der Verbandsliga Ost bestehen zu können. Da tut auch die Auftaktniederlage keinen Abbruch.

„Ich gehe davon aus, dass wir wohl einige Zeit brauchen, um uns an die neue Liga zu gewöhnen, deren Qualität aus meiner Sicht deutlich höher ist als in den vergangenen Jahren. Wir sind aber in der Lage, jeden Gegner zu schlagen, wenn alle Spieler fit und an Bord sind. Aber der Fokus liegt klar auf dem Klassenerhalt, der in dieser starken Liga schon ein großer Erfolg wäre“, schildert Wobken, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft gegen den abgebrühten TSV Stein nicht unzufrieden war.

Starker Linksfuß - Yannick Fischer sorgt für viele gefährliche Schnittstellenzuspiele.Quelle - TSV Selent.
Starker Linksfuß – Yannick Fischer sorgt für viele gefährliche Schnittstellenzuspiele. Quelle: TSV Selent.

Im Fokus steht vor allem Torjäger Nicolas Timpe, der mit 24 Treffern und großem Abstand in der Kreisliga Ostholstein Torschützenkönig wurde. Überhaupt haben die Selenter, die bei einem Schnitt von vier Toren pro Spiel 81 Mal ins Schwarze trafen, eine ungemein offensiv ausgerichtete Mannschaft, die zudem von der Kameradschaft lebt. Gerade der Zusammenhalt wird bei den zu erwartenden Rückschlägen gefordert sein. „Dass alle auch nach der Jugend im Verein bleiben oder zurückkommen, gelingt natürlich nur, wenn neben dem sportlichen Erfolg auch neben dem Platz eine gute Stimmung herrscht. Das ist unser Erfolgsrezept“, meint der Selenter Coach, der aber auch weiß, dass ein schweres Jahr auf ihn und sein Team zukommen wird.

„Als Aufsteiger wäre alles andere, als den Klassenerhalt als Ziel auszugeben, natürlich Quatsch. In den vergangenen Jahren hat keiner mit uns gerechnet, und auch dieses Jahr werden wir als Aufsteiger mit nur einem Neuzugang als Underdog in jedes Spiel gehen. Ich denke, dass wir daher wieder für die eine oder andere Überraschung sorgen können“.

TSV Selent

Abgang: Sebastian Wobken (Karriereende).

Kader (in Klammern alter Verein vom Neuzugang)

Tor: Johannes Marxen, Phillip Löptin (TSV Lütjenburg).

Abwehr: Fabian Köpke, Jasper Iversen, Torben Köpke, Lasse Kühl, Lukas Timm, Mats Glodek, Phillip Schümann, Robin Grosnick, Henrik Bärschneider.

Mittelfeld/Angriff: Bennet Holst, Yannick Fischer, Yannik Schümann, Tellin Lorenzen, Rene Fahrner, Nico Stender, Nicolas Timpe, Christoph von Rhade, Niklas Bärschneider, Nils Benning, Marco Schranz, Julian Böttcher, Karen Muradjan, Kelvin Faber.

Trainer: Simon Wobken, Niels Bünzen, Phillip Schümann.

Betreuer: Jona Kamrath.

Torwart-Trainer: Lennart Sörnsen.

Meisterschafts-Favorit: SSG Rot Schwarz Kiel.

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