PSV verliert mit Küffner, Möller und Drauschke geniales Trio

von Olaf Wegerich

Til Küffner vom PSV ist auch wegen seiner Standards gefürchtet. © 2026 Olaf Wegerich


Beim Flens-Oberligisten PSV Neumünster wurden zum Saisonende mit Nils Drauschke, Til Küffner, Tim Möller, Mo Mahmud, Tim Jansa, Youssef Bouzoumita, Russel Khadi, Ahmad Bello und Geart Latifi insgesamt neun Spieler verabschiedet.
Ebenso das letzte Mal im Einsatz für den PSV war die langjährige Physiotherapeutin Susanne Möller.

Besonders hart treffen den Flens-Oberligisten die Abgänge von Til Küffner (29), Tim Möller (26) und Nils Drauschke (25), die nur schwer zu kompensieren sein dürften. Alle drei Spieler waren über Jahre hinweg mit ihren außerordentlichen Qualitäten die Garanten für die großen Erfolge, die an der Stettiner Straße gemeinsam gefeiert werden durften.

Möller und Küffner gehen nach Hamburg

Mit Til Küffner, der ebenso wie Tim Möller aus beruflichen Gründen nach Hamburg gezogen ist, haben sich zwei Spieler zur neuen Saison dem Oberligisten USC Paloma angeschlossen, der sicher noch viel Freude an den beiden haben wird. Nils Drauschke wird hingegen in der kommenden Saison für den Stadtrivalen VfR Neumünster auflaufen und dürfte auch dort für Furore sorgen.

Der 29-jährige Küffner kam bereits vor sechs Jahren vom TSV Kropp zum PSV und kann 132 Spiele und 25 Tore in der Flens-Oberliga für die Ordnungshüter vorweisen. Tim Möller hatte eine Ausbildung bei der U17 und U19 von Holstein Kiel genossen, spielte dann in der Zweiten der Kieler Störche, um nach einer kurzen Fußballpause Mitte 2023 an die Stettiner Straße zu wechseln. Dort erzielte er in 109 Oberligaspielen 40 Treffer für die Grün-Weißen.

Wie schwer der Verlust der drei Führungsspieler wiegt, wird deutlich, wenn Dennis Buthmann aus dem Trainerduo des PSV noch einmal die Qualitäten von Küffner, Möller und Drauschke herausstellt.

Til Küffner. © 2026 Sabrina Szya
Til Küffner. © 2026 Sabrina Szya

Til Küffner:
„Til ist ein enorm flexibler Spieler. Ich glaube, dass er alleine in dieser Saison auf 4–5 Positionen gespielt hat und somit durch seine Flexibilität einen großen Wert für die Mannschaft hatte. Til ist technisch sehr sauber und hat seine Stärken mit dem Ball am Fuß, ist sich aber auch nicht zu schade, für die Mannschaft zu arbeiten. In der Kabine war er immer ein Spieler, der hoch angesehen war und enorm wichtig für das Klima in der Truppe, weil er eine sehr positive, ansteckende Art an sich hat.“

Tim Möller:
„Mölli hatte seine außergewöhnliche Qualität im offensiven 1 gegen 1. Durch sein Tempo und seinen Körper konnte er immer aus dem Nichts heraus etwas kreieren und hat für uns Spiele ganz häufig aus dem Nichts heraus geöffnet, weil er sich über seine rechte Seite gut durchgesetzt hat. Das war eine Qualität, die absolutes Top-Oberliganiveau hatte. Ähnlich wie Til war auch Mölli menschlich eine absolute Bereicherung für das Team und den Verein.“

Tim Möller. © 2026 Sabrina Szya
Tim Möller. © 2026 Sabrina Szya

Drauschke seit fünf Jahren beim PSV

Nils Drauschke kam vor fünf Jahren zum PSV. Auch er spielte in der U17 und U19 für Holstein Kiel und hatte danach Stationen bei der SpVg Eidertal Molfsee und dem TSV Klausdorf, ehe er vom TSV Altenholz an die Stettiner Straße wechselte. In 111 Oberligaspielen erzielte Drauschke 38 Treffer für den PSV.

Zu den Vorzügen von Drauschke sagte Buthmann:
„Nils war in den letzten Jahren ein absoluter Eckpfeiler in unserer Mannschaft. Er hat unserem Spiel auf ganz vielen Ebenen sehr gut getan und unsere Spielweise maßgeblich mitgeprägt. Nils ist in den letzten Jahren zu einem absoluten Anführer in der Mannschaft geworden, der sich und seine Mitspieler immer positiv gepusht hat. Außerdem ist er einer der wenigen Spieler, die auf unzähligen Positionen höchstes Oberliganiveau abrufen konnten. Lediglich im Padelcourt hat er, vor allem gegen mich, häufig alt ausgesehen.“

Nils Drauschke. © 2026 Sabrina Szya
Nils Drauschke. © 2026 Sabrina Szya

Abschließend sagte Buthmann:
„Insgesamt muss man sagen, dass die drei enorm verdiente Spieler für den Verein sind, und es mir eine Freude war, mit ihnen arbeiten zu dürfen. Auf der anderen Seite ergeben sich durch solche Abgänge natürlich auch Chancen, Räume und Potenziale für die Entwicklung anderer Spieler. Das wird in der Zukunft unsere Aufgabe sein, sodass wir diese Lücke geschlossen bekommen.
Ich persönlich kann nur sagen, dass ich den dreien von Herzen nur das Beste für ihre Zukunft wünsche, sportlich, aber vor allem natürlich auch privat.“

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