Timo Martens (Heikendorfer SV) besorgt den Einstieg zum 2:0-Sieg mit seinem 10. Saisontor. © Ismail Yesilyurt
Der Heikendorfer SV hat am Mittwochabend einen riesigen Schritt Richtung Landesliga-Rückkehr gemacht. Im Nachholspiel der Verbandsliga Ost setzten sich die Gäste beim Preetzer TSV mit 2:0 durch und eroberten damit den begehrten zweiten Tabellenplatz. Vor dem finalen Spieltag hat die Mannschaft von Trainer Mark Hungerecker nun drei Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz und damit alle Trümpfe für das Erreichen der Aufstiegsrelegation in der eigenen Hand.
Ein Doppelschlag als große Vorentscheidung
Die Zuschauer im Preetzer Stadion sahen eine Partie, in der die Gastgeber zunächst versuchten, aus einer kompakten Defensive heraus zu agieren. Preetz-Trainer Fabian Doege, der in seinem vorletzten Spiel an der Seitenlinie stand, sah sein Team anfangs gut im Spiel, doch eine verletzungsbedingte Unterzahl leitete die Entscheidung ein.
Innerhalb von nur zwei Minuten sorgte Heikendorf für die Vorentscheidung gegen den Tabellenelften: Zunächst traf Timo Martens in der 33. Minute zum 0:1, ehe Niklas Kracht nur 60 Sekunden später auf 0:2 erhöhte. Doege ärgerte sich über die Entstehung:
„Wir schlagen uns leider gefühlt selbst. Zwei Minuten reichen, um Heikendorf die drei Punkte mitnehmen zu lassen“.
Nach dem Anstoß zum 0:1 war sein Team unkonzentriert, was direkt zur Ecke und dem zweiten Gegentreffer führte.

Souveräne Verteidigung des HSV
Heikendorfs Coach Mark Hungerecker räumte Startschwierigkeiten ein, zeigte sich aber mit der taktischen Reaktion seiner Elf zufrieden:
„Haben am Anfang ein paar Probleme gehabt, reinzukommen. Haben dann taktisch ein bisschen was umgestellt und waren dann, glaube ich, auch schon das bessere Team“.
In der zweiten Halbzeit verteidigte der HSV den Vorsprung laut Hungerecker „souverän“, auch wenn Preetz bei einem Lattenschuss Pech hatte. Da Heikendorf es verpasste, bei mehreren Gelegenheiten den „Deckel draufzumachen“, blieb es beim leistungsgerechten 2:0-Endstand.
Für beide Teams geht es nun in ein emotionales Saisonfinale. Während Fabian Doege auf einen Sieg im Derby gegen Plön hofft, ist die Marschroute für Hungerecker und den Heikendorfer SV klar:
„Wir werden jetzt am Sonntag in Suchsdorf noch mal alles reinwerfen, um diesen Platz zu verteidigen. Sehr gute Ausgangslage. Auf das Spiel in Suchsdorf freuen wir uns. Ja, feuerfrei“.
Stimmen zum Spiel
Preetzer TSV: Klonikowski – Karius, Ziehmer, Tonn (33. Rothermund)Doege – Beuck, Müller, Zimmermann, Windmüller (46. Rose), Moritz Danberg – Alexander Frank (63. Kocks).
Trainer: Fabian Doege.
Heikendorfer SV: Müller – Markwardt, Jahnke, Rumohr (82. Sossou), Linus Mordhorst – Botschatzke – Meenken (76. Ronny Palm), Tim Mordhorst, Martens (86. Obels), Jack Palm (46. Feldkamp) – Kracht (81. Klindt).
Trainer: Mark Hungerecker.
Schiedsrichter: Patrick Jo Bohnsack (MTV Ahrensbök).
Assistenten: Johannes Fritze, Marc Oeverdieck.
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Timo Martens (33.), 0:2 Niklas Kracht (34.).
Tabelle Verbandsliga Ost
| Pos | Verein | Sp. | Tore | Pkt. |
|---|---|---|---|---|
| 1 | SVG Pönitz | 27 | 79:45 | 56 | 2 | Heikendorfer SV | 27 | 53:18 | 52 |
| 3 | Probsteier SG 2012 | 27 | 82:48 | 49 |
| 4 | SG Sarau / Bosau | 27 | 49:43 | 43 |
| 5 | Wiker SV Kiel | 27 | 50:46 | 43 |
| 6 | Suchsdorfer SV | 27 | 48:51 | 43 |
| 7 | Kieler MTV (Auf) | 27 | 58:42 | 42 |
| 8 | SpVg Eidertal Molfsee II (Auf) | 27 | 72:62 | 41 |
| 9 | TSV Altenholz (Ab) | 28 | 69:62 | 41 |
| 10 | MTV Dänischenhagen | 27 | 45:60 | 36 |
| 11 | Preetzer TSV (Ab) | 27 | 45:48 | 35 |
| 12 | TSV Plön | 27 | 53:56 | 33 |
| 13 | TSV Flintbek | 27 | 42:57 | 31 |
| 14 | SG Oldenburg / SV Göhl II | 27 | 42:82 | 21 |
| 15 | TSV Gremersdorf (Auf) | 27 | 28:95 | 10 |
| 16 | TSV Bordesholm zg. (Ab) | 0 | 0:0 | 0 |
