Piet Feldkamp freut sich riesig über sein erstes Tor für die Liga des Heikendorfer SV zum 3:0. © 2026 Ismail Yesilyurt
Der Heikendorfer SV hat seine Ambitionen auf den Aufstieg in die Landesliga am Freitagabend untermauert. Im Heimspiel gegen den Tabellenelften TSV Plön setzte sich die Mannschaft von Mark Hungerecker verdient durch. 3:1 stand auf der neuen LED-Anzeigentafel im Edeka-Ristow-Sportpark. Trotz der drei Punkte rutschte der HSV in der Tabelle vorübergehend auf Rang zwei ab, da die punktgleiche Probsteier SG durch ein fast zeitgleich erzieltes 5:1 eine um einen Treffer bessere Tordifferenz vorweist.
Dennoch hält Heikendorf alle Trümpfe in der Hand: Im letzten Nachholspiel der Verbandsliga Ost am kommenden Mittwoch beim Preetzer TSV kann sich das Team eine ideale Ausgangslage für den finalen Spieltag verschaffen. Ein einziger Punkt in Preetz würde bereits ausreichen, um den wichtigen zweiten Relegationsplatz einzunehmen.
Konzentrierte Defensive als Schlüssel zum Erfolg
Nach ausgeglichenen 25 Minuten, in der beide Teams durch Jack Palm (12., HSV) und Jens Henningsen (24., Plön) erste Duftmarken setzten, übernahm der Gastgeber zunehmend die Kontrolle. Die Heikendorfer Defensive fokussierte sich dabei besonders darauf, das gefährliche Umschaltspiel der schnellen Plöner zu unterbinden.

Trainer Mark Hungerecker zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der Umsetzung:
„Wir wussten, dass sie uns im Hinspiel mit ihrem Umschaltspiel das Leben schwer gemacht haben. Ich glaube, das haben wir heute ganz gut unterbunden. Unsere Außenverteidiger haben ein gutes Spiel gemacht und wir haben gegen den Ball wenig zugelassen“.
Doppelschlag bricht den Widerstand der Gäste
Die Entscheidung bahnte sich ab der 26. Minute an, als Yannick Meenken nach Vorarbeit von Dennis Lühr zum 1:0 einschoss.

Mit dem gleichen Muster vergab Meenken drei Minuten später aus sechs Metern mit einer Direktabnahme. Doch wenig später erhöhte Timo Martens per Kopf auf 2:0, nachdem er eine Flanke von Tim Mordhorst unbedrängt verwerten konnte (35.).

Plöns Coach Matthias Falk kritisierte hierbei die fehlende Zuordnung seiner Elf:
„Wir haben individuelle Fehler gemacht und die Zuordnung nicht gehalten. Beim 2:0 sind wir viel zu weit weg und lassen die Flanke aus dem Halbfeld zu, während der Gegner im Zentrum komplett blank steht“.
Joker sticht zur endgültigen Entscheidung
In der zweiten Halbzeit kontrollierte Heikendorf das Geschehen, während Plön trotz engagierter Spielweise der Rhythmus durch viele Unterbrechungen fehlte. „Unsere jungen Leute haben sich so ein bisschen von der Robustheit beeindrucken lassen. Das haben wir gegen andere Mannschaften, die einen ähnlichen Spielstil haben, schon deutlich besser gemacht. Da waren wir aus meiner Sicht einen Tick zu zögerlich. Und nachher haben wir natürlich alles versucht, so das noch mal nach der Pause umzustoßen“, analysierte Falk. Schließlich sorgte Piet Feldkamp, erst kurz zuvor eingewechselt, in der 76. Minute mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze zum 3:0 für die Vorentscheidung.

Zwar belohnte sich der TSV Plön für seine tapfere Moral noch mit dem 1:3-Anschlusstreffer durch einen schönen Kopfball von Jens Henningsen (78.), doch die Heikendorfer brachten den Sieg souverän über die Zeit. Hungerecker bilanzierte den Erfolg als wichtigen Schritt in einer mental fordernden Saisonphase:
„Ich bin hochzufrieden. Man merkt, dass die Jungs zum Ende der Saison ein bisschen die Leichtigkeit verloren haben. Da muss man die Spiele irgendwie gewinnen, und das haben sie sich heute verdient“.
Nach dem Mittwochspiel wartet auf den Heikendorfer SV im abschließenden Saisonspiel am Sonntag, dem 17. Mai, die Partie beim formstarken Suchsdorfer SV. Der TSV Plön hat sein letztes Spiel beim Preetzer TSV. Da der SHFV entgegen der ersten Aussage die Abstiegs-Relegationsrunde zur Landesliga und Kreisliga (noch) nicht abgesetzt hat, könnten auf die Plöner im schlimmsten Fall noch Extra-Spiele zukommen.
Stimme zum Spiel
Heikendorfer SV: Müller – Markwardt, Jahnke (64. Klindt), Heinrich, Linus Mordhorst – Botschatzke – Meenken (70. Peitkamp), Tim Mordhorst, Martens (70. Ronny Palm), Jack Palm (85. Obels) – Lühr (64. Kracht).
Trainer: Mark Hungerecker.
TSV Plön: Nommensen – Hay, Eike Boeck, Neubauer – Henningsen, Reimansteiner – Schmäschke (77. Heiner Boeck), Stegmaier (41. Laurenz Dittmann), Witt, Wilfert, Elsner (58. Christian Boeck).
Trainer: Matthias Falk.
SR.: Finn Dettmer (SV Adelby).
Ass.: Torben Schulz, Pascal Clausen.
Z.: 182.
Tore: 1:0 Yannik Meenken (26.), 2:0 Timo Martens (35.), 3:0 Piet Feldkamp (76.), 3:1 Jens Henningsen (78.).
29. Spieltag – Verbandsliga Ost
| Datum | Begegnung | Erg. |
|---|---|---|
| 07.05.26 | Kieler MTV – Suchsdorfer SV | 0:1 |
| 08.05.26 | Heikendorf – Plön | 3:1 |
| 08.05.26 | SG Oldenburg II – Probsteier SG 2… | 1:5 |
| 08.05.26 | Preetzer TSV – SG Sarau | 0:1 |
| 09.05.26 | Eid. Molfsee II – Pönitz | -:- |
| 09.05.26 | Gremersdorf – Altenholz | -:- |
| 10.05.26 | Kieler MTV – Wiker SV | -:- |
| 10.05.26 | Flintbek – Dän`hagen | -:- |
Tabelle Verbandsliga Ost
| Pos | Verein | Sp. | Tore | Pkt. |
|---|---|---|---|---|
| 1 | SVG Pönitz | 26 | 73:45 | 53 |
| 2 | Probsteier SG 2012 | 27 | 82:48 | 49 |
| 3 | Heikendorfer SV | 26 | 51:18 | 49 |
| 4 | Wiker SV Kiel | 26 | 49:41 | 43 |
| 5 | SG Sarau / Bosau | 27 | 49:43 | 43 |
| 6 | SpVg Eidertal Molfsee II (Auf) | 26 | 72:56 | 41 |
| 7 | Suchsdorfer SV | 26 | 46:50 | 40 |
| 8 | TSV Altenholz (Ab) | 27 | 67:61 | 38 |
| 9 | Kieler MTV (Auf) | 25 | 50:41 | 36 |
| 10 | Preetzer TSV (Ab) | 26 | 45:46 | 35 |
| 11 | TSV Plön | 27 | 53:56 | 33 |
| 12 | MTV Dänischenhagen | 25 | 42:56 | 33 |
| 13 | TSV Flintbek | 26 | 41:54 | 31 |
| 14 | SG Oldenburg / SV Göhl II | 26 | 41:80 | 21 |
| 15 | TSV Gremersdorf (Auf) | 26 | 27:93 | 10 |
| 16 | TSV Bordesholm zg. (Ab) | 0 | 0:0 | 0 |
