Suchsdorfer SV on fire: Sieg im Kieler Derby gegen Wiker SV

von Ismail Yesilyurt

Luis Mlinski (Suchsdorfer SV) ist eine Bank auf seiner rechten Seite. © 2026 Ismail Yesilyurt


Sechs Spiele, sechs Siege – der Suchsdorfer SV hat den Klassenerhalt in der Verbandsliga Ost mittlerweile regulär in der Tasche. In einer nervenaufreibenden und hochintensiven Begegnung bezwang die Elf von Trainer Dennis Guscinas im Nachholspiel am Mittwochabend den favorisierten Wiker SV mit 3:2. Damit baute der SSV seine beeindruckende Erfolgsserie von nun weiter aus und verwandelte eine vor Wochen noch prekäre Tabellensituation in eine Wohlfühloase für das Saisonfinale.

Defensive Stabilität Grundlage für Erfolg

Vor 75 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an eine zähe Partie, was auch den äußeren Bedingungen geschuldet war. „Fußballerisch war es auch aufgrund der Gegebenheiten schwierig zu bespielen“, erklärte Guscinas nach dem Abpfiff. Während Suchsdorf in der ersten Halbzeit spielerisch noch Luft nach oben ließ, stimmte die defensive Grundordnung: Die Wik kam kaum in den gegnerischen Strafraum.

Die Führung für die Hausherren resultierte schließlich aus einem schnellen Umschaltmoment. Henning Eberling wurde im Strafraum vom Wiker Keeper Michael Anderer zu Fall gebracht, den fälligen Elfmeter verwandelte Marcel Reinke in der 25. Minute souverän zum 1:0-Pausenstand. „Wir hatten eine erste Halbzeit, in der wir defensiv nichts zulassen, mit Ball war es aber auch wirklich eine schwache Hälfte“, bilanzierte der SSV-Coach kritisch.

Turbulente Schlussphase und der „Lucky Punch“

Nach dem Seitenwechsel erhöhte der Wiker SV den Druck massiv und kam zeitweise auf über 70 % Ballbesitz. Trotz der Überlegenheit der Gäste blieb Suchsdorf zunächst stabil, bis das Spiel innerhalb weniger Minuten komplett zu kippen drohte. Ein Freistoßtor von Oliver Kapess (57.) und ein höchst umstrittener Handelfmeter, den Nico Otto zum 1:2 nutzte (61.), drehten die Partie zugunsten der Wik.

Zwei talentierte Kicker im Duell - Justus Schröder (Kapitän der Probsteier SG) gegen Henning Eberling (Suchsdorfer SV). © 2026 Ismail Yesilyurt
Henning Eberling (re., Suchsdorfer SV) bereitete wieder Tore vor. © 2026 Ismail Yesilyurt

Doch Suchsdorf bewies Moral und den Geist einer Siegesserie. Nur fünf Minuten nach dem Rückstand belohnte sich Tim Joneleit für seine starken Leistungen der letzten Wochen mit einem „sehenswerten Linksschuss“ zum 2:2-Ausgleich. Das Spiel wurde nun zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem der SSV in der Schlussminute den längeren Atem bewies. Johann Frerichs, der bereits in den Vorwochen geglänzt hatte, sorgte in der 90. Minute mit einer starken Einzelleistung für den vielumjubelten 3:2-Siegtreffer.

Blick Richtung sicheres Ufer

Mit der Maximalausbeute aus den letzten sechs Partien hat sich der Suchsdorfer SV am eigenen Schopf aus dem Abstiegsstrudel gezogen. Der Trainer zeigte sich sichtlich stolz auf die „Mega-Serie“ seiner Mannschaft: „Heute hat es endlich gereicht in einem sehr intensiven Verbandsligaspiel. Jetzt wissen wir, dass wir nicht mehr super viele Punkte brauchen, um nächstes Jahr sicher in der Verbandsliga zu sein.“

Stimme zum Spiel

Dennis Guscinas (Trainer Suchsdorfer SV)

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