Szene aus dem Aufstiegsspiel vor 2 Jahren des SV Todesfelde gegen Werder Bremen II mit Marco Pajonk und Dustin Thiel (re.). © 2024 Olaf Wegerich
Wenn in drei Wochen die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord beginnt, steht ein Dorf im Fokus, das in Fußball-Norddeutschland längst kein Geheimtipp mehr ist: der SV Todesfelde.
Der Stolz von Segeberg
Nach einer beeindruckenden Saison in der Oberliga Schleswig-Holstein, die man souverän als Meister krönte, stehen die Blau-Gelben nun vor der Tür, die sie schon einmal aufgestoßen hatten. Doch diesmal fühlt sich die Aufgabe des SV Todesfelde anders an: Reifer, entschlossener.
„Wir haben uns diesen Moment hart erarbeitet. Jetzt wollen wir uns belohnen“, heißt es aus dem Umfeld des Joda-Sportparks vor den letzten beiden Punktspielen in der Flens-Oberliga.
Die Route nach oben
Die Paarungen stehen fest, und der Weg in die Viertklassigkeit führt über folgende Konkurrenz: „Deathfield“ trifft in einer kompakten Aufstiegsrunde auf die Meister der Oberligen Hamburg und Bremen sowie den Vizemeister aus Niedersachsen. Es ist ein Sprint, kein Marathon – jeder Fehler kann entscheidend sein in der einfachen Punktrunde innerhalb von acht Tagen. Jeder Sieg ist ein Meilenstein in Richtung Regionalliga Nord.
Erster Step gegen Blumenthaler SV
Mit dem ersten Schritt beginnen kann die Mannschaft von Cheftrainer Björn Sörensen am 30. Mai. Todesfelde empfängt zuhause den Bremer Vertreter Blumenthaler SV. Der BSV ist (noch) nicht Meister im kleinsten Bundesland, aber da der ärgste Verfolger SV Hemelingen bei seiner Bewerbung für die Regionalliga Nord keinen rechtsgültigen Antrag abgegeben hatte, steht die Mannschaft von Malte Tietze in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord. Etwas kurios, aber wahr!
In Hamburg Tabellenzweiter und -dritter im Gespräch
Die zweite Paarung am 1. Spieltag bestreiten der gastgebende Vertreter aus Niedersachsen (Vizemeister der Oberliga) gegen den Hamburger Teilnehmer. In Niedersachsen deutet alles auf eine Teilnahme des Heeslinger SS hin. In Hamburg streiten sich der Tabellenzweite Eimsbütteler TV und der zwei Punkte zurückliegende TuS Dassendorf um den Platz aus der Hansestadt. Tabellenführer ETSV, der kurz vor der ersten Meisterschaft steht, hat mit Voraussicht keine Lizenz für die Regionalliga beantragt. Das Team, ebenfalls aus dem Hamburger Stadtteil Eimsbüttel, wird zur neuen Saison einen völlig neuen Anstrich bekommen, da viele Leistungsträger den ETSV verlassen.
Am 2. Spieltag, der am Mittwoch, den 3. Juni ausgetragen wird, muss der SV Todesfelde nach Hamburg – gleichzeitig erwartet der Blumenthaler SV den Anwärter aus Niedersachsen.
Der 3. Spieltag findet auf neutralem Ort statt. Oberneuland und Celle werden die Spielorte sein. Wobei davon auszugehen ist, dass der SV Todesfelde in der BRZ-Arena in Oberneuland gegen den Spielpartner aus Niedersachsen antreten wird, während zeitgleich am Sonntag, dem 7. Juni auf den Blumenthaler SV die Hamburger warten.
Mehr als nur ein Spiel
Wenn die Pfeife zum ersten Mal ertönt, wird ganz Schleswig-Holstein auf den kleinen Ort im Kreis Segeberg blicken. Der SV Todesfelde ist bereit, nach dem Regionalliga-Abstieg 2024/25 erneut Geschichte zu schreiben und einen der zwei Plätze für die Regionalliga Nord einzunehmen.
1. Spieltag (Samstag, 30. Mai 2026)
- SV Todesfelde – Blumenthaler SV
- Vertreter Niedersachsen – Vertreter Hamburg
2. Spieltag (Mittwoch, 3. Juni 2026)
- Blumenthaler SV – Vertreter Niedersachsen
- Vertreter Hamburg – SV Todesfelde
3. Spieltag neutraler Spielort (Sonntag, 7. Juni 2026)
- Vertreter Niedersachsen – SV Todesfelde
- Vertreter Hamburg – Blumenthaler SV
