Flutlicht-Spektakel auf der Lohmühle: VfB Lübeck schlägt Oldenburg verdient

von Ismail Yesilyurt

Mika Lehnfeld (VfB Lübeck), hier gegen Nico Knystock (VfB Oldenburg), eröffnete das Toreschießen. © 2026 Olaf Wegerich


Der VfB Lübeck hat im Nachholspiel des 20. Spieltags ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Vor 3.139 Zuschauern besiegten die Grün-Weißen den VfB Oldenburg in einer intensiven Partie mit 3:1 (1:0). Nach dem jüngsten späten Punktgewinn gegen Drochtersen/Assel belohnte sich die Mannschaft von Trainer Guerino Capretti diesmal mit einem verdienten Heimsieg gegen eines der Topteams der Regionalliga Nord.

Böhmker als Rückhalt und Lehnfeld als Dosenöffner

In der Anfangsphase hatten die Gäste aus Oldenburg zwar mehr Spielanteile, doch die Lübecker Defensive stand kompakt. Ein glänzend aufgelegter Finn Böhmker im Tor des VfB parierte mehrfach stark, unter anderem gegen Mats Facklam (10.) und Willem Hoffrogge (33.). Offensiv setzte Lübeck Nadelstiche; ein früher Treffer von Yusuf Wardak (8.) wurde wegen einer Abseitsposition noch nicht gegeben.

Yusuf Wardak (VfB Lübeck) gegen Rafael Brand (VfB Oldenburg). © 2026 Olaf Wegerich
Yusuf Wardak (VfB Lübeck) gegen Rafael Brand (VfB Oldenburg). © 2026 Olaf Wegerich

In der 36. Minute war der Bann schließlich gebrochen: Mika Lehnfeld setzte sich im gegnerischen Strafraum durch und markierte mit einem platzierten Abschluss die 1:0-Pausenführung. Lehnfeld ordnete den Erfolg nach dem Spiel entsprechend ein:

„Wir hatten uns vorgenommen, heute mal drei Punkte mitzunehmen. Wir hatten die vorigen Wochen immer verloren oder ein Unentschieden bekommen. Und heute war auf jeden Fall das Ziel, drei Punkte zu holen“.

Effizienz nach dem Seitenwechsel sorgt für die Entscheidung

Der VfB Lübeck erwischte den idealen Start in die zweite Hälfte. In der 52. Minute schaltete Julian Albrecht am schnellsten, nachdem ein Schuss von Davyd Ramaki zunächst pariert worden war, und traf sehenswert zum 2:0. Albrecht lobte die Entstehung seines Treffers:

„Ich glaube, dass wir uns vorher vor meinem Tor sehr gut durchkombiniert haben über die linke Seite. Dann schießt Davyd Ramaki aufs Tor, der wird geblockt und kommt zu mir. Ich nehme ihn an und treffe ihn, glaube ich, ganz gut“.

Davyd Ramaki (VfB Lübeck) gegen Julian Boccaccio (VfB Oldenburg). © 2026 Olaf Wegerich
Davyd Ramaki (VfB Lübeck) gegen Julian Boccaccio (VfB Oldenburg). © 2026 Olaf Wegerich

Oldenburg drängte in der Folge auf den Anschluss und verkürzte in der 68. Minute durch den eingewechselten Drilon Demaj nach einer Ecke auf 2:1. Die Partie blieb kurzzeitig offen, doch Lübeck behielt die Kontrolle. In der 82. Minute sorgte Yusuf Wardak für die endgültige Entscheidung, als er nach einem Solo in den Strafraum überlegt zum 3:1-Endstand abschloss. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und hoher Effizienz vor dem Tor brachten die Grün-Weißen den Sieg souverän über die Zeit.

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