Spielabbruch nach 11:0 bei Eidertal gegen Heide II

von Ismail Yesilyurt

Schwierige Situation für die SpVg Eidertal Molfsee trotz 11 Toren auf dem Platz. © 2025 Ismail Yesilyurt


Ein Fußballnachmittag, der als sportliche Enttäuschung für den Heider SV in die Geschichte eingehen dürfte: In der Landesliga-Partie zwischen der SpVg Eidertal Molfsee und der Reserve des Heider SV kam es beim Stand von 11:0 zu einem vorzeitigen Ende. Schiedsrichter Laurin Ole Niemann brach die Begegnung nach etwa einer Stunde ab, da die Gäste nach nach rund einer Stunde Spielzeit nur sechs einsatzfähige Spieler auf dem Feld hatten.

Personalnotstand und Verletzungspech

Das Unheil deutete sich bereits vor Anpfiff an, als HSV-Trainer Sven Hinz mit einem Rumpfkader von lediglich acht Spielern im Kieler Süden anreiste. Trotz der personellen Misere wollten die Spieler die Partie durchziehen. „Ich habe die Jungs gefragt. Die haben gesagt, die wollen spielen. Egal, wie das Ergebnis aussieht“, betonte Hinz, der auf die Verkettung unglücklicher Umstände hinwies. In der Saison hatten bereits teilweise die Liga, die U19 und auch die Altliga ausgeholfen. „Die meisten aus der Altherren waren im Urlaub, die A-Jugend spielte selbst und aus der Liga kam keiner aufgrund der Festspielregel in den letzten vier Spieltagen.“

Doch der Sportsgeist der Heider Kicker stieß an seine physischen Grenzen. Nachdem sich Sebastian Sanchez Garcia nach 30 Minuten verletzte und später auch der gerade erst genesene Nico Schweder aufgrund von Problemen vom Feld musste, war das HSV-Team auf ein halbes Dutzend geschrumpft – laut Regelwerk das Signal für den Schiedsrichter, die Partie zu beenden. Während solche Abbrüche regulär mit 0:5 gewertet werden können, dürfte hier das tatsächliche Ergebnis von 11:0 in die Statistik eingehen.

„Mir fehlen die Worte“

Auf Seiten der Gastgeber herrschte trotz des hohen Zwischenstands Unbehagen über den Verlauf der Partie. Sören Schnoor hatte bis zum Abbruch bereits fünf Treffer erzielt, doch ein echtes sportliches Messen war unter diesen Bedingungen nicht möglich.

Eidertal-Trainer Nedim Hasanbegovic fand nach dem Spiel die richtigen Worte für die Zustände: „Der Heider SV ist ein großer Verein, eigentlich der größte Verein da an der Küste. Das tut mir für Sven Hinz auch leid, aber das muss der Verein anders regeln. Mir fehlen die Worte, wirklich“, kennt Hasanbegovic seinen Trainerkollegen von der Westküste sehr gut.

28. Spieltag – Landesliga

Datum Begegnung Erg.
02.05.26 SpVg Eidertal Molfsee – Heider SV II 11:0 ABBRUCH
02.05.26 TSV Friedrichsberg-Busdorf – TSV Hattstedt 5:2
02.05.26 Rot-Schwarz Kiel – SV Frisia 03 Risum-Lindholm 0:3
02.05.26 TSV Kropp – Eckernförder SV 1:2
02.05.26 SC Weiche Flensburg 08 II – TSV Kronshagen 0:4
03.05.26 SV Dörpum – TSV Klausdorf -:-
03.05.26 TSB Flensburg II – TSV Rantrum -:-
03.05.26 TuS Jevenstedt – SVE Comet Kiel -:-

Tabelle Landesliga Schleswig

Pos Verein Sp. Tore Pkt.
1 TSB Flensburg (Ab) 27 102:22 77
2 Eckernförder SV (Ab) 28 66:26 64
3 SV Frisia 03 Risum-Lindholm 28 79:39 53
4 SpVg Eidertal Molfsee (Ab) 28 94:53 50
5 SSG Rot-Schwarz Kiel 28 53:53 48
6 TSV Rantrum 27 88:52 46
7 TSV Klausdorf 27 67:55 44
8 SC Weiche Flensburg 08 II 28 65:57 41
9 SV Dörpum 27 62:54 37
10 TSV Kronshagen 28 38:36 35
11 TSV Friedrichsberg-Busdorf 28 54:82 31
12 TSV Kropp 28 40:61 28
13 TSV Hattstedt (Auf) 28 44:76 22
14 TuS Jevenstedt 27 31:65 21
15 SVE Comet Kiel (Auf) 27 38:91 14
16 Heider SV II (Auf) 28 39:138 9

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