Erdogan Cumur (TSV Kronshagen) entscheidet mit den einzigen beiden Toren die Partie gegen Jevenstedt. © Ismail Yesilyurt
Der TSV Kronshagen kann so gut wie sicher für seine dritte Saison in Folge in der Landesliga Schleswig planen. Nach dem 2:0-Sieg gegen den auf einem Abstiegsplatz postierten TuS Jevenstedt sind die Randkieler bei normalen Abstiegsreglungen schon durch. Aber es sollte schon Außergewöhnliches passieren, damit die 32 Punkte nicht ausreichen.
Für den TuS Jevenstedt läuft es auf ein Duell um den Relegationsplatz, der nach aktuellen Stand für einen Klassenerhalt ausreichen würde, mit dem TSV Hattstedt hinaus.
Kronshagen jubelt – Jevenstedt zittert weiter
Der TSV Kronshagen kann die Sektkorken knallen lassen: Nach einem verdienten 2:0-Heimsieg gegen den TuS Jevenstedt haben die Randkieler den Verbleib in der Landesliga Schleswig so gut wie sicher eingetütet. Mit nun 32 Punkten auf dem Konto müsste es am Saisonende schon Außergewöhnliches passieren, sollten die Kronshagener noch einmal in ernsthafte Gefahr geraten. Während Kronshagen jubelt, verschärft sich die Lage für den TuS Jevenstedt, der auf dem 14. Tabellenplatz verharrt und sich nun auf ein direktes Duell um den Relegationsplatz mit dem TSV Hattstedt einstellen muss.

Die Hattstedter liegen mit 22 einen Punkt voraus, der TuS hat noch ein Nachholspiel am kommenden Mittwoch gegen den Eckernförder SV vor den abschließenden drei Saisonspielen. Am letzten Spieltag am 16. Mai spielt Jevenstedt gegen Hattstedt.
Erdogan Cumur bricht den Bann
Die Vorzeichen für die Gastgeber standen alles andere als gut. Trainer Coskun Yamak musste sein Team massiv umbauen und auf insgesamt zwölf Akteure verzichten. „Das hat man dann auch in der Aufstellung gesehen. Manche mussten auf Positionen spielen, die sie sonst nicht spielen würden, aber die Jungs haben das super gemacht“, lobte Yamak die Moral seiner Schützlinge nach dem Abpfiff.
Auch Guido Wieck, seit wenigen Wochen neuer Trainer des TuS Jevenstedt, hatte wahrlich keine große Auswahl auf der Ersatzbank. Die war mit einem Torwart und drei Feldspielern unterbesetzt.
In einer zunächst zähen ersten Halbzeit dauerte es bis zur 30. Minute, ehe Till Wallenstein die erste nennenswerte Chance für den TSV verbuchte. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte jedoch der „Dosenöffner“ durch Erdogan Cumur. Nach einer feinen Kombination über die linke Seite legte Sylla für Cumur auf, der den Ball aus knapp 18 Metern in den Winkel hämmerte (45.+1). Yamak betonte die Bedeutung dieses Treffers: „So gehen wir mit einem 1:0 kurz vor der Pause in die Halbzeit – auch ein psychologisch wichtiger Zeitpunkt für uns.“
Ein Stürmer als Verteidiger und der entscheidende Patzer
Auch im zweiten Durchgang blieb die Personallage angespannt. Da Sylla angeschlagen in der Kabine bleiben musste, wurde Torjäger Roman Reikert kurzerhand zum Rechtsverteidiger umfunktioniert. Zudem feierte Linus Vollheim aus der zweiten Mannschaft ein couragiertes Debüt und „ackerte vorne super“, wie sein Trainer befand.

Peeke Schmitz Vorbereiter mit langem Ball
Die endgültige Entscheidung fiel in der 76. Minute, begünstigt durch ein Missverständnis in der Jevenstedter Hintermannschaft. Ein langer Ball von Peeke Schmitz wurde immer länger, während sich Torwart Daniel Jeromin und sein Verteidiger uneinig waren. Erdogan Cumur schaltete am schnellsten, erlief das Leder und schob mühelos zum 2:0 ins leere Gehäuse ein. „Erdo stand dann da, wo ein guter Stürmer stehen muss. Damit war das Spiel dann auch gelaufen“, resümierte Yamak zufrieden.
Saisonziel nur noch Formsache: Kronshagen plant für die Zukunft
Mit dem Sieg hat der TSV Kronshagen eine schwierige Spielzeit „geradegebogen“. Nach einer schwachen Hinrunde ist die Freude über den vorzeitigen Klassenerhalt riesig. Für die verbleibenden Partien kündigte Yamak bereits an, verstärkt zu rotieren, um Spielern mit weniger Einsatzzeiten eine Chance zu geben.
Stimme zum Spiel
TSV Kronshagen: Bock – Wallenstein, Schmitz, Hencke, Sylla (46. Feuerherm) – Boz, Möller (64. Hamze), Rixen, Jasari – Cumur (76. Abdula), Reikat.
Trainer: Coskun Yamak.
TuS Jevenstedt: Jeromin – Mattes Brusberg (84. Tom Solterbeck), Ranck, Meyert, Sievers (84. Ecke), Seefeldt (84. Sofia), Richter, Peters, Gunther, Lühder, Rohwer.
Trainer: Guido Wieck.
SR: Jannik Schapals (TSV Schönberg)
Ass.: Thorsten Otto, Muhammed Ates.
Z.: 27.
Tore: 1:0 Erdogan Cumur (45.+1), 2:0 Erdogan Cumur (76.).
27. Spieltag – Landesliga Schleswig
| Datum | Begegnung | Erg. |
|---|---|---|
| 24.04.26 | TSV Hattstedt – SSG Rot-Schwarz Kiel | 1:2 |
| 24.04.26 | Heider SV II – TSB Flensburg | 1:9 |
| 25.04.26 | TSV Kronshagen – TuS Jevenstedt | 2:0 |
| 25.04.26 | SVE Comet Kiel – TSV Kropp | 0:2 |
| 25.04.26 | TSV Klausdorf – TSV Rantrum | 2:3 |
| 26.04.26 | SV Dörpum – SC Weiche Flensburg 08 II | 4:2 |
| 26.04.26 | SV Frisia 03 – SpVg Eidertal Molfsee | 1:1 |
| 26.04.26 | Eckernförder SV – TSV Friedrichsberg-B. | 4:0 |
Tabelle Landesliga Schleswig
| Pos | Verein | Sp. | Tore | Pkt. |
|---|---|---|---|---|
| 1 | TSB Flensburg (Ab) | 26 | 101:22 | 74 |
| 2 | Eckernförder SV (Ab) | 26 | 60:24 | 58 |
| 3 | SSG Rot-Schwarz Kiel | 26 | 53:48 | 48 |
| 4 | SpVg Eidertal Molfsee (Ab) | 27 | 83:53 | 47 |
| 5 | SV Frisia 03 Risum-Lindholm | 26 | 68:39 | 47 |
| 6 | TSV Rantrum | 26 | 87:52 | 43 |
| 7 | SC Weiche Flensburg 08 II | 26 | 65:52 | 41 |
| 8 | TSV Klausdorf | 26 | 65:55 | 41 |
| 9 | SV Dörpum | 26 | 62:53 | 37 |
| 10 | TSV Kronshagen | 27 | 34:36 | 32 |
| 11 | TSV Kropp | 27 | 39:59 | 28 |
| 12 | TSV Friedrichsberg-Busdorf | 26 | 49:72 | 28 |
| 13 | TSV Hattstedt (Auf) | 27 | 42:71 | 22 |
| 14 | TuS Jevenstedt | 26 | 30:61 | 21 |
| 15 | SVE Comet Kiel (Auf) | 27 | 38:91 | 14 |
| 16 | Heider SV II (Auf) | 27 | 39:127 | 9 |
