Malik Ferhat (re., TSV Flintbek), der Maalik Brackmann (TSV Altenholz verfolgt, gelang ein herrlicher Asist zum 3:2. © 2026 Ismail Yesilyurt
Im Kampf um den Klassenerhalt in der Verbandsliga Ost meldete sich der TSV Flintbek zu Wort. In einer torreichen Begegnung setzte sich das Flintbeker Team mit 4:3 beim TSV Altenholz durch. Dieser Dreier ist für die Flintbeker von enormer Bedeutung, da der 13. Tabellenplatz – den sie aktuell innehaben – im Falle von Lizenzverweigerungen in der Regionalliga für SHFV-Vereine noch zum Relegationsplatz zur Kreisliga werden könnte. Nach aktuellem Stand müssten die Tabellendreizehnten zwar keine Abstiegsspiele bestreiten, doch die Ungewissheit um die Lizenzvergabe der schleswig-holsteinischen Regionalligisten sorgt weiterhin für Druck.
Moral und Willensstärke bei
Die Verantwortlichen des TSV Flintbek hatten unter der Woche auf die sportliche Talfahrt reagiert und sich vorzeitig vom am Saisonende ausscheidenden Matthias Liebal getrennt. Die Verantwortung für das Team übernahm sein bisheriger Co-Trainer Marcel Naeve, der nun direkt bei seinem Debüt als Chef an der Seitenlinie einen Erfolg verbuchen konnte.
Naeve zeigte sich nach dem Spiel sichtlich erleichtert über den „mörderwichtigen Sieg“. Angesichts der Tatsache, dass Konkurrenten durch Nichtantreten anderer Teams Punkte geschenkt bekamen, sei der Druck zusätzlich gewachsen.
„Die Jungs waren hochkonzentriert. Wir sind gut ins Spiel gestartet. Haben dann die letzten Aktionen noch gut verteidigen können und konnten einen sehr, sehr, sehr wichtigen Dreier für uns einfahren“, bilanzierte Naeve nach dem Abpfiff.
Das schönste Tor gehörte dabei den kurz zuvor eingewechselten Moritz Hüber. Nach einer sehenswerten Flanke von Malik Ferhat in den hinteren Strafraumbereich nahm Hübner das Zuspiel technisch perfekt und volley zum zwischenzeitlichen 3:2 für die Gäste.
„Gebrauchter Tag“ für Altenholz: Verletzungsschock beim Aufwärmen
Für den gastgebenden TSV Altenholz begann der Spieltag bereits mit einem herben Rückschlag. Während des Warm-ups zog sich Spielmacher Fabian Feißt eine mutmaßlich schwere Knieverletzung zu.
Altenholz-Trainer Nils Lenschau verlor auch deshalb nicht viele Worte: „Zum Spiel kann und möchte ich eigentlich gar nicht so viel sagen, weil es für uns von vorne bis hinten ein gebrauchter Tag war gestern. Das fing schon an mit der schweren Verletzung eines Spielers während des Warm-ups, was uns dann natürlich ein bisschen aus der Bahn und aus dem Rhythmus geschmissen hat“.

Trotz der Führung durch Jonas Schäfer verlor Altenholz im Verlauf der Partie seine Linie. Zwar gestaltete sich das Spiel nach der Halbzeit offen und es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch bis zum Stand von 3:3, doch am Ende fehlte Altenholz das Glück. Lenschau gestand ein, dass die Flintbeker „einfach nie aufgegeben“ und ihre Chancen konsequent genutzt hätten.
Willensleistung auf tiefem Geläuf
Das Spiel bot den 50 Zuschauern nach dem Seitenwechsel bei mörderischen Temperaturen, mit Trinkpausen. Spektakel pur. Nach dem Ausgleich kurz nach der Pause durch Joshua Vinh Grimm (48.) konterte Altenholz prompt zum 2:1, doch Flintbek blieb dran. In der Schlussphase wurde es turbulent: Innerhalb von nur drei Minuten fielen drei Treffer. Erst kam es zum 3:2 durch das Tor des Tages. Eine Minute später köpfte Keyvan Farokhi nach einem Eckball zum 3:3 ein. Der Minutentakt beim Toreschießen bleibt: Den entscheidenden Schlusspunkt setzte Jan Ratjen in der 83. Minute zum 4:3-Endstand. Nach einem Pass in die Tiefe schießt der Flintbeker links an Torwart Niklas Peper vorbei zur Entscheidung.
Laut Naeve war es letztlich eine „große Willensleistung der Mannschaft“, die bei sommerlichen Temperaturen auf dem tiefen Platz alles reingeschmissen habe. Für Flintbek geht es nun hochmotiviert in das eventuell nächste „Endspiel“ gegen Dänischenhagen.
Stimme zum Spiel
TSV Altenholz: Peper – Baesler, Pantel, Lohse (61. Michaelis), Kessler, Dettenkofer, Siegmund, Marien (46. Brackmann), Farokhi, Bansemer (46. Ellwanger (71. Rohlfs)), Schäfer.
Trainer: Nils Lenschau.
TSV Flintbek: Preuß – Wischnewski (64. Rober), Buessau (76. Hübner), Rehder, Ferhat – Schemborski, Rathje, Kock, Özcan, Grimm – Torben Frahm (90. Schulz).
Trainer: Marcel Naeve.
SR: Manuel Waehnke (TSV Bordesholm).
Ass.: Goran Razzak, Nils Flick.
Z.: 50.
Tore: 1:0 Jonas Schäfer (17.), 1:1 Joshua Vinh Grimm (48.), 2:1 Maalik Brackmann (49.), 2:2 Joshua Vinh Grimm (57.), 2:3 Moritz Hübner (80.), 3:3 Keyvan Farokhi (82.), 3:4 Jan Ratjen (83.).
28. Spieltag – Verbandsliga Ost
| Datum | Begegnung | Erg. |
|---|---|---|
| 01.05.26 | SG Sarau / Bosau – Heikendorfer SV | 1:1 |
| 02.05.26 | Probsteier SG 2012 – Wiker SV Kiel | 0:2 |
| 02.05.26 | SVG Pönitz – Preetzer TSV | 5:1 |
| 02.05.26 | TSV Altenholz – TSV Flintbek | 3:4 |
| 02.05.26 | Suchsdorfer SV – TSV Gremersdorf | 4:0 |
| 02.05.26 | MTV Dänischenhagen – SG Oldenburg / SV Göhl II | -:- |
| 03.05.26 | Kieler MTV – SpVg Eidertal Molfsee II | -:- |
| Spielfrei | TSV Plön | — |
Tabelle Verbandsliga Ost
| Pos | Verein | Sp. | Tore | Pkt. |
|---|---|---|---|---|
| 1 | SVG Pönitz | 26 | 73:45 | 53 |
| 2 | Heikendorfer SV | 25 | 48:17 | 46 |
| 3 | Probsteier SG 2012 | 26 | 77:47 | 46 |
| 4 | Wiker SV Kiel | 26 | 49:41 | 43 |
| 5 | SG Sarau / Bosau | 26 | 48:43 | 40 |
| 6 | SpVg Eidertal Molfsee II (Auf) | 25 | 69:54 | 38 |
| 7 | TSV Altenholz (Ab) | 27 | 67:61 | 38 |
| 8 | Suchsdorfer SV | 25 | 45:50 | 37 |
| 9 | Kieler MTV (Auf) | 23 | 48:37 | 36 |
| 10 | Preetzer TSV (Ab) | 25 | 45:45 | 35 |
| 11 | TSV Plön | 26 | 52:53 | 33 |
| 12 | TSV Flintbek | 26 | 41:54 | 31 |
| 13 | MTV Dänischenhagen | 24 | 37:56 | 30 |
| 14 | SG Oldenburg / SV Göhl II | 24 | 40:70 | 21 |
| 15 | TSV Gremersdorf (Auf) | 26 | 27:93 | 10 |
| 16 | TSV Bordesholm zg. (Ab) | 0 | 0:0 | 0 |
