Tofe bezwingt Pokalschreck Jeddeloh II

von Olaf Wegerich

Morten Liebert gelang der so wichtige Führungstreffer. © 2026 Olaf Wegerich

Der SV Todesfelde hat das Siegen nicht verlernt. Nach zuletzt zwei Niederlagen konnte sich der Aufsteiger am Sonntag gegen den SSV Jeddeloh II mit 2:0 (1:0) durchsetzen. Gegen die Niedersachsen, die sich im DFB-Pokal sensationell mit 5:2 gegen den Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim durchsetzen konnten, reichte der Mannschaft von Trainer Björn Sörensen vor 404 Zuschauern im JODA-Sportpark eine durchwachsene Leistung, um als Sieger vom Platz zu gehen. Nach dem zweiten Saisonsieg durch Treffer von Morten Liebert (13.) und Timon Henk (88.) verbessern sich die Segeberger auf den 10. Platz und bleiben zum ersten Mal in der laufenden Saison ohne Gegentor.

Tofe mit vielen Ausfällen

Bei den Gastgebern fehlten weiterhin Christian Rave (Rotsperre), Mirko Boland (Muskelfaserriss am Oberschenkel), Jan-Marc Schneider (Mittelhandbruch), Moritz Achtenberg (Adduktoren- und Leistenverletzung im Abschlusstraining) sowie Mats Klüver (Sprunggelenksverletzung). Dazu kommen noch die Ausfälle von Noel Denis, Pepe Kruse, Niklas Stehnck und Sean Hopp.

Drawz nach Foul früh raus

Nach nur sieben Minuten mussten die Gastgeber einen ersten Wechsel vollziehen, denn der zuletzt so stark auftrumpfende Marco Drawz konnte nach einem rüden Foul der Gäste aus Jeddeloh II, als sein Gegenspieler mit offener Sohle die Wade malträtiert hatte, nicht weiterspielen. „Marco wurde völlig überflüssig weggetreten. Mit Glück ist es nur eine dicke Wadenprellung. Er humpelte aber ordentlich und sagte, dass er ziemliche Schmerzen hat“, wusste der gesperrte Christian Rave zu berichten.

Marco Drawz (Tofe) vs Ricardo-Felipe Schwarz (Werder II). © 2024 Olaf Wegerich
Marco Drawz (Tofe) hier gegen Ricardo-Felipe Schwarz (Werder II) musste früh ausgewechselt werden. © 2024 Olaf Wegerich

Liebert mit dem Führungstreffer

Doch die defensiv sehr kompakten Gastgeber hatten schnell die passende Antwort parat. Einen traumhaften Ball von Moritz Grosche hinter die beiden Innenverteidiger von Jeddeloh erläuft sich Morten Liebert (13.) und spitzelt den Ball im Fallen am verdutzten Torhüter vorbei.

Tofe verteidigt aufopferungsvoll

In der Folge übernahmen die Gäste das Kommando – die sich zuletzt in der Offensive mit Haris Hyseni vom Ligarivalen SV Drochtersen/Assel spektakulär verstärkt hatten –, doch die bärenstarke Defensivformation der Gastgeber spielte nahezu fehlerfrei und ließ die Gäste kaum einmal zur Entfaltung kommen.

„Wir haben in der Folge nicht ganz in unseren Rhythmus gefunden und mussten tief verteidigen. Haben das aber sehr aufmerksam und aufopferungsvoll gemacht“, fasste der gesperrte Rave die Druckperiode der meist harmlos agierenden Gäste zusammen.

Neben guter Abwehrarbeit auch Torschütze - Tyler Körting (SV Todesfelde). © 2026 Olaf Wegerich
Tyler Körting (SV Todesfelde). © 2026 Olaf Wegerich

Tofe unter Dauerdruck

Auch in der zweiten Hälfte beschränkten sich die Gastgeber über weite Strecken auf die kompromisslose Verteidigung der knappen Führung und schafften es nur äußerst selten, für Entlastung zu sorgen. Jeddeloh II schaffte es einfach nicht, das Abwehrbollwerk der defensiv sehr konzentriert spielenden Gastgeber zu knacken.

Joker Henk entscheidet das Spiel

So lebte das eher durchwachsene Spiel lange Zeit von der Spannung, und erst zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit fiel der erlösende zweite Treffer für die Gastgeber. Nach einem schönen Konter über Benny Soares auf den kurz zuvor eingewechselten Timon Henk (88.) lässt der Ex-Reinfelder zunächst einen Jeddeloher aussteigen und schlenzt dann den Ball in das leere Tor.

Stimmen zum Spiel

Trainer Björn Sörensen ging trotz des zweiten Saisonsieges mit seiner Mannschaft eher hart ins Gericht. „Heute haben wir kein gutes Fußballspiel gemacht. Waren im Spiel mit dem Ball viel zu unruhig, viel zu unsauber. Haben viel das eigene Tor verteidigt. Aber wir haben 2:0 gewonnen. Manchmal gehört es im Fußball auch dazu, dass du aus schlechten Leistungen etwas Zählbares mitnimmst. Das war heute definitiv der Fall. Von der Leistung her hätten wir sicherlich besser spielen müssen.“

Mit Blick auf die bisher absolvierten Spiele fällt das Fazit von Sörensen aber durchaus positiv aus. „Wir haben über die sechs Spiele gezeigt, dass wir nicht nur angekommen sind, sondern absolut mithalten können. Am Ende entscheiden dann in dieser Liga Nuancen. Und insofern sind wir gut in die Saison gestartet. Aber nicht übermäßig. Ich glaube, es wäre deutlich mehr drin gewesen. Aber wir wollen nicht abheben. Wir wollen klar bleiben. Mit acht Punkten haben wir einen guten Auftakt.“

Bei Christian Rave überwog die Freude über drei weitere wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. „Wir sind sehr glücklich über diesen Heimsieg, bei dem wir kaum etwas zugelassen haben.“

SV Todesfelde: Landvoigt – Cloppatt, Körting, Jetz – Grosche (88. Holderbaum), Erfmann, Jablonski, Drawz (7. Sohn/85. Henk), Sternberg – (90.+4 Odiase), Liebert (64. Soares).

Trainer: Björn Sörensen.

SSV Jeddeloh II: Onken – von Aschwege, Siala, Gramberg – Taguchi (63. H’Maidat), Brinkmann (77. Raykov), Kanowski (69. Böttcher), Krasniqi – Bothe (42. Krolikowski), Janßen – Hyseni.

Trainer: Kristian Arambasic.

Schiedsrichter: Furkan Vardar (Rot-Weiß Wilhelmsburg).

Assistenten: Marvin Repke und Lasse Hintze.

Zuschauer: 404 im JODA-Sportpark in Todesfelde.

Tore: 1:0 Morten Liebert (13.), 2:0 Timon Henk (88.).

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