VfB Lübeck trotzt dem Tabellenführer und überzeugt mit starker Leistung

von Olaf Wegerich

Marc Schröder (VfB Oldenburg) im Kopfballduell mit Maximilian Schütt und Joel Amadi (VfB Lübeck). © 2026 Olaf Wegerich

Der VfB Lübeck hat sich am Dienstagabend einen verdienten Punkt gegen den bis dahin verlustpunktfreien VfB Oldenburg gesichert. Vor 3.172 Zuschauern auf der Lohmühle kamen die Grün-Weißen nach einem 0:1-Rückstand zurück und erkämpften sich ein 1:1 (0:1). Dabei zeigte der VfB über weite Strecken eine gute und engagierte Leistung und hatte insbesondere nach dem Seitenwechsel mehr vom Spiel.

Lübeck lässt sich vom Rückstand nicht beeindrucken Mit dem VfB Oldenburg war eine Mannschaft zu Gast, die mit zwei Siegen aus den ersten beiden Saisonspielen perfekt gestartet war und die Regionalliga Nord nach den ersten Spieltagen anführte. Entsprechend selbstbewusst traten die Gäste auf.

Doch auch der VfB Lübeck versteckte sich keineswegs. Bereits in der 6. Minute hatte Dardan Karimani nach Vorarbeit von Daouda Beleme die erste gute Möglichkeit der Partie, setzte den Ball jedoch über das Tor. Auch Emmanuel Appiah sorgte mit seinen Vorstößen immer wieder für Tempo im Lübecker Spiel.

In der 24. Minute musste der VfB dennoch den Rückstand hinnehmen. Rafael Brand traf zum 0:1 für die Gäste.

Die Grün-Weißen blieben jedoch aktiv und ließen sich vom Gegentreffer nicht aus dem Konzept bringen. Emmanuel Appiah verfehlte das Tor nur knapp, Daouda Beleme kam zu einem geblockten Abschluss und in der 31. Minute kombinierte sich Lübeck sehenswert nach vorne. Beleme setzte sich mit Tempo durch und bediente Dardan Karimani, der für Appiah ablegte. Der anschließende Schuss wurde jedoch noch geblockt.

Kurz vor der Pause hatte Oldenburg noch einmal einen Treffer auf dem Fuß. Mats Facklam traf, doch der Treffer wurde aufgrund eines Handspiels nicht anerkannt.

Mit dem knappen 0:1 ging es in die Kabinen.

Istefo gleicht schnell aus Nach dem Seitenwechsel übernahm der VfB Lübeck zunehmend die Initiative und wurde für seinen engagierten Auftritt belohnt.

Bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff hatte Fabian Istefo den Ausgleich auf dem Fuß. Seinen Abschluss konnte Oldenburgs Torhüter Jhonny Peitzmeier noch parieren. Nur kurze Zeit später war der Keeper allerdings machtlos.

In der 49. Minute brachte Daouda Beleme den Ball gefährlich in die Mitte. Emmanuel Appiah ließ das Spielgerät geschickt durch und Fabian Istefo war zur Stelle. Mit einem konzentrierten Abschluss erzielte er das 1:1.

Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt absolut verdient und gab den Grün-Weißen weiteren Auftrieb.

VfB bleibt auch danach gefährlich Auch nach dem Ausgleich zeigte Lübeck, dass man sich gegen den favorisierten Tabellenführer keineswegs verstecken musste. Die Gastgeber spielten mutig nach vorne und kamen immer wieder zu guten Ansätzen.

Das spiegelte sich auch in der Chancenstatistik wider: 3:1 aus Lübecker Sicht. Während Oldenburg bei den Ecken mit 5:1 vorne lag, hatte der VfB bei den klareren Möglichkeiten durchaus Vorteile.

Oldenburg blieb natürlich gefährlich und versuchte insbesondere über Standardsituationen zum Erfolg zu kommen. Mehrere Eckbälle konnten die Lübecker jedoch konzentriert verteidigen.

In der 62. Minute war Finn Böhmker gefragt, als er einen Abschluss von Mats Facklam parierte. Auch in der Schlussphase bewies der Lübecker Schlussmann seine Klasse. Einen Freistoß von Leon Demaj in der 85. Minute entschärfte Böhmker ebenfalls.

Auf der anderen Seite versuchte Lübeck immer wieder, über schnelle Angriffe für Gefahr zu sorgen. Ein Abschluss von Felix Mandl wurde in der Schlussphase geblockt, während ein Freistoß von Marvin Thiel in der Mauer hängen blieb.

Verdienter Punkt gegen den Tabellenführer Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie intensiver. Beide Trainer brachten frische Kräfte, doch der entscheidende Treffer wollte nicht mehr fallen.

Nach 93 Minuten beendete Schiedsrichter Gerhard Alexander Ludolph die Begegnung.

Auch wenn der VfB den ersten Saisonsieg erneut verpasste, kann die Mannschaft mit diesem Auftritt durchaus zufrieden sein. Gegen einen Gegner, der mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 6:1 nach Lübeck gekommen war, zeigte die Mannschaft von Kevin Rodewald eine couragierte Leistung.

Vor allem die Reaktion auf den Rückstand und der starke Beginn der zweiten Halbzeit machen Mut. Nach dem Ausgleich war Lübeck mindestens auf Augenhöhe und hatte bei den Torchancen sogar leichte Vorteile.

Der Punkt ist damit keineswegs glücklich, sondern aufgrund des Spielverlaufs absolut verdient. Die Grün-Weißen haben gezeigt, dass sie auch gegen die Spitzenmannschaften der Liga mithalten können.

Und die nächste große Aufgabe wartet bereits: Am kommenden Samstag steht das 151. Lübecker Stadtderby an. Auf der Lohmühle trifft der VfB auf den 1. FC Phönix Lübeck – offiziell als Auswärtsspiel bei den Adlern.


VfB Lübeck:
Finn Böhmker (TW) – Bjarne Pfundheller, Tom Kankowski, Dardan Karimani ( 63. Selim Ajkic) , Marvin Thiel (C), Jonas Dittrich, Emmanuel Appiah ( 74. Felix Mandl), Fabian Istefo (68. Colin Ulrich) , Daouda Beleme (91. Luis Cordes), Maximilian Schütt, Joel Chinaemerem Amadi

Trainer: Kevin Rodewald

VfB Oldenburg:
Jhonny Peitzmeier – Anouar Adam (57. Ermal Pepshi), Rafael Brand (80. Louis Hajdinaj), Drilon Demaj (57. Bjekoslav Taritas), Leon Demaj, Kai Pröger, Marc Schröder (74. Nico Mai), Nick Otto 26. Leon Deichmann), Dominik Kasper, Mats Facklam, Nico Knystock

Trainer: Dario Fossi-.

Schiedsrichter: Gerhard Alexander Ludolph
Assistenten: Dominik Kopmann, Timo Rehder.

Zuschauer: 3.172 auf der Lohnühle.

Tore: 0:1 Rafael Brand (24.), 1:1 Fabian Istefo (49.),







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