Todesfelde zeigt Reaktion bei 1:3 Niederlage gegen Hannover 96 II

von Olaf Wegerich

Pawel Erfmann und der SV Todesfelde verpassten in Hannover ein deutlich besseres Ergebnis. © 2026 Olaf Wegerich

In der Regionalliga Nord rutscht der SV Todesfelde nach der 1:3 (1:3) Niederlage bei der U 23 von Hannover 96 immer tiefer in den Tabellenkeller. Trotz der vierten Niederlage in Folge zeigte sich der Aufsteiger aber deutlich verbessert zum 0:9 Debakel bei Phönix Lübeck vor vier Tagen. Während sich die Niedersachsen mit dem 6. Platz in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt haben rutschen die Segeberger aufgrund der deutlichen schlechteren Tordifferenz gegenüber drei weiteren punktgleichen Teams auf den vorletzten Platz ab.

Tofe mit drei Umstellungen

Nach einer harten englischen Woche präsentierte sich der Aufsteiger aus Schleswig-Holstein in den ersten Minuten im Eilenriedestadion deutlich griffiger und präsenter. Dabei hatte Trainer Björn Sörensen in der Startelf drei Umstellungen vorgenommen. Christian Rave – nach abgelaufener Rotsperre – Noah Odiase und Morten Liebert rückten für Moritz Achtenberg, Justin Cloppatt und Benjamin Petrick in die Startelf.

Der Profi Nachwuchs der Niedersachsen konnte aus einem großen Kader nach Belieben rotieren.

Jablonski mit dem Führungstreffer

Mit der ersten guten Aktion geht der Aufsteiger etwas überraschend in Führung. Nach einem langen Ball in das Zentrum startet Ben Jablonski (11.) einen Sololauf und trifft zum Führungstreffer.

Ex-Todesfelder Sinanovic trifft zum Ausgleich

Doch die Freude darüber wehrte nicht lange denn nur 120 Sekunden später trifft der Ex-Todesfelder Merlin Sinanovic (13.) – mit seinem dritten Saisontreffer – nach Vorarbeit von Tom Hobrecht zum 1:1 Ausgleich. Die Gäste hatten in dieser Situation vergeblich auf Abseits spekuliert.

Tofe verpasst erneute Führung

Wenig später hätte der Aufsteiger durch Ben Jablonski nach Vorarbeit von Noah Opdiase erneut in Führung gehen können doch der Todesfelder scheiterte frei vor dem Tor am Hannoveraner Schlussmann Jonas Schwanke.

Die mutigen Gäste wählen weiter den Vorwärtsgang und nach einer scharfen Hereingabe von der rechten Seite durch Moritz Grosche verpasst Morten Liebert am zweiten Pfosten nur um wenige Zentimeter die mögliche Führung.

Morten Liebert (Todesfelde) gelingt mit dem 1-0 in Lohne ein wichtiger und wirkungsvoller Treffer. © 2024 Olaf Wegerich
Morten Liebert (SV Todesfelde) verpasste in Hannover nur knapp einen Treffer. © 2024 Olaf Wegerich

96 mit Doppelschlag vor der Pause

Aber dann sind die Gastgeber mit Glücksgöttin Fortuna im Bunde als ein abgefälschter Freistoß von Alexander Vogel (37.) den Weg zum 2:1 in das Tor findet.

Nur vier Minuten später erhöht Noah Engelbreth (41.) mit einem Distanzschuss in den Giebel zum 3:1 für die Gastgeber.

„Es passt zu unserer Situation dass ein abgefälschter Schuss und ein Sonntagsschuss die einzigen Möglichkeiten von Hannover 96 sind, die den Halbzeitstand herstellten“ fasste Christian Rave die ersten 45 Minuten zusammen.

Zudem wurden den Gästen kurz vor der Pause ein Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt.

Tofe verpasst besseres Ergebnis

In der zweiten Halbzeit standen die Segeberger defensiv sehr kompakt und bis auf einen Lattentreffer von Noah Engelbreth gab es kaum brenzlige Situationen zu überstehen.

Das es am Ende nicht für ein deutlich besseres Ergebnis reichte war auch den vergebenen Chancen im zweiten Durchgang geschuldet. Allein der eingewechselte Benjamin Petrick hatte im Strafraum zwei gefährliche Situationen, hinzu kamen Chancen von Ben Jablonski der aus 16 Metern knapp verzog und von Tyler Körting.

Rave lobt Reaktion

Trotz einer starken kämpferischen Leistung und vieler guter Offensivaktionen tritt der Aufsteiger die Heimreise ohne zählbaren Erfolg an. Christian Rave sagte dazu.

„Wir haben heute leider keine Punkte in Hannover holen können. ABER wir haben eine Reaktion auf das Debakel letzten Mittwoch gezeigt.

Keiner verliert gerne aber heute war deutlich mehr drin und deshalb zählt heute auch die Reaktion, welche uns wieder in eine andere Richtung trägt“.

Klüver und Drawz vor der Rückkehr

Mats Klüver steht nach langer Verletzungspause kurz vor seiner Rückkehr auf dem Platz und war in Hannover bereits auf dem Spielberichtsbogen aufgeführt. Auch bei Marco Drawz – nach dem brutalen Foulspiel mit einem Tritt gegen die Wade aus dem Match gegen den SSV Jeddeloh II das ungeahndet blieb – verdichten sich die Anzeichen das eine Rückkehr kurz bevor steht.

Hannover 96 II: Schwanke – Braun, Gießelmann, Lorenz, Meusel (46. Rüdiger) – Ünal (59. Kurt), van den Heuvel, Engelbreth (74. Wegner), Vogel (59. Schwarz) – Hobrecht (90. Stolpe), Sinanovic.

Trainer: Christian Schulz.

SV Todesfelde: Landvoigt – Jetz, Körting, Rave – Boland, Erfmann – Sternberg, Jablonski, Odiase (64. Petrick), Grosche – Liebert (64. Henk).

Trainer: Björn Sörensen.

Schiedsrichter: Leon Röpke (TSV Gielde).

Assistenten: Maximilian Ernst und Florian Hiller.

Zuschauer: 380 im Eilenriedestadion in Hannover.

Tore: 0:1 Ben Jablonski (11.), 1:1 Merlin Sinanovic (13.), 2:1 Alexander Vogel (37.), 3:1 Noah Engelbreth (41.)

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