Halt hier geblieben. Denis Koldzic (Bremer SV) stoppt Ben Jablonski (SV Todesfelde) unsanft. © 2026 Olaf Wegerich
In der Regionalliga Nord muss sich der SV Todesfelde nach dem 8. Spieltag erst einmal in die untere Tabellenhälfte orientieren. Nach dem über weite Strecken enttäuschenden Auftritt bei der 0:2- (0:0) Heimniederlage gegen den Bremer SV vor 420 Zuschauern im JODA-Sportpark bleibt der Aufsteiger das zweite Mal in Folge ohne Punkte und rutscht auf den 13. Platz ab. Der Bremer SV beendet seine Sieglosserie von fünf Spielen, zieht mit den Segebergern nach Punkten gleich und klettert auf den 12. Platz. Beide Treffer für die Gäste erzielte Torjäger Bastian Redecker (73., 76.) mit einem Doppelschlag.
Tofe mit vielen Ausfällen
Tofe-Trainer Björn Sörensen musste mit Jan-Marc Schneider, Noel Denis, Marco Drawz, Moritz Grosche, Mats Klüver, Pepe Kruse, Niclas Stehnck sowie dem rotgesperrten Christian Rave wieder auf mehrere erfahrene Spieler verzichten. Dafür feierte Mirko Boland nach dreiwöchiger Verletzungspause seine Rückkehr.
Nachdem es kurz vor Spielbeginn noch einmal heftig geregnet hatte, entwickelte sich auf dem seifigen Boden im JODA-Sportpark ein hart umkämpftes Spiel, in dem sich beide Mannschaften unter anspruchsvollen Bedingungen lange Zeit neutralisierten.

Körting klärt
Bereits nach vier Minuten hatte der Aufsteiger einen ersten Schreckmoment zu überstehen, als Torhüter Fabian Landvoigt nach einem Missverständnis mit Justin Cloppatt im Luftkampf mit einem Bremer den Ball nicht richtig unter Kontrolle bringen konnte und Tyler Körting in höchster Not auf der Torlinie klären musste.
Liebert scheitert an Fox
Gegen die defensiv sehr kompakt stehenden Bremer, die seit fünf Spielen auf ein Erfolgserlebnis warteten, hatte Morten Liebert (12.) nach flacher Hereingabe des unbekümmert am rechten Flügel aufspielenden Benny Soares die erste Großchance für die Gastgeber, doch die Sturmspitze der Gastgeber scheiterte bei seiner Direktabnahme aus wenigen Metern am abtauchenden Lucas Fox im Bremer Tor.

Jablonski trifft nur den Pfosten
In einer ansonsten eher ereignislosen ersten Hälfte hatte Ben Jablonski (24.) nach schöner Hereingabe von Janek Sternberg – diesmal von der linken Seite – Riesenpech, dass sein schulmäßiger Kopfball trotz Bedrängnis durch den Bremer Abwehrspieler Anthony Nwachukwu nur am Pfosten landete.
Ansonsten hatte der erste Durchgang aus der Sicht der Gastgeber, die im Spielaufbau oft fahrig wirkten, nur wenige Höhepunkte zu bieten.
Nach dem Seitenwechsel kam der Aufsteiger dann zunächst mit deutlich mehr Schwung und Elan aus der Kabine. Dabei sorgte Janek Sternberg mit viel Tempo immer wieder für Durchbrüche auf der linken Seite, jedoch resultierten daraus keine Torchancen gegen die viertbeste Abwehrformation der Regionalliga.
Während die Bremer Defensivkünstler hinten weiter kompakt standen und sich sehr robust in den Zweikämpfen erwiesen, lauerte die Mannschaft von Trainer Ralf Voigt bei den wenigen Offensivaktionen weiterhin geduldig auf ihre Chance.

Redecker schnürt Doppelpack für den BSV
Nach einem Eckball des Bremer SV, den die Gastgeber nicht richtig geklärt bekommen, landet der Ball bei Bastian Redecker (73.). Der Bremer Torjäger fackelt nicht lange und trifft aus gut fünfzehn Metern zum Führungstreffer.
Nur drei Minuten später schlägt die Bremer Lebensversicherung mit seinem sechsten Saisontreffer erneut zu. Nach einem unnötigen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung ist es erneut Bastian Redecker (76.), der seinen Gegenspieler abschüttelt und souverän zum 2:0 für die Gäste vollendet. Allein sechs der acht Bremer Treffer gehen auf das Konto von Bastian Redecker.
Odiase gebremst
Erst in der Schlussphase werden die Gastgeber noch einmal gefährlich, als der eingewechselte Noah Odiase über die rechte Seite durchbricht und im letzten Moment beim Abschluss entscheidend gestört wird.
Helmdach trifft den Pfosten
Kurz vor Spielende hat der eingewechselte Clinton Helmdach noch die Riesenchance auf einen dritten Treffer für den Bremer SV, doch der Ex-Hemelinger trifft nur den Pfosten.
Wenig später beendet der gute Schiedsrichter Daniel Piotrowski vom Buchholzer SV die jederzeit faire Partie.
Der SV Todesfelde ist bereits am Mittwochabend erneut gefordert. Dann steht um 18:30 Uhr das Auswärtsspiel beim Titelaspiranten 1. FC Phönix Lübeck auf dem Programm. Auch auf die Männer vom Bremer Panzenberg wartet in drei Tagen im Heimspiel gegen den VfB Oldenburg eine große Herausforderung gegen einen Titelfavoriten.

Stimmen zum Spiel
Torhüter Fabian Landvoigt (SV Todesfelde): „Wir haben heute so viel vermissen lassen, wofür wir als SV Todesfelde stehen: keinen Willen, keine Überzeugung und keinen Kampfgeist. Das war definitiv unsere schlechteste Saisonleistung. Ja, es fehlen einige Spieler, aber das darf nicht der Grund sein. Es muss schnell wieder besser werden.“
Christian Rave (SV Todesfelde): „Wir haben leider heute keinen guten Tag erwischt und den Gegner zu den beiden Toren eingeladen. Das ist bitter und das hatten wir uns anders vorgestellt. Mund abwischen und weitermachen. Es geht immer weiter.“
- SV Todesfelde: Landvoigt – Körting, Jetz (82. Odiase), Cloppatt – Boland, Erfmann – Jablonski, Sternberg, Soares (61. Achtenberg) – Liebert (67. Petrick), Sohn (67. Henk).
- Trainer: Björn Sörensen.
- Bremer SV: Fox – Ebeling, Koldzic, Nwachukwu (36. Helmdach), Timmermanns, Scheffler – Bretgeld (90.+1 Scharf), Michel (90. Tunc), Schlake (71. Klappich) – Redecker, Kleiner.
- Trainer: Ralf Voigt.
- Schiedsrichter: Daniel Piotrowski (Buchholzer SV).
- Assistenten: Sören Thalau, Jannik Benjamin Meyer.
- Zuschauer: 420 im JODA-Sportpark in Todesfelde.
- Tore: 0:1 Bastian Redecker (73.), 0:2 Bastian Redecker (76.)
