Endlich Befreiungsschlag: VfB Lübeck feiert mit 2:1 ersten Saisonsieg gegen den Bremer SV

von Ismail Yesilyurt

Bjarne Pfundheller (VfB Lübeck) erzielt den Führungstreffer. © 2026 Olaf Wegerich

Der Knoten ist nach hartem Kampf endlich geplatzt: Der VfB Lübeck hat am 10. Spieltag der Regionalliga Nord vor 1.996 Zuschauern auf der ehrwürdigen Lohmühle seinen ersehnten ersten Saisonsieg eingefahren. Gegen den Bremer SV setzten sich die Grün-Weißen am Ende mit 2:1 (1:0) durch und belohnten sich damit für eine geschlossene, kämpferische Leistung, die nach zuvor fünf Unentschieden und vier Niederlagen dringend notwendig war, um den Anschluss im Tabellenkeller wiederherzustellen.

VfB mit Koando und der späten Führung vor der Pause

Bei herbstlichen Bedingungen erwischten die Gäste aus Bremen zunächst den etwas besseren Start, doch die Lübecker Defensive stand sicher und fing die ersten Offensivbemühungen ab. Zunehmend übernahm der VfB das Kommando und erarbeitete sich im ersten Durchgang optische Vorteile sowie gute Standardsituationen.

Lennart Heiduck (VfB Lübeck) gegen Ryusei Hosokowa (Bremer SV). © 2026 Olaf Wegerich
Lennart Heiduck (VfB Lübeck) gegen Ryusei Hosokowa (Bremer SV). © 2026 Olaf Wegerich

In der 31. Minute hatte Selim Ajkic die vermeintliche Führung auf dem Fuß, stand beim Zuspiel von Luis Coordes jedoch hauchdünn im Abseits. Nur wenige Minuten später machte es der VfB dann besser: Nach einem langen Ball in den Strafraum legte Ajkic das Leder mit einem klaren Kontakt mustergültig quer, und Innenverteidiger Bjarne Pfundheller reagierte in der 38. Minute geistesgegenwärtig, um den Ball zum umjubelten 1:0 über die Linie zu grätschen. Eine brenzlige Situation kurz vor dem Pausenpfiff, als Bremens Fritz Kleiner abzog, entschärfte Lübecks Schlussmann Finn Böhmker stark mit einer Parade in der rechten Ecke.

Joker sticht: Lennard Heiduck erhöht nach dem Wechsel

Mit frischem Elan und einer taktischen Veränderung – Lennard Heiduck ersetzte zur Pause Luis Coordes – kamen die Gastgeber aus der Kabine. Und der Wechsel sollte sich prompt auszahlen: In der 54. Minute tankte sich Emmanuel Appiah im Strafraum durch und legte quer auf den freistehenden Heiduck, der das Leder aus kurzer Distanz eiskalt zum 2:0 im Kasten unterbrachte.

Luca Schlake (Bremer SV) gegen Emmanuel Appiah (VfB Lübeck). © 2026 Olaf Wegerich
Luca Schlake (Bremer SV) gegen Emmanuel Appiah (VfB Lübeck). © 2026 Olaf Wegerich

Die Grün-Weißen schienen die Partie nun im Griff zu haben, verpassten es jedoch bei weiteren Torgelegenheiten, das vorzeitige dritte Tor nachzulegen. Stattdessen meldeten sich die Gäste aus Bremen zurück: In der 58. Minute nutzte Luca-Maximilian Schlake eine Unachtsamkeit in der Lübecker Hintermannschaft und traf mit einem platzierten Flachschuss zum 2:1-Anschlusstreffer.

Schlusspfiff erlöst Zitterpartie in der Schlussphase

Die Schlussphase entwickelte sich zu einem echten Abnutzungskampf. Der Bremer SV warf noch einmal alles nach vorn und drängte auf den Ausgleich, während die Lübecker mit vereinten Kräften und leidenschaftlichem Einsatz dagegenhielten. Insbesondere in der 88. Minute musste Finn Böhmker noch einmal sein ganzes Können aufbieten, als er einen gefährlichen Distanzschuss von Mussa Tasmin aus 30 Metern sehenswert um den Pfosten lenkte.

Bjarne Pfundheller (VfB Lübeck) © 2026 Olaf Wegerich
Bjarne Pfundheller (VfB Lübeck) © 2026 Olaf WegerichBjarne Pfundheller (VfB Lübeck) © 2026 Olaf Wegerich

Nach einer fünfminütigen Nachspielzeit beendete Schiedsrichter Dominik Kopmann die Partie, und die große Erleichterung entlud sich auf der Lohmühle. Nach einer langen Durststrecke fuhr der Traditionsverein aus Lübeck die ersten drei Punkte der Spielzeit ein. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt jedoch nicht: Bereits am kommenden Freitag steht das nächste schwere Heimspiel an der Lohmühle an, wenn der SV Todesfelde zum Derby gastiert.

  • VfB Lübeck: Finn Böhmker – Bjarne Pfundheller, Tom Kankowski (81. Henry Jeschonek), Selim Ajkic (91. Deniz Yilmaz), Luis Coordes (46. Lennard Heiduck), Marvin Thiel, Elario Ghassan (72. Ramiz Demir), Jonas Dittrich, Emmanuel Appiah (62. Colin Ulrich), Maximilian Schütt, Joel Amadi.
  • Trainer: Kevin Rodewald.
  • Bremer SV: Lucas Fox – Ryusei Hosokawa, Anthony Nwachukwu, Fyn Luca Ebeling, Luca-Maximilian Schlake, Vedat Tunc, Bastian Redecker, Clinton-William Helmdach (46. Ian Scheffler), Daniel Michel (81. Ebrima Camara), Juul Timmermans (25. Jean Francois De Chatrie Doegl), Fritz Kleiner.
  • Trainer: Ralf Voigt
  • Schiedsrichter: Dominik Kopmann
  • Assistenten: André Becker, Timo Rehder
  • Zuschauer: 1.996
  • Tore: 1:0 Bjarne Pfundheller (38.), 2:0 Lennard Heiduck (54.), 2:1 Luca-Maximilian Schlake (58.)
Tabelle Regionalliga Nord
Platz Mannschaft Sp. G U V Tore Diff. Pkt.
1. ( 4.) 1.FC Phönix Lübeck 10721 28:62223
2. ( 1.) FSV Schöningen 10721 16:12423
3. ( 3.) SC Weiche Flensburg 10712 30:121822
4. ( 2.) VfB Oldenburg 10712 31:141722
5. ( 5.) SV Drochtersen/Assel 10703 30:131721
6. ( 6.) Hannover 96 II (U23) 10532 21:14718
7. ( 7.) BSV Kickers Emden 10433 29:30-115
8. ( 8.) SV Atlas Delmenhorst 9324 13:19-611
9. ( 9.) FC St. Pauli II 10316 20:19110
10. ( 10.) FC Eintracht Norderstedt 9243 17:22-510
11. ( 16.) SSV Jeddeloh 10316 16:21-510
12. ( 11.) HSC Hannover 9243 14:20-610
13. ( 12.) Eimsbütteler TV 9306 18:31-139
14. ( 13.) SV Werder Bremen II 9225 11:16-58
15. ( 18.) VfB Lübeck 10154 11:19-88
16. ( 14.) Bremer SV 10226 9:18-98
17. ( 15.) SV Todesfelde 10226 17:34-178
18. ( 17.) Hamburger SV II 9216 11:22-117

ähnliche Artikel

Consent Management Platform von Real Cookie Banner