Trainer Björn Sörensen und der SV Todesfelde mussten sich deutlich geschlagen geben. © 2026 Olaf Wegerich
Was für eine historische Demontage! Am 9. Spieltag der Regionalliga Nord unterliegt der SV Todesfelde beim 1. FC Phönix Lübeck nach einer indiskutablen Leistung mit 0:9 (0:4). Vor 523 Zuschauern an der Lübecker Lohmühle wurde der in allen Belangen überforderte Aufsteiger vom Titelaspiranten regelrecht vorgeführt. Bereits zur Halbzeit war das einseitige Spiel zugunsten der spielfreudigen Gastgeber entschieden. Nach der fünften Saisonniederlage rutscht der SV Todesfelde auf den 15. Platz. Phönix festigt mit dem sechsten Saisonsieg den 4. Platz und ist nur noch drei Zähler vom Platz an der Sonne entfernt.
Tofe mit Umstellungen
Bei den Gästen rückten Moritz Grosche, Benjamin Petrick und Moritz Achtenberg für Morten Liebert, Benny Soares und Etienne Sohn in die Startaufstellung. Auch bei den Gastgebern hatte Trainer Kevin Wölk einige Umstellungen vorgenommen.
Bereits in der Anfangsphase übernahm die Mannschaft von Trainer Kevin Wölk im Heimspiel auf der Lohmühle das Kommando und wurde gegen einen völlig indisponierten Gegner früh belohnt.
Phönix mit der frühen Führung – Kretzer trifft
Eine Hereingabe von der rechten Seite durch Anton Ihde konnte Moritz Kretzer (7.) ungestört annehmen, um dann aus wenigen Metern zum Führungstreffer zu vollenden.
Die erste und einzige gute Chance der Gäste hatte Janek Sternberg (20.) mit einem Distanzschuss aus gut zwanzig Metern, doch Torhüter Tim Kips konnte mit den Fäusten klären.
Doch dann nahm das Unheil für den oft fahrig agierenden Aufsteiger seinen Lauf, als Lasse Jetz in der Vorwärtsbewegung den Ball an Moritz Kretzer verlor, der Julian Markvoort (25.) bediente. Der Holländer traf dann mit dem linken Fuß aus gut zwanzig Metern ins rechte Eck zum 2:0.
Auch nach dem Zwei-Tore-Rückstand fehlten den zweikampfschwachen Segebergern die spielerischen Mittel, um eigene Akzente zu setzen. Phönix hatte immer wieder viel Platz, weil die Gäste oft zu luftig verteidigten und nicht nah genug bei ihren Gegenspielern waren.
Das sollte sich bitter rächen: Beim dritten Gegentreffer lief der Ball ungehindert über mehrere Stationen, ehe Ousman Touray (36.) aus wenigen Metern zum 3:0 einköpfen konnte.
Der vierte Treffer für die Adler fiel nach einem Eckball des Ex-Todesfelders Julius Kliti, den Julian Markvoort (42.) zum 4:0 einköpfte.
Phönix nicht zu stoppen
Auch nach der Pause änderte sich an den Kräfteverhältnissen wenig. Phönix war klar dominierend, viel zielstrebiger und nutzte dabei konsequent die sich häufenden individuellen Fehler der Gäste. Nach einem Steckpass von Boccaccio passte Stöver von der Grundlinie flach vor das Tor, und beim Versuch, den Ball zu klären, traf Moritz Achtenberg (49.) unglücklich in das eigene Tor. Spätestens mit dem 5:0 war das Spiel entschieden.

Doch damit war der schwarze Mittwochabend für den Aufsteiger noch lange nicht beendet, denn die Einladung zu weiteren Toren, begünstigt durch individuelle Fehler, nahmen die Gastgeber dankend an. Die Tore fielen jetzt wie reife Früchte.
Zunächst schnürte Omar Rahimic (52., 66.) einen Doppelpack zum zwischenzeitlichen 7:0, ehe der zwanzig Minuten vor dem Spielende eingewechselte Kilian Skolik (75., 80.) mit zwei weiteren Toren für den 9:0-Endstand sorgte.
Der SV Todesfelde enttäuschte auf der Lohmühle in allen Belangen. Der Aufsteiger präsentierte sich dabei erstmals in dieser Saison wie ein Abstiegskandidat. Vor allem die Anzahl der vielen Gegentore ist alarmierend. Stellte die Abwehr in der ersten Regionalligasaison noch das Prunkstück dar, so ist sie inzwischen löchrig wie Schweizer Käse.
Die nächsten drei Begegnungen bestreitet der SV Todesfelde alle auswärts. Am kommenden Samstag steht zunächst das Spiel bei Hannover 96 II auf dem Programm, ehe dann die Spiele gegen den VfB Lübeck und den BSV Kickers Emden folgen.
Stimmen zum Spiel
- 1. FC Phönix Lübeck: Kips – Kliti (46. Dammeier), Vollert, Philippe Markvoort (46. Boccaccio), Haritonov – Maiolo, Kretzer – Ihde (64. Ihde), Rahimic, Touray (46. Stöver) – Julian Markvoort (70. Skolik).
- Trainer: Kevin Wölk.
- SV Todesfelde: Landvoigt – Cloppatt, Körting, Achtenberg, Jetz (57. Odiase) – Grosche (46. Soares), Erfmann (76. Henk), Boland, Sternberg – Petrick (46. Liebert), Jablonski.
- Trainer: Björn Sörensen.
- Schiedsrichter: Florian Lisiak (SV Friedrichsort).
- Assistenten: Jan Mika Kröhnert und Simon Pieper.
- Zuschauer: 523 auf der Lohmühle in Lübeck.
- Tore: 1:0 Moritz Kretzer (7.), 2:0 Julian Markvoort (25.), 3:0 Ousman Touray (36.), 4:0 Julian Markvoort (42.), 5:0 Moritz Achtenberg (Eigentor, 49.), 6:0 Omar Rahimic (52.), 7:0 Omar Rahimic (66.), 8:0 Kilian Skolik (75.), 9:0 Kilian Skolik (80.).
Tabelle
| Platz | Mannschaft | Sp. | G | U | V | Tore | Diff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. (↑ 2) | FSV Schöningen | 9 | 7 | 2 | 0 | 16:7 | 9 | 23 |
| 2. (↑ 3) | VfB Oldenburg | 9 | 7 | 1 | 1 | 30:11 | 19 | 22 |
| 3. (↓ 1) | SC Weiche Flensburg | 9 | 7 | 1 | 1 | 29:10 | 19 | 22 |
| 4. (4) | 1.FC Phönix Lübeck | 9 | 6 | 2 | 1 | 26:5 | 21 | 20 |
| 5. (5) | SV Drochtersen/Assel | 9 | 6 | 0 | 3 | 29:13 | 16 | 18 |
| 6. (6) | Hannover 96 II | 9 | 4 | 3 | 2 | 18:13 | 5 | 15 |
| 7. (7) | BSV Kickers Emden | 9 | 3 | 3 | 3 | 24:30 | -6 | 12 |
| 8. (8) | SV Atlas Delmenhorst | 9 | 3 | 2 | 4 | 13:19 | -6 | 11 |
| 9. (↑ 14) | FC St. Pauli II | 9 | 3 | 1 | 5 | 20:18 | 2 | 10 |
| 10. (↓ 9) | FC Eintracht Norderstedt | 9 | 2 | 4 | 3 | 17:22 | -5 | 10 |
| 11. (↓ 10) | HSC Hannover (N) | 9 | 2 | 4 | 3 | 14:20 | -6 | 10 |
| 12. (↓ 11) | Eimsbütteler TV (N) | 9 | 3 | 0 | 6 | 18:31 | -13 | 9 |
| 13. (↑ 16) | SV Werder Bremen II | 9 | 2 | 2 | 5 | 11:16 | -5 | 8 |
| 14. (↓ 12) | Bremer SV | 9 | 2 | 2 | 5 | 8:16 | -8 | 8 |
| 15. (↓ 13) | SV Todesfelde (N) | 9 | 2 | 2 | 5 | 16:31 | -15 | 8 |
| 16. (↑ 18) | SSV Jeddeloh | 9 | 2 | 1 | 6 | 13:20 | -7 | 7 |
| 17. (↓ 15) | Hamburger SV II | 9 | 2 | 1 | 6 | 11:22 | -11 | 7 |
| 18. (↓ 17) | VfB Lübeck | 9 | 0 | 5 | 4 | 9:18 | -9 | 5 |
