Schafft der Oldenburger SV gegen den PSV Historisches?

von Olaf Wegerich

Der Oldenburger SV. © 2026 Privat


Wer schafft den Einzug in das Halbfinale vom SHFV-LOTTO-Pokal? Am Samstag um 14.00 Uhr stehen sich auf dem Kunstrasen am Schauenburger Platz in Oldenburg die beiden Flens-Oberligisten Oldenburger SV und PSV Neumünster gegenüber, um den Einzug unter die letzten vier Mannschaften im Landespokal auszufechten. Dabei wollen die Ostholsteiner Außergewöhnliches erreichen.

„Wir freuen uns riesig auf das Spiel, weil es vor dem TSB-Spiel noch einmal ein Gradmesser ist, wo man steht in der Vorbereitung. Zudem haben wir die historische Chance, als erste Mannschaft für den Oldenburger SV in das Halbfinale einzuziehen. Wir haben recherchiert: In der Geschichte gab es das bisher noch gar nicht, dass der Oldenburger SV es in das Halbfinale geschafft hat. Da wollen wir als Mannschaft den Stempel draufdrücken und stolz darauf sein – und mit einem unglaublich guten Gefühl, wenn es denn funktioniert, und einer unglaublich guten Vorbereitung in die neue Saison starten.“

Schwere Aufgabe gegen ungeliebten Gegner

Dennoch stehen die Gastgeber vor einer überaus schwierigen Aufgabe, denn die spielstarken Schwalestädter gehören nicht unbedingt zu ihren Lieblingsgegnern und haben sich zudem in der Vorbereitung kontinuierlich gesteigert.

„Der PSV ist eine Mannschaft, die ihre Stärken natürlich in der Offensive hat. Da sind sie sehr gut aufgestellt. Sie haben eine gute Vorbereitung gespielt und sehr souverän das Spiel gegen Rotenhof im Achtelfinale gewonnen. Die beiden letzten Spiele in der Liga in der letzten Saison konnten wir nicht gegen sie gewinnen. Aber ich glaube schon, dass wir in dieser Spielzeit an Qualität dazugewonnen haben. Es treffen zwei offensiv starke Mannschaften aufeinander. Entscheidend ist ein Stück weit die Tagesverfassung, die die Mannschaft mitbringt, und wer am Ende die bessere Defensive hat und wer den Willen hat, das eine Tor mehr zu verteidigen als die andere Mannschaft“, erwartet OSV-Trainer Florian Stahl ein hart umkämpftes Spiel.

Personalprobleme beim OSV

Verzichten muss der OSV-Coach weiterhin auf André Petersen, Matty Möller, Yannik Radzwill, Torge Salke und Sebastian Witt. Bis auf Sebastian Witt haben alle vier noch Verletzungen aus der letzten Saison mit in die Vorbereitung getragen, sodass sie aktuell an einem Comeback arbeiten. Zur Verletzung von Witt sagte Stahl: „Sebastian hatte sich im Achtelfinale im Landespokal gegen den Eichholzer SV eine Ruptur im Meniskus zugefügt, sodass er am 5. August operiert wird. Aber er hat dann Glück im Unglück, dass er nach sechs Wochen sein Knie schon wieder voll belasten kann. So fällt er uns erst einmal zwei Monate aus, ist dann aber hoffentlich recht zeitnah wieder da.“

Thor-Arne Höfs hingegen hat sich entschieden, künftig nicht mehr als Feldspieler für den OSV aufzulaufen. Er wird künftig wieder als Torhüter zum Einsatz kommen, ist aber im Moment aufgrund einer Leistenproblematik nicht einsatzfähig.

PSV Neumünster gibt sich selbstbewusst

Beim PSV, der auch auf einige Führungsspieler verzichten muss, gibt man sich selbstbewusst. „Für Claasen und Tiedemann kommt das Spiel zu früh. Ansonsten wollen wir natürlich unbedingt ins Halbfinale einziehen, sind uns der Schwere der Aufgabe aber natürlich bewusst. Wenn wir an unsere letzten Auftritte anknüpfen können, bin ich überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen werden“, sagte Nils Voss aus dem Trainerduo der Neumünsteraner.

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