Dardan Karimani (VfB Lübeck) erzielte das Selbstvertrauen schenkende 1:0. © 2026 Olaf Wegerich
Der VfB Lübeck ist erfolgreich in die Saison 2026/27 gestartet. Vor 1.460 Zuschauern an der Lohmühle setzte sich die Mannschaft von Trainer Kevin Rodewald im SHFV-Pokal-Achtelfinale souverän mit 4:1 (2:0) gegen die Kaltenkirchener Turnerschaft durch. Damit sicherten sich die Grün-Weißen das Ticket für das Viertelfinale, wo ein Auswärtsduell am kommenden Samstag um 17 Uhr beim Heider SV wartet.
Frühe Weichenstellung durch Karimani und Mandl
Schon in den Anfangsminuten wurde deutlich, dass der Regionalligist keine Zweifel am Weiterkommen aufkommen lassen wollte. Mit sechs Neuzugängen in der Startformation agierte der VfB mutig und spielstark. Bereits in der 10. Minute zahlte sich der Druck aus: Nach einem präzisen Zuspiel von Tom Kankowski tauchte Dardan Karimani frei vor dem Kaltenkirchener Schlussmann Luca Adler auf und schob überlegt zur Führung ein.
Die Gäste aus Kaltenkirchen, die das Stadion an der Lohmühle aus dem verlorenen Pokalfinale von 2025 (1:2) noch in schmerzhafter Erinnerung hatten, fanden über die gesamte erste Halbzeit kaum Zugriff auf das Spiel. Der VfB kombinierte sich immer wieder gefährlich durch die gegnerischen Reihen, wobei Felix Mandl in der 27. Minute das 2:0 nachlegte. Der erfrischende Auftritt in den ersten Minuten des VfB führte vor der Pause noch zu weiteren guten Gelegenheiten durch Daouda Beleme und Mandl.
Dominanz, Platzverweis und der späte Schlusspunkt
Nach dem Seitenwechsel knüpfte Lübeck nahtlos an die Leistung an. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff schnürte Mandl per Kopf nach einer Kankowski-Ecke seinen Doppelpack zum 3:0. Die Vorentscheidung schien gefallen, doch das Spiel nahm in der 62. Minute eine unerwartete Wendung, als ein abgefälschter Schuss von Jonas Hinz – unglücklicherweise durch Deniz Yilmaz ins eigene Netz abgefälscht – zum 3:1 einschlug.

Als der neue VfB-Verteidiger Yilmaz sieben Minuten später wegen eines groben Foulspiels an Jonas Jeschke die Rote Karte sah, musste der Favorit die Schlussphase in Unterzahl überstehen. Der VfB verwaltete das Ergebnis jedoch routiniert und ließ keine wirkliche Aufholjagd der Gäste zu. Den Schlusspunkt setzte schließlich der eingewechselte Lennard Heiduck, der in der vierten Minute der Nachspielzeit den gegnerischen Torwart umkurvte und den 4:1-Endstand markierte.
Erster Pflichtsieg für Kevin Rodewald
Für den neuen Cheftrainer Kevin Rodewald war es ein Einstand nach Maß. Während der VfB Lübeck nun konzentriert auf das Viertelfinale gegen den Heider SV blickt – die den TSB Flensburg deutlich mit 6:1 ausschalteten –, liegt der Fokus auch voll auf dem bevorstehenden Regionalliga-Start Anfang August.
Der Sieg gegen die Kaltenkirchener TS war für die neu formierte Elf ein wichtiger Test unter Wettbewerbsbedingungen. Auch wenn die Chancenverwertung phasenweise noch Luft nach oben ließ und die Rote Karte gegen Yilmaz einen bitteren Nachgeschmack hinterließ, war das Fazit der sportlichen Führung positiv.
- VfB Lübeck: Böhmker – Dittrich (75. Grimm), Jeschonek, Yilmaz, Thiel – Karimani (46. Ulrich), Kankowski, Pfundheller – Mandl (63. Amadi), Ajkic (87. Heiduck), Beleme (63. Appiah).
- Trainer: Kevin Rodewald
- Kaltenkirchener TS: Adler – Eising, Mügge, Böttcher, Lennart Pietsch (46. G. Güvenir) – T. Güvenir (85. Siemßen) – Spreitzer (58. Gutovsky), Hinz, Malte Pietsch, Glissmann (64. Jeschke) – Goldmann (46. Zimmermann).
- Trainer: Martin Genz
- Schiedsrichter: Simon Pieper (SV Schleswig 06)
- Assistenten: Johannes Karl Kowalewski, Mats Caspar Stahlberg)
- Zuschauer: 1.460
- Rote Karte: Deniz Yilmaz (68., VfB)
- Tore: 1:0 Dardan Karimani (10.), 2:0 Felix Mandl (27.), 3:0 Felix Mandl (48.), 3:1 Deniz Hasan Yilmaz (62., Eigentor), 4:1 Lennard Heiduck (90.+4)
