Kilia Kiel siegt souverän 5:1 beim Pokal-Neuling Elmenhorst

von Ismail Yesilyurt

Das 1-0 durch Marc Schwabe bringt Kilia Kiel auf Flughöhe Viertelfinale im Landespokal. © 2026 Ismail Yesilyurt


Der FC Kilia Kiel ist erfolgreich in den SHFV-LOTTO-Pokal gestartet. Gegen den Verbandsligisten SIG Elmenhorst, der erstmals in seiner Vereinsgeschichte an diesem Landeswettbewerb teilnahm, setzten sich die Landeshauptstädter mit 5:1 (3:0) durch. Während Kiel seine spielerische Klasse nach mühsamen Beginn über weite Strecken unter Beweis stellte, verkaufte sich der Gastgeber trotz personeller Engpässe teuer.

Kilia findet nach Anlaufschwierigkeiten in die Spur

Die Gäste aus Kiel kamen bei ihrer Reise in den Kreis Herzogtum Lauenburg zunächst nur schwer in die Partie. Kilia-Co-Trainer Michel Witt analysierte: „Wir sind sehr schleppend ins Spiel gekommen, haben die ersten zehn Minuten so ein bisschen gebraucht, um uns Chancen herauszuspielen. War ein sehr, sehr kleiner Sportplatz, dementsprechend war es sehr, sehr eng.“

Gegen die tief stehende SIG-Defensive dauerte es bis zur 28. Minute, ehe der Bann durch Marc Schwabe brach. Bis zur Pause stellten Selim Cetintürk (40.) mit seinem Pflichtspiel-Debüt und Drilon Trepca (44.) auf ein beruhigendes 3:0. „Dann haben wir das Spiel eigentlich komplett im Griff“, so Witt weiter. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Lucas Groß auf 4:0, bevor die Elmenhorster für einen der wenigen Höhepunkte aus ihrer Sicht sorgten: Erik Wolter tankte sich nach einem individuellen Fehler in der Kieler Defensive durch und erzielte den Ehrentreffer (75.). Den Schlusspunkt setzte Trepca per Strafstoß zum 5:1-Endstand.

Gutes Elmenhorst trotz Niederlage stolz auf Leistung

Für die SIG Elmenhorst, die durch den Kreispokalsieg gegen Grün-Weiß Siebenbäumen in diesen Wettbewerb eingezogen war, war die Partie trotz des deutlichen Ergebnisses ein Erfolg. Trainer Joshua Zander zeigte sich zufrieden: „Wir können da sehr zufrieden mit unserer Leistung sein. Kilia gewinnt absolut verdient, aber wir haben es halt auch sehr, sehr gut verteidigt.“

Auf Co-Trainer Michel Witt (li., Kilia Kiel) und Harry Witt (Sportlicher Leiter) wartet im Viertelfinale mit Weiche Flensburg ein interessanter Vergleich. © 2026 Ismail Yesilyurt
Auf Co-Trainer Michel Witt (li., Kilia Kiel) und Harry Witt (Sportlicher Leiter) wartet im Viertelfinale mit Weiche Flensburg ein interessanter Vergleich. © 2026 Ismail Yesilyurt

Die schwierige Vorbereitungszeit, die maßgeblich durch die Urlaubszeit und das Fehlen einiger Stammkräfte geprägt war, hielt den Trainer nicht davon ab, einen klaren Plan zu verfolgen. „Wir wollten uns etwas tiefer stellen und auf diese Umschaltmomente setzen. Das ist eigentlich ganz gut aufgegangen“, resümierte Zander, dessen Team zudem vor dem 0:4 durch einen gehaltenen Elfmeter von Kilia-Keeper Tom Pachulski gegen Mike Veenma das 1:3 verpasste.

Kilia im Pokalfieber

„Am Ende des Tages Pflichtaufgabe erfüllt, in der Höhe verdient gewonnen“, bilanzierte Michel Witt den Auftritt der deutlich verjüngten und „hungrigen“ Kilia-Truppe. Der Fokus richtet sich bei den Kielern nun bereits auf das Achtelfinale am kommenden Samstag. Dort wartet mit Weiche Flensburg ein Regionalligist. Witt blickt dem Duell erwartungsvoll entgegen: „Das wird ein komplett anderes Spiel, in dem wir der Außenseiter sind. Diese Rolle nehmen wir aber gerne an.“

Stimmen zum Spiel

Michel Witt (Co-Trainer Kilia Kiel)
Joshua Zander (Trainer SIG Elmenhorst)
  • S.I.G. Elmenhorst: Ben Möller – Tyll Mohr, Maximilian Hanich (76. Janis Lange), Mike Veenma, Haroun Yahyaoui – Lukas Born, Nicolas Eich (59. Robin Hoffmann), Maik Gaus (76. Julius Schulz), Erik Wolter (76. Felix Siemers), Lennox Lemke – Niclas Rau (42. Aaron Willers).
  • Trainer: Joshua Zander
  • FC Kilia Kiel: Tom Pachulski – Yannik Jakubowski, Ove Witt, Paul Meseberg – Selim Cetintürk (60. Felix Niebergall) – Drilon Trepca, Luca Senger, Tino Klein (46. Kevin Kortum), Marvin Müller (57. Hussein Sharba) – Lucas Groß (74. Seymen-Ahmet Ködörgü), Marc Schwabe (78. Eren Özdemir).
  • Trainer: Nicola Soranno.
  • Schiedsrichter: Khaled El-Rifai (VfL Bad Schwartau)
  • Assistenten: Tim Hohmann, Ole Matthias Kniese
  • Zuschauer: 130
  • Bes. Vorkommn.: Tom Pachulski (Kilia) hält Elfmeter von Mike Veenma (66.)
  • Tore: 0:1 Marc Schwabe (28.), 0:2 Selim Cetintürk (40.), 0:3 Drilon Trepca (44.), 0:4 Lucas Groß (67.), 1:4 Erik Wolter (75.), 1:5 Drilon Trepca (79., Strafstoß)

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