Führt Mirko Boland als unverzichtbarer Leader Deathfield zurück in die Regionalliga? © 2026 Olaf Wegerich
Trotz der ernüchternden 3:5-Klatsche im zweiten Spiel der Aufstiegsrelegation zur Regionalliga Nord beim Eimsbütteler TV hat der Oberligameister SV Todesfelde noch alle Trümpfe in der Hand. Um den Sprung in die Regionalliga noch zu packen, ist am Sonntag um 14.00 Uhr im abschließenden Spiel gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder auf neutralem Platz in Bremen-Oberneuland jedoch dringend ein Sieg vonnöten, um den Traum vom direkten Wiederaufstieg in die vierthöchste deutsche Spielklasse Realität werden zu lassen.
Viele Rechenspiele – aber Tofe entscheidet sein eigenes Schicksal
Im zweiten Spiel trifft der punktgleiche Blumenthaler SV auf neutralem Platz in Heeslingen auf den Eimsbütteler TV, der sich sogar eine Niederlage mit drei Toren Unterschied gegen die Bremer erlauben kann. Aber nicht noch einmal darf sich „Deathfield“ so löchrig in der Defensive präsentieren, wenn das große Ziel Aufstieg in die Regionalliga erreicht werden soll. Es könnte sogar eine knappe Niederlage oder auch ein Punktgewinn für Todesfelde reichen …
Nachdem die Mannschaft von Trainer Björn Sörensen in den letzten acht Ligaspielen noch ohne Gegentor geblieben war, zeigte sich der Oberligameister im Stadion „Hoheluft“ am Mittwochabend auf dem ungewohnten Hamburger Kunstrasen vor allem in der ersten Hälfte gegen den Vizemeister der Hansestadt mehrfach überfordert und kassierte kaum für möglich gehaltene Gegentore.
Bleibt zu hoffen, dass es sich dabei um einen einmaligen Ausrutscher gehandelt hat, denn die gute Abwehr war auch im ersten Regionalligajahr der Segeberger das Prunkstück.

Abwehrchef Christian Rave findet deutliche Worte
Tofe-Abwehrchef Christian Rave stellte sich nach der schmerzhaften Niederlage und fand gegenüber YOUKICK deutliche Worte: „Wir sind natürlich brutal enttäuscht nach dem Spiel am Mittwoch. ETV hat eine sehr gute Mannschaft mit richtig offensiver Power, und da haben wir es in der ersten Halbzeit leider in ein paar Aktionen nicht ganz so gut gemacht. In der zweiten Halbzeit sind wir trotz weiterer Rückschläge aber immer drangeblieben und haben als Team immer an uns geglaubt. Für den neutralen Zuschauer war das beste Fußballwerbung. Ein offener Schlagabtausch. Für die Verliererseite ist es dann natürlich überhaupt nicht schön, aber keiner macht Fehler mit Absicht, und leider gehören Fehler zum Fußball dazu, die bitter bestraft worden sind. Man muss in solchen Spielen erst einmal selbst auf dem Platz gestanden haben, um überhaupt bewerten zu können, wie sich was in welchem Moment anfühlt. Das können Dritte leider nicht immer so gut bewerten.“
„Schon Sonntag steigen wir wieder in den Ring zum nächsten Fight“
Dennoch ist bei Rave keine Spur von Resignation zu spüren, denn die Mannschaft von Trainer Björn Sörensen ist immer noch in einer guten Ausgangsposition und der Blick nach vorne gerichtet. „Es bringt auch gar nichts, da jetzt irgendwie draufzuhauen. Schon Sonntag steigen wir wieder in den Ring zum nächsten Fight, und wir werden bereit sein. Wir sind da innerhalb der Mannschaft und des Trainer-/Staffteams ganz eng und halten zusammen.“
Enttäuschende Aufstiegsrunde für Germania Egestorf-Langreder
Für den 1. FC Germania Egestorf-Langreder, der erst am letzten Spieltag der Oberliga Niedersachsen den TuS Heeslingen vom zweiten Tabellenplatz verdrängen konnte, verlief die bisherige Aufstiegsrunde maximal enttäuschend. Nach dem ernüchternden 1:4 vor heimischem Publikum gegen den Eimsbütteler TV zum Auftakt setzte es am Mittwoch eine bittere 2:3-Niederlage in doppelter Unterzahl beim Blumenthaler SV. Dabei erzielten die Bremer den entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit.
Die theoretische Restchance der Niedersachsen
Dennoch besteht eine Restchance auf den Aufstieg. Wenn die Niedersachsen in Todesfelde mit zwei Toren Unterschied gewinnen und beim angesetzten Elfmeterschießen siegreich sind, dann steigt man auf. Bei einem Sieg mit drei Toren Unterschied oder mehr ist die Germania in der Regionalliga Nord. In beiden Fällen vorausgesetzt, dass Eimsbüttel gegen Blumenthal den Sieg holt.
