Maximilian Musci hier gegen Killian Pingel vom MTSV Hohenwestedt. © 2023 Olaf Wegerich
Für Max Musci und den SV Todesfelde heißt es am Sonntag Abschied nehmen. Den erst 25-jährigen gebürtigen Hamburger zieht es aus beruflichen Gründen wieder in die Hansestadt. Dort wird er sich dem sehr ambitionierten Oberligisten SC Victoria anschließen.
In seinem letzten Spiel für den Oberligameister SV Todesfelde am kommenden Sonntag gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder kann Musci zusammen mit seinem Team noch Großes erreichen, denn der Wiederaufstieg in die Regionalliga Nord ist das erklärte Ziel. Wie bedeutsam der Aufstieg auch für ihn persönlich ist, stellte der stets zuverlässige und vielseitige Deutsch-Italiener in einem Gespräch mit YOUKICK noch einmal heraus.
„Das bedeutet mir natürlich extrem viel. Die drei Jahre, die ich dort hatte, waren wirklich eine schöne Zeit, und die möchte ich natürlich mit dem bestmöglichen Ende krönen. Auch wenn es für mich persönlich nicht relevant ist, würde ich es mir für die Jungs und den Verein sehr wünschen. Deswegen freue ich mich auf das Spiel am Sonntag und bin zuversichtlich, dass wir das ziehen.“
Erfolgreiche Jahre mit Björn Sörensen
Vor allem mit Trainer Björn Sörensen verbindet Max Musci eine lange gemeinsame und überaus erfolgreiche Zeit. Unter Sörensen reifte der TSV Bordesholm nach dem Wiederaufstieg zu einer guten Adresse in der Flens-Oberliga, und Max Musci war einer der Topspieler. 2023 fanden beide gemeinsam den Weg in den Joda-Sportpark und schafften auf Anhieb den Sprung in die Regionalliga.
„Mit Björn habe ich insgesamt sechs Jahre zusammengearbeitet. Drei in Bordesholm und drei in Todesfelde. Das war eine super Zeit. Er ist ein Top-Trainer, aber auch als Mensch ein Top-Typ. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Generell war auch die Zeit bei Tofe top: alles überragende Jungs, Mitspieler und Staff-Mitglieder. Wir haben dort drei sehr erfolgreiche Jahre gehabt. Einmal aufgestiegen, Regionalliga gespielt. Auch da haben wir uns aus meiner Sicht nicht schlecht geschlagen, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat. Jetzt sind wir zumindest wieder Meister geworden, zweimal im Landespokalfinale gewesen und hoffentlich gelingt nun der zweite Aufstieg. Insofern waren das tolle Jahre.“

Auch menschlich ein großer Verlust
Auch in der Mannschaft wiegt der Abgang von Max Musci schwer, denn der Volljurist hat nicht nur auf dem Platz außergewöhnliche Qualitäten nachgewiesen, sondern auch Eigenschaften, die für ein funktionierendes Teamgefüge unverzichtbar sind, wie sein Mitspieler Christian Rave hervorhebt.
„Der Abgang von Musi schmerzt sowohl menschlich als auch sportlich. Ich habe ja quasi die letzten drei Jahre neben ihm gespielt, und wir konnten uns immer aufeinander verlassen. Ich werde seinen Siegeswillen und Kampfgeist sehr vermissen. Zum Ende entpuppt er sich auch noch als Torjäger. Das zeigt einfach seine vielfältigen Qualitäten. Er war immer da und gefühlt auch nie verletzt.
Neben dem Platz ist er ein ganz ausgeglichener Typ, mit dem sich einfach jeder gut versteht, der auch gern mal einen Mannschaftsabend organisiert oder für einen Schnack zu jedem Thema zu haben ist. Ein geiler Charakter. Schlau und sehr zuverlässig.“
