Sehr intensives und temporeiches 1:1 zwischen SH-Topteams Kilia und Todesfelde

von Ismail Yesilyurt

Marc Schwabe (Kilia Kiel) wird hier von Ben Jablonski (SV Todesfelde) regelwidrig zu Fall gebracht. © 2026 Ismail Yesilyurt


In einem hochintensiven und rasanten Vorbereitungstest haben sich der Oberligist FC Kilia Kiel und der Regionalliga-Aufsteiger SV Todesfelde mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Während die Gäste aus Todesfelde über weite Strecken die reifere Spielanlage zeigten, bot das Duell auf dem Kilia-Kunstrasen beiden Trainern wertvolle Erkenntnisse im Hinblick auf den baldigen Saisonstart.

Kilia Kiel testet personelle Alternativen

Kiels Co-Trainer Michel Witt, der Nicola Soranno an der Seitenlinie vertrat, nutzte die Partie für diverse Experimente. „Haben schon das eine oder andere ausprobiert, Spieler auf Positionen spielen lassen, die sie eigentlich nicht so gewohnt waren“, erklärte Witt. Trotz guter Anfangsphase und Möglichkeiten – darunter ein Lattentreffer von Marc Schwabe – geriet Kilia „durch einen individuellen Fehler von uns, den Todesfelde gut ausnutzt“.

Lucas Groß (Kilia Kiel) versucht, Benny Soares (SV Todesfelde) den Ball abzujagen. © 2026 Ismail Yesilyurt
Lucas Groß (Kilia Kiel) versucht, Benny Soares (SV Todesfelde) den Ball abzujagen. © 2026 Ismail Yesilyurt

Nach der Pause kam Kilia schnell zum Ausgleich. Nach einer gelungenen Aktion von Drilon Trepca schob der eingewechselte Felix Niebergall in der 48. Minute zum Ausgleich ein. Witt lobte besonders den späten Spielverlauf, in dem eine „junge Truppe“ mit einem Altersdurchschnitt von 19 Jahren auf dem Platz stand, die sich „sehr vernünftig“ aus der Affäre zog.

Todesfelde mit defensiver Stabilität

Der SV Todesfelde, der auf 13 Spieler verzichten musste und mit vier U23-Akteuren agierte, hinterließ einen geschlossenen Eindruck. „Wir haben sicherlich auch die Schwerpunkte, die wir uns vorgenommen haben, defensiv sauber stehen, eine gewisse Pressinghöhe haben, dann immer wieder ins Anlaufen kommen, schnelle Umschaltsituationen schaffen, erfüllt“, analysierte Cheftrainer Björn Sörensen.

Benjamin Petrick (SV Todesfelde) gegen Ove Witt (re., Kilia Kiel). © 2026 Ismail Yesilyurt
Benjamin Petrick (SV Todesfelde) gegen Ove Witt (re., Kilia Kiel). © 2026 Ismail Yesilyurt

Einziger Wermutstropfen war die mangelnde Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Sörensen bleibt jedoch entspannt: „Letzten Endes kommen wir ja in die Abschlusssituation und kommen in die Torchancen, weil wir halt vorher viele Dinge richtig machen. Und wenn wir jetzt da kommen, die auch effektiv zu nutzen, dann bin ich sehr positiv.“ Besonders bei Etienne Sohn, Neuzugang von Holstein Kiel II, klebte das Abschlusspech an den Schuhen.

Fazit: Intensiver Härtetest vor dem Pokal

Der Sieg der Gäste geht in Ordnung, da Todesfelde in der zweiten Halbzeit sehr stabil in der Defensive gegen die jungen Kilia-Wilden auftrat und auch von der Qualität und Quantität der Torchancen klar im Vorteil ist.
Auf Ebene der Spielanteile präsentieren beide Seiten ein sehr ausgeglichene Auseinandersetzung.

Szene aus dem Testspiel zwischen Kilia Kiel und SV Todesfelde. © 2026 Ismail Yesilyurt
Szene aus dem Testspiel zwischen Kilia Kiel und SV Todesfelde. © 2026 Ismail Yesilyurt

Für Kilia Kiel steht nun am Wochenende das Pflichtspiel im Landespokal in Elmenhorst an, bei dem man den Einzug in das Viertelfinale anstrebt. Für den SV Todesfelde war die Partie gegen Kilia der zweite harte Test innerhalb von 48 Stunden nach dem 1:0 bei Mecklenburg Schwerin – ein Kraftakt, der die mannschaftliche Geschlossenheit vor dem Regionalliga-Start weiter gefestigt haben dürfte. „Deathfield“ startet am 1. August mit einem Heimspiel gegen den FC St. Pauli II in seine zweite Regionalliga-Saison. Da man nicht im Landespokal vertreten ist (Niederlage im Finale gegen Phönix Lübeck), steht am Samstag ein Testspiel gegen den Oberligisten VfB Lübeck II auf dem Plan.

Stimmen zum Spiel

Björn Sörensen (Trainer SV Todesfelde)
Michel Witt (Co-Trainer Kilia Kiel)
  • FC Kilia Kiel: Nikolas Wulf – Yannik Jakubowski (62. Ivan Lytvynenko), Ove Witt, Paul Meseberg (71. Eren Özdemir), Kevin Kortum (46. Felix Niebergall) – Selim Cetintürk (62. Louis Drews) – Drilon Trepca (71. Ben Bauer), Luca Senger (46. Marcel Freund), Tino Klein (71. Seymen-Ahmet Ködörgü), Marvin Müller (46. Lucas Groß) – Marc Schwabe (78. Max Petersen).
  • Trainer: Michel Witt.
  • SV Todesfelde: Jarmain Ozuzu – Justin Cloppatt, Tyler Körting (66. Lasse Schwiemann), Moritz Achtenberg – Benny Soares, Ben Jablonski, Noel Denis – Benjamin Petrick, Cornel Barlikowski (66. Pawel Erfmann), Marco Drawz (66. Hendrik Holderbaum) – Etienne Sohn (66. Elias Jung).
  • Trainer: Björn Sörensen.
  • Schiedsrichter: Luca Sambill (VfB Lübeck).
  • Assistenten: Ole Andreas Schulz, Mats Stahlberg.
  • Zuschauer: 60.
  • Tore: 0:1 Marco Drawz (22.), 1:1 Felix Niebergall (48.).

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