„So geht es nicht“ – Heider SV unterliegt Husum mit 1:2

von Olaf Wegerich

Marwan Abduljabar (Heider SV) scheitert an Torhüter Bennit Rohloff (Husumer SV). © 2026 Volker Schlichting

Der Heider SV hat die Generalprobe vor dem Achtelfinale im SHFV-LOTTO-Pokal am kommenden Samstag gegen den TSB Flensburg verpatzt. Vier Tage vor dem Pokalspiel gegen die Fördestädter unterlag der Flens-Oberligist in einem Testspiel dem Landesligaaufsteiger Husumer SV nach einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung mit 1:2 (1:1).

Während die Gastgeber im ersten Durchgang zunächst noch einige gute Phasen für sich verbuchen konnten und nach einem Eckball von Mathis Harms durch einen Kopfballtreffer von Tarek von Böhlen (31.) sogar in Führung gegangen waren, gelang den Husumern noch vor der Pause durch den Ex-Heider Daouda Soumah (40.) mit einem Flachschuss in die linke untere Ecke der verdiente Ausgleich. Ein Gegentor, das sich angekündigt hatte, denn die Hintermannschaft des Oberligisten wirkte schon zuvor keinesfalls sattelfest.

Wer nach der Pause auf Besserung und mehr Dominanz der Gastgeber gehofft hatte, wurde enttäuscht. Offensiv blieb der Oberligist blass und defensiv weiter anfällig. So auch beim Husumer Siegtreffer im Anschluss an einen Eckball, als der Ball durchrutschte und Ferhat Dogan (83.) am zweiten Pfosten völlig unbedrängt zum 1:2-Siegtreffer einköpfte.

Nicht zum Einsatz kamen: Tanchak (verletzt), Gieseler (Aufbautraining), Selcuk (angeschlagen), Buchtmann, Storb, Arndt (Schonung), Lampros (Urlaub).

Lange verzichten muss der Heider SV auf Jannis Hinz. Er hatte sich im Testspiel gegen den Meiendorfer SV das vordere Kreuzband und den Innenmeniskus gerissen und soll zeitnah operiert werden.

Daouda Soumah (Husumer SV) im Zweikampf mit Mathis Harms (Heider SV). © 2026 Volker Schlichting
Daouda Soumah (Husumer SV) im Zweikampf mit Mathis Harms (Heider SV). © 2026 Volker Schlichting

Nach dem enttäuschenden Auftritt gegen den Husumer SV fand Heides Trainer Markus Wichmann deutliche Worte und beschönigte nichts.

„Das war nichts von vorne bis hinten. Die erste Halbzeit ging noch einigermaßen. Die zweite Halbzeit war weniger gut. Ich habe trotzdem viele Erkenntnisse gesammelt, aber mehr negative als positive. Da lasse ich auch keine Ausreden gelten. Das habe ich bereits nach dem Spiel angesprochen, und das werden wir auch am Donnerstag und Freitag im Training noch einmal ansprechen. So geht es nicht.“

Heides Geschäftsführer Hannes Nissen beschwichtigte derweil: „Das Ergebnis hat für mich keinerlei Relevanz. Wir wissen, dass wir Themen haben. Das ist auch ganz normal, und daran werden wir arbeiten. Ich bin nicht beunruhigt. Die Mannschaft wird am Samstag einen starken Auftritt liefern, da bin ich mir sicher.“

Auch gegen unterklassige Gegner wie Meiendorf und den Husumer SV bleibt der Oberligist anfällig für reichlich Gegentore. Allein fünf in den letzten beiden Testspielen. Noch ist zwar ausreichend Zeit bis zum Ligastart, um die Baustellen zu beheben, aber schon gegen den TSB Flensburg ist eine deutliche Leistungssteigerung vonnöten, um nicht schon im Achtelfinale des SHFV-LOTTO-Pokals die Segel zu streichen.

Ein Weiterkommen wäre sowohl sportlich als auch finanziell sehr lukrativ, denn in der nächsten Runde winkt dem Sieger erneut ein Heimspiel gegen den Gewinner der Partie zwischen dem Regionalligisten VfB Lübeck und dem Oberligisten Kaltenkirchener TS.

Ein Schussversuch von Thede Reimers (Heider SV) wird von Raghib Hasan (Husumer SV) geblockt. © 2026 Volker Schlichting
Ein Schussversuch von Tarek von Böhlen (Heider SV) wird von Raghib Hasan (Husumer SV) geblockt. © 2026 Volker Schlichting
  • Heider SV: Lorenz (46. Thomsen) – Busch, Wichmann (46. Kroeger), Neelsen, von Böhlen – Boukara, Reimers (70. Abdelrahman) – Wolf (70. Dreyer), Harms (59. Fleige), Abduljabar – Kieselbach.
  • Trainer: Markus Wichmann.
    Husumer SV: Bennit Rohloff – Johan Tade Siebels, Hawas Hasan (84. David Petersen), Saleh Beko (65. Ferhat Dogan), Hannes Backsen, Leven Jensen (65. Kim-Marwin Martensen), Kevin Knoll, Tjerk Elian Hansen, Daouda Soumah (84. Michael Pavlenok), Raghib Hasan, Islam Baouche (46. Flemming Westensee).
  • Trainer: Michael Schmidt.
  • Schiedsrichter: Jannik Romahn (SV Hemmingstedt).
  • Assistenten: Tjark Schröder und Dennis Martens.
  • Tore: 1:0 Tarek von Böhlen (31.), 1:1 Daouda Soumah (40.), 1:2 Ferhat Dogan (83.).

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