VfB Lübeck dreht nach der Pause auf: 4:0-Sieg gegen Mecklenburg Schwerin

von Ismail Yesilyurt

Marvin Thiel (VfB Lübeck) macht nach seiner Einwechselung ordentlich Dampf. © 2025 Olaf Wegerich


Der VfB Lübeck hat die nächste Etappe seiner Sommervorbereitung erfolgreich gemeistert. Nach einer ausgeglichenen und weitgehend chancenarmen ersten Halbzeit präsentierte sich die Mannschaft von Cheftrainer Kevin Rodewald am Mittwochabend gegen den FC Mecklenburg Schwerin im zweiten Durchgang deutlich zielstrebiger und sicherte sich einen verdienten 4:0-Sieg (0:0).

Zäher Beginn ohne Höhepunkte

Die Partie auf dem Trainingsplatz 1 der Lohmühle begann schleppend. Beide Mannschaften neutralisierten sich in den ersten 45 Minuten weitgehend im Mittelfeld. Klare Torchancen waren Mangelware, und keines der beiden Teams konnte sich ein spielerisches Übergewicht erarbeiten, sodass der torlose Pausenstand das logische Ergebnis einer ereignisarmen ersten Hälfte war. Zur zweiten Halbzeit brachte Rodewald mit Ismaël François Bos einen neuen Schlussmann für Louis Siefert.

Leistungssteigerung und taktische Flexibilität

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie merklich an Fahrt auf. Zwar musste Keeper Bos in der 59. Minute bei einer starken Parade gegen die Gäste aus Mecklenburg Schwerin den Rückstand verhindern, doch nur eine Minute später vollzog Trainer Rodewald ein nahezu komplettes Wechselkontingent. Acht frische Akteure kamen auf den Platz, und das sollte sich unmittelbar auszahlen.

Mit der erhöhten Intensität und dem frischen Personal gewann das Lübecker Spiel deutlich an Tempo und Präzision. In der 70. Minute brach der Bann: Rückkehrer Daouda Beleme wurde im Strafraum regelwidrig gestoppt und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst eiskalt zur 1:0-Führung.

Lübecker Doppelschlag sorgt für die Entscheidung

Nur 120 Sekunden nach der Führung erhöhte Ramiz Demir mit einem präzisen flachen Abschluss auf 2:0. Der VfB hatte sich nun freigeschwommen: In der 76. Minute krönte Marvin Thiel eine starke Vorarbeit von Beleme mit dem Treffer zum 3:0. Den Schlusspunkt unter einen insgesamt erfolgreichen Test setzte Dardan Karimani in der 89. Minute, als er einen weiteren, durch Felix Mandl herausgeholten Strafstoß souverän zum 4:0-Endstand verwandelte.

Nach diesem zähen und mühsamen, aber letztendlich überzeugenden Erfolg kann Cheftrainer Rodewald auf die gelungene zweite Halbzeit aufbauen.

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