Spitzenreiter TSB hält Verfolger Eckernförde beim 0:0 auf Distanz

von Olaf Wegerich

Goalgetter Melf Siemund (TSB Flensburg) im Tanzmodus gegen Julian Zülsdorff (li., Eckernförder SV). © 2026 Jacqueline Röder


Punkteteilung im Duell der Oberligaabsteiger. Der souveräne Tabellenführer TSB Flensburg und der Eckernförder SV trennen sich in einem vor allem in der ersten Hälfte sehr unterhaltsamen Spitzenspiel torlos. Damit hat der TSB acht Spieltage vor Saisonende weiter 17 Punkte Vorsprung vor dem ESV, der noch ein Nachholspiel auszutragen hat.

TSB entfacht mächtig Druck

Vor allem im ersten Durchgang machen die Gastgeber mächtig Dampf und schnüren die Gäste in deren Hälfte ein. Dabei kann sich die Mannschaft von Trainer Tore Wächter eine Vielzahl an hochkarätigen Torchancen herausspielen.

Großchancen bleiben ungenutzt

Riesenpech hat der TSB, als Lennart Steiner mit einem Lupfer aus gut 35 Metern nur die Latte trifft und Patrick Thomsen wenig später am Pfosten scheitert.

In einer guten Landesligapartie, die vor allem im ersten Durchgang phasenweise Oberliga-Niveau erreichte, erspielte sich der dominante TSB weitere Großchancen und scheiterte wiederholt freistehend vor ESV-Torhüter Lauritz Sievers, der seine Farben gegen Schlingmann und Kwame vor einem möglichen Rückstand bewahrte.

Lauritz Sievers (Eckernförder SV) boxt den Ball aus der Gefahrenzone. © 2026 Jacqueline Röder
Lauritz Sievers (Eckernförder SV) boxt den Ball aus der Gefahrenzone. © 2026 Jacqueline Röder

Das veranlasste dann auch den TSB-Coach zu der Feststellung: „Das, was wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben, gehört mit zu dem Besten, was wir in dieser Saison gezeigt haben.“

Gästetrainer Maik Haberlag hingegen machte andere Gründe für die Kräfteverhältnisse in den ersten 45 Minuten aus: „Wir hatten uns Matchpläne überlegt, aber die waren so nicht umzusetzen. Wir wollten Fußball spielen, aber das war nicht möglich, weil der Platz sehr uneben und tief war.“

Zweite Hälfte ohne große Höhepunkte

In der zweiten Hälfte beruhigte sich das Spiel merklich, und die Gäste kamen auch deutlich besser ins Spiel. „Wir mussten dem Aufwand, den wir betrieben haben, und den Bodenverhältnissen ein Stück weit Tribut zollen“, räumte Wächter ein und sah eine Mannschaft „nicht mehr so zwingend“.

Dennoch agierte der TSB weiterhin sehr konzentriert und organisiert, ohne dabei noch einmal selbst gefährlich zu werden.

Bennet Kwame (TSB Flensburg) gegen Malte Clausen (li., Eckernförder SV). © 2026 Jacqueline Röder
Bennet Kwame (TSB Flensburg) gegen Malte Clausen (li., Eckernförder SV). © 2026 Jacqueline Röder

Jetzt war es der ESV, der durch Jannes Mohr zu einer Großchance kam, doch dessen Freistoß verfehlte knapp das Tor.

ESV reklamiert Elfer

Zudem gab es aus Eckernförder Sicht zwei strittige Situationen, als Nils Woelki und Julian Zülsdorff im Strafraum zu Fall kamen, Schiedsrichter Mats-Bennet Stankat in dem sehr fairen Spiel aber kein Foulspiel ausmachen konnte.

Stimmen zum Spiel

Trainer Tore Wächter (TSB Flensburg):
„Mit dem Unentschieden können wir gut leben. Wir haben einen Verfolger auf Distanz gehalten. In der zweiten Hälfte haben sich beide Mannschaften weitestgehend neutralisiert. Wir sind dann auch nicht mehr all-in gegangen.“

Trainer Maik Haberlag (Eckernförder SV):
„Die erste Halbzeit geht ganz klar an den TSB aufgrund der Vielzahl an Torchancen. Da können wir von Glück reden, dass es am Ende 0:0 stand. In der zweiten Halbzeit hatten wir deutlich mehr vom Spiel. Im Hinspiel waren wir besser und verlieren das Spiel. Aufgrund der besseren Chancen war heute der TSB ein Stück besser. Wir dürfen mit dem Punkt zufrieden sein, auch mit Blick auf die anderen Ergebnisse.“

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