Torspektakel beim 5:3 zwischen dem PSV und OSV – Nohns schnürt Dreierpack

von Olaf Wegerich

Ben Luca Nohns vom PSV Neumünster erzielte drei Treffer gegen Oldenburg. © 2025 Olaf Wegerich

Torfestival an der Stettiner Straße in Neumünster: Zum Saisonausklang lässt es der PSV Neumünster noch einmal so richtig krachen und besiegt den Oldenburger SV in einer unterhaltsamen Partie mit 5:3 (4:1). Drei Treffer von Ben Luca Nohns und zwei weitere von Tim Möller prägten einen unterhaltsamen Fußballnachmittag, an dem beide Abwehrreihen Schwächen offenbarten. Mit zuletzt drei Siegen in Serie schafft der PSV einen gelungenen Saisonabschluss und klettert auf den 7. Platz. Oldenburg beendet die Saison mit drei Niederlagen und rutscht auf den 13. Platz ab.

Jung trifft nach vier Minuten

Für die Gäste aus Ostholstein begann das Spiel verheißungsvoll. Nach einem Konter traf Daniel Junge (4.) zur frühen Führung.

Wenig später hatte Freddy Kaps bereits den Ball an PSV-Torhüter Adrian Weiß vorbeigelegt, wurde dann aber von einem Neumünsteraner zur Außenlinie abgedrängt, wo er zu Fall gebracht wurde. Für Gästetrainer Florian Stahl „eine klare Rote Karte“, wie er im Gespräch mit Youkick äußerte.

Möller mit dem Ausgleich

Aber die Antwort der Gastgeber kam prompt. Nach einer Balleroberung passte Meiko Werner in den Lauf von Tim Möller, der dann von der rechten Seite kommend mit einem Flachschuss aus gut 18 Metern den 1:1-Ausgleich erzielte.

Tim Möller erzielte 2 Tore in seinem letzten Heimspiel für den PSV. © 2026 Olaf Wegerich
Tim Möller erzielte 2 Tore in seinem letzten Heimspiel für den PSV. © 2026 Olaf Wegerich

Zwei Treffer von Nohns vor der Pause

Noch vor der Pause kassierten die Gäste zwei weitere Gegentore. Nach einem Freistoß von Til Küffner köpfte Ben Luca Nohns (36.) zum 2:1 ein.

Auch das dritte Tor des PSV wurde von Til Küffner mustergültig vorbereitet. Diesmal war es ein Eckball des 29-Jährigen, den Ben Luca Nohns (41.) zum 3:1 einköpfte.

Bei seiner Halbzeitansprache wurde OSV-Coach Florian Stahl deutlich: „Da gab es einen ordentlichen Einlauf von mir. Wir bekommen wieder ein typisches Oldenburg-Gegentor aus dem Nichts. Das sind alles individuelle Fehler, weil wir nicht aktiv verteidigen. Die Gegentore fallen nicht, weil wir taktische Fehler machen. Wir sind einfach nicht stabil genug.“

Möller mit dem vierten Treffer

Aber auch nach der Pause nutzten die Gastgeber gnadenlos die sich bietenden Torchancen. Beim 4:1 durch Tim Möller (52.) konnte Cedric Cordes im OSV-Tor zunächst einen Rückraumschuss von Tim Jansa parieren, ehe Möller aus gut elf Metern den Ball ins leere Tor einschob.

Wenig später konnte Daniel Junge (55.) mit seinem zweiten Treffer noch einmal auf 2:4 verkürzen.

Til Küffner bereite in seinem letzten Punktspiel für den PSV zwei Tore vor. 2026 Olaf Wegerich
Til Küffner bereite in seinem letzten Punktspiel für den PSV zwei Tore vor. 2026 Olaf Wegerich

Nohns erzielt dritten Treffer

Doch die Freude über den Anschlusstreffer währte nicht lange. Beim fünften Treffer scheiterte zunächst Timo Barendt am Oldenburger Torhüter, ehe Ben Luca Nohns (57.) mit dem Rücken zum Tor den Ball annahm, eine kurze Drehung vollzog und dann ins verwaiste Tor zum 5:2 traf.

Werner sieht Ampelkarte

In der 63. Minute sah Meiko Werner vom PSV nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.

Die Gäste bekamen nun Oberwasser und hatten auch einige Freistöße in aussichtsreichen Positionen, die jedoch alle ihr Ziel verfehlten.

Lunau kann verkürzen

In einem wilden Spiel, in dem beide Abwehrreihen nicht ihren besten Tag erwischten, konnte der OSV nach einem Fehler im Aufbauspiel des PSV durch Heinrich Lunau (82.) noch einmal auf 3:5 verkürzen.

Stimmen zum Spiel

Trainer Florian Stahl (Oldenburger SV):
„Wir sind froh, die Klasse gehalten zu haben. Zuletzt haben wir von unserem Punktepolster gezehrt. Wir sind glücklich und froh, dass die Saison endlich vorbei ist. Die Saison war für uns sehr ereignisreich. In der Hinrunde hatten wir vier Rote Karten, einige krasse Niederlagen und einige Nebenkriegsschauplätze. Aber wir haben unser Hauptziel Klassenerhalt erreicht, haben es als einzige Mannschaft geschafft, den Meister aus Todesfelde zu besiegen, und wollen jetzt den Kreispokal gewinnen. Wir gehen sauber aus der Saison. Aber was ich unbedingt noch loswerden möchte: Es hat heute richtig Spaß gemacht, auf so einem geilen Rasen zu spielen. Ein ganz großes Lob an den Platzwart. Er kann gerne mal in Oldenburg vorbeikommen und uns zeigen, wie so etwas geht.“

Dennis Buthmann (Trainer PSV Neumünster)

30. Spieltag – Oberliga SH

Datum Begegnung Erg.
16.05.26 TSV Nordmark Satrup – VfR Neumünster 2:1
16.05.26 TuS Rotenhof – Holstein Kiel U23 II 0:2
16.05.26 FC Kilia Kiel – Inter Türkspor Kiel 2:1
16.05.26 Polizei SV Union Neumünster – Oldenburger SV 5:3
16.05.26 Eutin 08 – MTSV Hohenwestedt 0:3
16.05.26 SV Preußen Reinfeld – Kaltenkirchener TS 1:5
16.05.26 Heider SV – 1. FC Phönix Lübeck II 4:0
16.05.26 SV Eichede – SV Todesfelde 0:2

Tabelle Oberliga Schleswig-Holstein

Pos Verein Sp. Tore Pkt.
1 SV Todesfelde (Ab) 30 79:24 77
2 Holstein Kiel U23 II (Ab) 30 82:25 65
3 FC Kilia Kiel 30 86:37 59
4 SV Eichede 30 59:29 59
5 VfR Neumünster 30 61:55 50
6 Heider SV 30 59:58 47
7 Polizei SV Union Neumünster 30 68:62 44
8 1. FC Phönix Lübeck II (Auf) 30 65:68 42
9 TSV Nordmark Satrup 30 44:51 40
10 Kaltenkirchener Turnerschaft (Auf) 30 47:55 36
11 TuS Rotenhof 30 50:69 34
12 MTSV Hohenwestedt 30 48:64 29
13 Oldenburger SV 30 61:86 29
14 Eutin 08 30 32:65 27
15 Inter Türkspor Kiel (Auf) 30 31:77 20
16 SV Preußen Reinfeld 30 38:86 16

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