Hamze Muqaj (re., Holstein Kiel II) entscheidet das Spiel beim Eckernförder SV. © 2025 Ismail Yesilyurt
Die U23 von Holstein Kiel hat am 4. Spieltag einen am Ende sicheren und verdienten 3:0 (1:0)-Auswärtserfolg beim Eckernförder SV mit nach Hause mitgenommen. Während die Kieler über 90 Minuten durch spielerische Reife und Konzentration überzeugten, war das Spiel für den Aufsteiger aus Eckernförde von personellen Sorgen und einer taktischen Umstellung geprägt.
Kieler Frühstart ebnet den Weg
Bereits in der 6. Minute brachte Hamza Muqaj die hochfavorisierten Störche mit 1:0 in Führung. Der Traumtor-Torschütze, mit einer Volleyabnahme aus 20 Metern in den rechten oberen Giebel, erklärte nach der Partie auf der Vereins-Homepage: „Weil ich Till als Absicherung hinter mir hatte, kam ich immer wieder in Situationen wie bei meinem ersten Tor. Den wollte ich genau so nehmen.“ Holstein Kiel ließ in der Folge defensiv kaum etwas zu und kontrollierte das Spielgeschehen. Maximilian Apelt, der in der Abwehr überzeugte, betonte: „Gleichzeitig haben wir im Spielaufbau Geduld bewiesen und immer wieder gefährliche Bälle hinter die gegnerische Abwehrreihe schlagen.“
Wichtige ESV-Leistungsträger fehlen
Der Eckernförder SV musste bereits vor und während des Spiels mehrere bittere Ausfälle verkraften. So standen mit David Wagner, Philipp Helpling (geb.: Spohn), Luc Justen, Julian Zülsdorff, Ömer Dagtekin und Jannes Röschmann ein Großteil der Stammformation nicht auf der Liste vom Trainer Mamadou Sabaly. Zu allem Unglück meldete sich auch Sturmtank Nils Wölki nach der Aufwärmphase für das die Partie in der Oberliga-Schleswig-Holstein ab.

Sabaly, der kurzfristig umstellen musste, zeigte sich dennoch kämpferisch: „Deswegen war ein bisschen schwierig für mich, aber trotzdem haben meine Spieler auch gezeigt, die sind auch da und das war gut auch.“ Um dem Druck der Kieler standzuhalten, wechselte Sabaly nach einer Viertelstunde von einem 4-3-3 auf ein 3-5-2-System. Dem bis dato sehr guten Aufbauspiel der Störche konnte der Aufsteiger dadurch etwas mehr Paroli bieten.
Ein Kopfball von Ole Altendorf nach Flanke von Henrik Stöterau und eine Möglichkeit für Christian Peters gehörten zum Portfolio des ESV bei den Torchancen.
Hamza Muqajs Doppelpack ebnet endgültig Weg
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste das spielbestimmende Team. Erneut war es Hamza Muqaj, der in der 54. Minute auf 2:0 erhöhte. Für Holstein-Trainer Freddy Kaps war der Erfolg das Ergebnis konsequenter Arbeit: „Unter der Woche haben wir nochmal viel daran gearbeitet unsere Spielweise durchzusetzen: Viel Druck und Tiefgang nach vorne, noch besserer Zugriff in der Verteidigung. Das hat heute gut funktioniert.“
Zudem freute es ihn besonders, dass mit den Einwechselspielern Veit und Kjell zwei Akteure das 3:0 kreierten, was zeige, dass alle einen „wichtigen Teil zu unserem Erfolg beitragen“. Nach einem Ballverlust des ESV schaltete die Kieler schnell um. Nach einen schönen Pass von Veit Lückner in die Tiefe vollendete Kjell Knaak mit einem Abschluss aus dem Strafraum ins lange Eck.
Sabaly-Team noch in der Findungsphase
Auf Eckernförder Seite blickt neutrainer Sabaly trotz der Niederlage optimistisch nach vorne: „Wir werden noch mal weiterarbeiten, um in den nächsten Spiel Punkte zu sammeln.“ Sein Team sei zwar noch in der Findungsphase, aber er sei „zufrieden mit den Jungs“. Und gegen ein Team, dass unter professionellen Bedingungen trainiert und spielt, ist ein 0:3 gegen eines, wenn nicht das Topteam der Flens-Oberliga mit den schwierigen Voraussetzungen sowie als Neuling auch als ein kleiner Erfolg einzustufen.
- Eckernförder SV: Till Suhr – Johann Schneekloth (65. Ole Jeß), Malte Clausen (46. Timo Bamler), Jost-Bennet Andreas, Niklas Wolf – Ole Altendorf, Jannes Mohr (66. Mattis Voß), Jonas Kessel (46. Henrik Stoeterau) – Leon Apitz, Christian Peters, Rayan Hansen (29. Niclas Krause)
- Trainer: Mamadou Sabaly
- Holstein Kiel II: Henrie Müller-Kalthoff – Leland-Jordan Junge (86. Henrik Westphal), Malte Petersen, Maximilian Apelt, Jorden Winter (78. Veit Lückner) – Till Wiese (86. Felix Lüth) – Mark Monserrat (86. Felix Lüth), Kevin Hahn, Hamza Muqaj, Rene Guder – Kian Tack (68. Kjell Peeke Knaak)
- Trainer: Jan Frederik Kaps
- Schiedsrichter: Finn Dettmer (SV Adelby)
- Assistenten: Lutz Jessen, Thao-Vy Nguyen
- Tore: 0:1 Hamza Muqaj (6.), 0:2 Hamza Muqaj (54.), 0:3 Kjell Peeke Knaak (82.)
| Platz | Mannschaft | Sp | G | U | V | Tore | Diff | Pkt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | SC Rapid Lübeck | 3 | 3 | 0 | 0 | 9:4 | 5 | 9 |
| 2. | Holstein Kiel II | 4 | 2 | 1 | 1 | 12:6 | 6 | 7 |
| 3. | VfR Neumünster | 3 | 2 | 1 | 0 | 6:2 | 4 | 7 |
| 4. | FC Kilia Kiel | 3 | 2 | 1 | 0 | 8:5 | 3 | 7 |
| 5. | TSB Flensburg | 3 | 2 | 0 | 1 | 13:5 | 8 | 6 |
| 6. | 1.FC Phönix Lübeck II | 3 | 2 | 0 | 1 | 9:8 | 1 | 6 |
| 7. | TSV Nordmark Satrup | 3 | 2 | 0 | 1 | 8:7 | 1 | 6 |
| 8. | MTSV Hohenwestedt | 4 | 1 | 1 | 2 | 11:13 | -2 | 4 |
| 9. | Oldenburger SV | 3 | 1 | 1 | 1 | 7:9 | -2 | 4 |
| 9. | TuS Rotenhof | 3 | 1 | 1 | 1 | 7:9 | -2 | 4 |
| 11. | PSV Neumünster | 3 | 1 | 1 | 1 | 4:6 | -2 | 4 |
| 12. | Kaltenkirchener TS | 3 | 1 | 0 | 2 | 4:5 | -1 | 3 |
| 13. | Eckernförder SV | 4 | 1 | 0 | 3 | 7:10 | -3 | 3 |
| 14. | Heider SV | 3 | 1 | 0 | 2 | 5:10 | -5 | 3 |
| 15. | SV Eichede | 4 | 0 | 1 | 3 | 5:8 | -3 | 1 |
| 16. | VfB Lübeck II – U21 | 3 | 0 | 0 | 3 | 4:12 | -8 | 0 |
