Trainer Ismet Nac und sein Preetzer TSV haben am Freitagabend kein glückbringendes vierblättriges Kleeblatt gefunden © 2026 Ismail Yesilyurt
In einem hochdramatischen Verbandsliga-Duell hat der Preetzer TSV in letzter Sekunde einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand gegeben. Gegen den Suchsdorfer SV hieß es am Ende 2:2 (1:0), wobei die Gäste mit einer beeindruckenden Willensleistung in einer turbulenten Schlussphase noch einen Punkt entführten.
Preetz führt lange – Suchsdorf zeigt „totgesagte“ Moral
Die Partie begann intensiv, wobei Preetz die Spielkontrolle übernahm und sich zahlreiche Gelegenheiten erspielte. Bereits vor der Pause hätte der PTSV für klare Verhältnisse sorgen müssen. Preetz-Trainer Ismet Nac sah sein Team zunächst auf Kurs: „Wir hatten, glaub ich, ganz gut und intensives Spiel gesehen hier für Verbandsliga-Verhältnisse. Dann haben wir das 2:0 gemacht.“ Nach Florian Ziehmers Führung per Foulelfmeter (36.) erhöhte Felix Ziebell in der 80. Minute nach einem Standard auf 2:0.
Auf der Gegenseite hatte Suchsdorf-Trainer Dennis Guscinas zur Halbzeit noch große Sorgenfalten auf der Stirn: „Wir zeigen in der ersten Halbzeit ein ganz schlechtes Spiel. Da muss Preetz definitiv 2:0, 3:0 sogar in Führung gehen.“ Doch die Suchsdorfer gaben sich trotz des Rückstands nicht geschlagen und erhöhten in der Schlussphase das Risiko.

Platzverweis und spätes Comeback
Die Vorentscheidung zugunsten der Hausherren schien gefallen, bis sich das Spiel in der 90. Minute überschlug. Nach einem Gestocher im Sechzehner wurde ein Schuss an den Arm von Felix Ziebell abgefälscht. Schiedsrichter Lukas Klingelhöfer entschied auf Handelfmeter und zeigte Ziebell die Rote Karte.
„Ja, dann wird Felix Ziebell im Liegen, so hab ich es jedenfalls gesehen, aus ganz naher Distanz an den Arm geschossen, kriegt dafür die Rote Karte und Elfmeter“, schilderte Ismet Nac über die unübersichtliche Szene. Marcel Reinke verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:2 (90.+1), bevor Finn Wulbrandt in der vierten Minute der Nachspielzeit nach einem erneut stark herausgespielten Angriff den viel umjubelten 2:2-Ausgleich erzielte.

Guscinas freute sich über die Moral seiner Schützlinge: „Wir freuen uns natürlich total über den erlösenden Punkt in Preetz. Da haben wir, ja einiges für tun müssen am Ende, zwei Tore in vier Minuten.“ Während Suchsdorf mit fünf Punkten aus drei Spielen eine erfolgreiche englische Woche feierte, blieb für Preetz trotz der „bitteren“ Schlussphase das Lob des Trainers für eine intensive und gute Leistung gegen einen in der zweiten Halbzeit starken Gegner.
Stimmen zum Spiel
- Preetzer TSV: Fabian Klonikowski – Jan Tonn, Tristan Doege, Felix Ziebell, Daniel Kolbe – Enno Schulze, Kevin Beuck (85. Khalil Yakob), Florian Ziehmer (83. Jerome Rose), Moritz Danberg (74. Felix Kabus) – Jendrik Müller (86. Paul Rath), Phil Windmüller (70. Niklas Heisen)
- Trainer: Ismet Nac
- Suchsdorfer SV: Thore Peters – Edgar Borkowski (74. Lars Lübbehüsen), Jan Sellmer, Luis Mlinski, Benedikt Klose (46. Finn Wulbrandt) – Pelle Christiansen, Marcel Reinke, Torge Verner (88. Lasse Verner), Lennart Kliewe (46. Philip Hackethal) – Ole Sellmer, Johan Frerichs,
- Trainer: Dennis Guscinas
- Schiedsrichter: Lukas Klingelhöfer (Roter Stern Lübeck)
- Assistenten: Jan Dalitz, Louis Pfeil
- Rote Karte: Ziebell (90., Handspiel)
- Tore: 1:0 Florian Ziehmer (36., FE, 2:0 Felix Ziebell (80.), 2:1 Marcel Reinke (90.+1, HE), 2:2 Finn Wulbrandt (90.+4)
