Eine der wenigen Szenen in Hälfte eins, wo der MTV Dänischenhagen „zupackt“ – Christoph Kloss hat Marcel gaber (SVE Comet) im Griff. © 2026 Ismail Yesilyurt
Der SVE Comet Kiel hat am dritten Spieltag den ersten Dreier der Saison eingefahren. Beim ebenfalls noch sieglosen MTV Dänischenhagen setzte sich der Landesliga-Absteiger am Ende verdient mit 3:1 (2:0) durch. Auf dem ungewohnt engen Kunstrasenplatz dominierten die Gäste über weite Strecken das Geschehen, ließen nach einer komfortablen Führung jedoch phasenweise die nötige Konsequenz vermissen.
Comet dominiert die Anfangsphase und führt zur Pause
Von Beginn an übernahmen die Gäste aus Kiel die Spielkontrolle und drängten den Aufsteiger in die Defensive. Bereits in der 8. Minute schien der Führungstreffer gefallen zu sein, doch ein sehenswerter Fallrückzieher wurde wegen gefährlichen Spiels zurückgepfiffen. Nur drei Minuten später jubelten die Comet-Akteure dann aber regulär: Houari Messaoudi verwertete eine Offensivaktion zur 1:0-Führung (11.).
MTV Dänischenhagen mit Personalproblemen
„Umkämpftes, intensives Spiel auf sehr engem Kunstrasen in Dänischenhagen, sehr kleinem Platz, wo wir das Spiel von der ersten Minute an gut im Griff haben, uns Vielzahl an Torchancen herausspielen“, analysierte SVE-Trainer Nicklas Loose. Dänischenhagen fand offensiv kaum statt und leistete sich im Spielaufbau zu viele Fehler. In der 25. Minute gab es für die mit Personalproblemen angetretene Heimelf eine Ausgleichschance. Erst kann Keeper Lukas Losch einen Flachschuss, den viele schon drin gesehen hatten, abwehren. Der Ball kommt zurück und tanzt auf der Torlinie, ehe ein SVE-Spieler die Szene bereinigen kann.

Per Elfmeter, nach einem Foul von Max Benninghoff an Niklas Schmidt, erhöhte Marvin Petersen sicher auf 2:0 für die Gäste. Fast hätten sich die Kieler kurz vor dem Pausenpfiff durch ein Kommunikationsmissverständnis zwischen Torwart Lukas Losch und der Abwehr noch selbst ein Ei ins Nest gelegt. brachten den Vorsprung aber torlos in die Kabine.
Dänischenhagen wacht zu spät auf
Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Gäste den besseren Start. Direkt nach Wiederbeginn schlug Marvin Braun in der 49. Minute eiskalt zu und stellte auf 3:0. Dänischenhagens Trainer Henning Bolz, der nach der Halbzeit wieder auch selbst ran musste , erkannte die Schwächen seiner Elf in der ersten Hälfte offen an: „Wir haben heute 3:1 verloren. Und ja, ich sag mal, es stand 3:0 bis wir gemerkt haben, dass wir mit Körper spielen müssen. Also mit Zweikampf, mit sich reinhauen, mit Kommunikation und so weiter.“
Die Hausherren fanden erst ab der 50. Minute besser in die Zweikämpfe und stoppten die Dominanz der Kieler, bei denen vor allem Flügelspieler Niklas Schmidt immer wieder wie auch Marvin Braun auf der rechten Außenbahn gesucht wurde.

Durch einen Foulelfmeter von Max-Peter Andersen verkürzten die Gastgeber in der 58. Minute zwar auf 1:3, doch zu mehr reichte es trotz einer nun deutlich ausgeglicheneren Schlussphase nicht mehr. Nicklas Loose zeigte sich nach Abpfiff erleichtert: „Haben dann eine Phase, wo wir nicht gut sind, nicht präsent sind, gegen den Ball nicht griffig sind . Aber haben uns für eine gute Leistung, die wir auch schon in den ersten beiden Spielen hatten, nun dann auch endlich mit Punkten belohnen können.“
Stimmen zum Spiel
- MTV Dänischenhagen: Finn Joachim – Max Benninghoff, Ole Moikow (58. Jonah Riekers), Malte Ceynowa, Juan Spoerck Munoz (46. Henning Bolz) – Christoph Kloss, Tim Rosenbaum – Lasse Rittker (25. Björn Kastner), Max-Peter Andersen, Stian Sievers (58. Marc Petersen) – Moritz Schomburg
- Trainer: Henning Bolz
- SVE Comet Kiel: Lukas Losch – Marvin Petersen, Andre Kalbhenn, Janneck Rassmanns (85. Jan-Niklas Jendzurek), Felix Gesper – Marcel Gaber – Marvin Braun, Mouaad El Mangoug (46. Sandro-Riccardo Abdallah), Timm Bischoff, Niklas Schmidt – Houari Messaoudi (90.+1 Fynn Räder)
- Trainer: Nicklas Loose
- Schiedsrichter: Jan Mika Kröhnert (Holstein Kiel)
- Assistenten: Linus Otto, Steve Marquardt
- Zuschauer: 75
- Tore: 0:1 Houari Messaoudi (11.), 0:2 Marvin Petersen (31., FE), 0:3 Marvin Braun (49.), 1:3 Max-Peter Andersen (58., Strafstoß)
