Umkämpfter Härtetest: Probsteier SG bezwingt TSV Flintbek mit 4:2

von Ismail Yesilyurt

Corvin Rehder brachte den TSV Flintbek in Führung. © 2026 Ismail Yesilyurt


Die Probsteier SG, die zum Kreis der Meisterschaftsanwärter zählt, hat den Härtetest beim TSV Flintbek bestanden. In einer sehr umkämpften Partie „mit dem Messer zwischen den Zähnen“ gewinnt die PSG 4:2, nachdem man nach dem Seitenwechsel die eigenen spielerischen Qualitäten anzapft und auch die Überzahl nach knapp einer Stunde nach der Ampelkarte für Florian Wischnewski ausnutzt.

Besonders in der ersten Halbzeit gehen beide Seiten mit extremer Entschlossenheit, hoher Aggressivität und maximaler Kampfbereitschaft in das Duell. Die Zuschauer bekommen somit eine sehr interessante und zugleich ausgeglichene Partie präsentiert, die mit viel Pfeffer gewürzt ist. Auch die verbalen Zweikämpfe zwischen den Trainerbänken sind am Freitagabend von interessanter Natur für die alle Anwesenden.

Flintbeker Führung zur Pause nach intensivem Beginn

Die 1:0-Pausenführung für die engagierten Gastgeber war dabei durchaus verdient. Toke Koerner eroberte in der 41. Minute geschickt den Ball an der Grundlinie gegen Yasin Akbulut. Seine flache Hereingabe traf ein Mitspieler aus zentraler aussichtsreicher Position aus 7 Metern nicht voll. Doch das wird zur Vorlage Für Corvin Rehder, der am hinteren Pfosten aus dem Torraum einschießt zur Pausenführung. Die beste Möglichkeit für die Probsteier SG resultierte aus einem der weiten Flanken-Einwürfe von Ferhat Yurtseven. Das Fasteigentor von Dariush Sommerfeld, der den Ball im Torraum aufs eigene Gehäuse lenkte, wehrte gedankenschnell Keeper Tjark Klarmann zum Eckball. Zudem hatte noch Fynn-Niklas Nordheim (13.) nach Flanke von Toke Koerner das 1:0 auf dem Kopf. Flintbeks Neutrainer Stephan Mordhorst zeigte sich mit dem ersten Durchgang sehr zufrieden: „Sind gut im Spiel, haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“.

PSG dreht nach der Pause auf und nutzt Überzahl

Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt, da die Schönberger ihre taktische Linie wiederfanden. PSG-Neutrainer Jörg Ahrens analysierte kritisch: „Wir haben nach 10 Minuten komplett den Faden verloren und uns nicht mehr an den Matchplan gehalten. Wir haben die Halbzeit genutzt, alles anzusprechen und spielerisch wieder das Spiel an uns zu reißen“.

Mittelfeldduell zwischen Azem Mehanovic (li., Probsteier SG) und Dariush Sommerfeld (TSV Flintbek). © 2026 Ismail Yesilyurt
Mittelfeldduell zwischen Azem Mehanovic (li., Probsteier SG) und Dariush Sommerfeld (TSV Flintbek). © 2026 Ismail Yesilyurt

Stephan Mordhorst, der auf eine Handvoll an potentiellen Startelf-Kandidaten nicht zurückgreifen konnte, lobte trotz der Niederlage die Moral seines Teams: „Und dann, ja die ersten fünfzehn Minuten nach der Pause waren wir dann nicht mehr so griffig. Haben aber auch zu zehnt alles auf dem Platz gelassen und haben das eigentlich gut verteidigt.“

Der Ausgleichstreffer durch Ferhat Yurtseven in der 58. Minute leitete die Wende ein. Nur wenig später schwächten sich die Gastgeber durch eine Ampelkarte für Florian Wischnewski (61.) selbst. Die Gäste nutzten die Überzahl eiskalt aus: Azem Mehanovic (71.) und Jerik Willert (73.) schraubten das Ergebnis schnell auf 3:1 für die Probsteier hoch.

Spektakuläre Schlussphase und späte Entscheidung

Trotz Unterzahl und des Rückstands steckte der TSV Flintbek nicht auf. Jan Niklas Ratjen sorgte in der 77. Minute mit einem sehenswerten 40-Meter-Hammer über Torwart Thomas Bohrmann hinweg für den 2:3-Anschluss und neue Hoffnung. Den Schlusspunkt setzte jedoch der eingewechselte Robin Witt, der in der 83. Minute den 4:2-Endstand für die Gäste markierte und damit den verdienten Auswärtssieg der Probsteier besiegelte.

„Wir haben eine gute Truppe, wir sind geschlossen und haben gestern Abend dann auch noch mal einen Abend zusammengesessen. Also von daher kein Beinbruch. Blick nach vorne richten und Dienstag in Plön es noch besser machen“, so Mordhorst.

Stimme zum Spiel

Stephan Mordhorst (Trainer TSV Flintbek)
  • TSV Flintbek: Tjark Klarmann – Malik Ferhat, Moritz Schröder, Florian Wischnewski Joshua Vinh Grimm – Dariush Sommerfeld (77. Andreas Buessau), Corvin Rehder, Nils Tietgen (77. Jonas Horst) – Jan Ratjen, Fynn-Niklas Nordheim, Toke Koerner
  • Trainer: Stephan Mordhorst
  • Probsteier SG 2012: Thomas Bohrmann – Yasin Akbulut (62. Jorve Steffen), Christoph Will, Nico Schümann, Jerik Willert (75. Arne Lenz) – Benedikt Fimm, Azem Mehanovic (75. Robin Witt), Lennard Reinke – Delpiero Bamm, Ferhat Yurtseven (69. Tino Spierling), Bennet Nitta
  • Trainer: Jörg Ahrens
  • Schiedsrichter: Tom Braun (VfR Horst)
  • Assistenten: Aaron Joel Boettcher, Tarje Lübbe
  • Zuschauer: 150
  • Gelb-Rote Karte: Florian Wischnewski (61.)
  • Tore: 1:0 Corvin Rehder (41.), 1:1 Ferhat Yurtseven (58.), 1:2 Azem Mehanovic (71.), 1:3 Jerik Willert (73.), 2:3 Jan Niklas Ratjen (77.), 2:4 Robin Witt (83.)

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