Übersicht LL SL: TSV Rantrum marschiert weiter mit 4:2 gegen Slesvig IF

von Ismail Yesilyurt

Erik Wegner (Slesvig IF) verkürzte in Rantrum auf 2:3.© 2023 Ismail Yesilyurt


Wenn es überhaupt noch einen klitzekleinen Stolperstein auf dem Weg zum Titel in der Landesliga Schleswig für den unangefochtenen Tabellenführer TuS Rotenhof gegeben hätte, dann ist dieser nach dem 3:0 beim Tabellendritten SpVg Eidertal Molfsee, der bisher eine sehr gute Saison spielt, endgültig weggeräumt. Zu ungefähr 99,99……​ Prozent ist die Elf von Hermi Lausen Meister der Landesliga Schleswig.

Der Husumer SV wartete lange auf seinen 5. Sieg. Nun ist er da. Im Kellerduell gegen den Osterrönfelder TSV gewinnt das Team von Wolfgang Empen mit 6:1 und sendet rote Laterne wieder zuück nach Gettorf.

Nach dem 1:1 zwischen Frisia Risum-Lindholm und Rot-Schwarz Kiel am Sonntag kann der TuS Rotenhof schon am 25. Spieltag die Meisterschaft in der Landesliga Schleswig feiern. Die Mannschaft von Hermi Lausen ist damit auch der erste Oberliga-Aufsteger. Herzlichen Glückwunsch TuS Rotenhof.

„Ärgern uns über, ja zwei verschenkte, verlorene Punkte. Wie auch immer man es denn bezeichnen möchte“, sagte Benno Szodruch, Trainer der SSG Rot-Schwarz Kiel, nach dem 1:1 bei Frisia Risum-Lindholm nach einer längeren Rückfahrt (Umgehung) aufgrund der A7-Sperrung zwischen Owschlag und Rendsburg.

Nach der etwa 120 Kilometern langen Hinfahrt im Niko-Nissen-Stadion in Lindholm angekommen treffen die Kieler nach dem Anpfiff auf eine Lindholmer Mauer. Szodruch erkennt ein 6-2-2-System, das mit dem ersten Konter nach nur 5 Minuten weiter verfestigt wird. „Das ist dann nach dem Spiel am Mittwoch wirklich schwierig, da dann auch Lösungen zu finden. Da haben wir unfassbar lange gebraucht, um ins Spiel zu kommen“, sind die Rot-Schwarzen nach etwa 30 Minuten im Einbahnstraßenfußball über 90 Minuten etwas besser in Fahrt.

Der Plan von Frisia-Coach Uwe Petersen, den Favoriten spielen zu lassen und dann auf schnelle Konter zusetzen, klappt gleich im ersten Versuch. Trotz des exorbitanten Ballbesitzes kann Rot-Schwarz in den ersten 45 Minuten das Frisia-Bollwerk kaum oder nicht zum Wanken bringen. Die Lindholmer werfen alles in die Waagschale und gehen dann mit einer Führung in die Pause.

„Passen dann in der Pause ein bisschen was an. Kommen sehr, sehr gut raus“, wirken sich die Korrekturen von Benno Szodruch sofort aus. Oliver Dreier hat einen „Riesen“ zum 1:1, trifft dann aber mit dem zweiten Hochkaräter. Der Ball rollt weiterhin vermehrt in eine Richtung, aber „findest du einfach nicht den Schlüssel“ weiteres Durchkommen über die Torlinie gibt es nicht mehr. Für Frisia Risum-Lindholm ist der Punkt Gold wert im Abstiegskampf. Der Tabellenzweite Rot-Schwarz Kiel trifft am kommenden Samstag im direkten Duell um die Vizemeisterschaft (Eidertal mischt da natürlich auch noch mit) im Heimspiel auf den TSV Rantrum. Der SV Frisia Risum-Lindholm ist schon an diesem Mittwoch gefragt. Im Nordfriesland-Derby und Abstiegsduell gegen den SV Dörpum.

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Benno Szodruch (Trainer Rot-Schwarz Kiel)

Der TSV Rantrum bleibt 2024 weiterhin unbesiegt. Das 4:2 ist der 6. Sieg des TSV in diesem Jahr. Damit holte die Mannschaft von Cheftrainer Andreas Paltian aus 8 Spielten 20 Punkte. Das ist die zweitbeste Bilanz neben der des Ligaprimus TuS Rotenhof, der alle seine Begegnungen siegreich beendete.

Mit diesem Erfolg zementierten die Nordfriesen am 25. Spieltag bei noch 3 ausstehenden Nachholspielen ihren guten 4. Tabellenplatz. Vielmehr noch: Seit letzter Woche sind die Rantrumer am Relegationsplatz 2 dran und haben an diesem Wochenende erneut Boden gut gemacht.

Mit der Niederlage kann Slesvig IF, das auf einige bewährte Stammkräfte (u. a. Cedric Nielsen – Spielgestalter und Toptorjäger mit 22 Toren zusammen mit Florian Kuklinski an der Spitze der Landesliga Schleswig – und Sascha Möller) verzichten musste, verzichten musste, leben, denn die Gastgeber waren das eindeutig bessere Team in den ersten 45 Minuten. Der 0:1-Rückstand für die Schleswiger ist auch ein wenig dem starken Gegenwind im ersten Spielabschnitt geschuldet. Bei einem Rückpass trifft Keeper Max Moldenhauer den kurz aufspringenden Ball nicht voll. „Die Kerze“ 30 Meter vor dem SIF-Gehäuse wird zum Bumerang, da die Gäste kurz den Torschützen im Zentrum außer Acht lassen. Marvin Theede nimmt den Steckpass an der Abseitslinie an und schiebt zum 1:0 ein.

„Wir haben eine Riesenchance nach 16 Minuten auszugleichen“, raufte sich Slesvigs Übungsleiter Timo Bernsee die Haare. Lukas Wasielewski wurde links freigespielt und zielte vor Keeper Timon Hansen rechts oben vorbei Vor dem Gang in die Pause steht es 1:3 aus Sicht von SIF. Nach dem 0:3 verkürzt der Tabellen-12., punktgleich (23) mit Relegationsplatz 14, nach einem Konter durch Luca Meyran auf 1:3. „Wir können froh sein, dass es nur 1:3 steht“, kann Timo Bernsee in der Halbzeit seinem Team etwas Energie einhauchen.

„Zweite Halbzeit ein anderes Bild. Mental sind wir besser da in den Zweikämpfen auch. Rantrum hat weiter die Chancen. Aber deutlich weniger“, konstatierte der SIF-Trainer. Als dann Erik Wegner von der Strafraumgrenze zum 2:3 ins lange Eck einschiebt, aktiviert der Anschlusstreffer noch einmal die Druck-Motoren. Zwingende Aktionen lassen die Rantrumer indes nicht zu und machen mit dem 4:2, bei dem Bernsee ein klares Foul an seinem Innenverteidiger erkennt, den Deckel drauf. „Unterm Strich ein verdienter Sieg für Rantrum, gerade aufgrund der ersten Halbzeit“, resümierte Bernsee.

5:1 steht es nach dem Abpfiff des Unparteiischen Lukas Meyer-Broocks in der Partie zwischen den SV Dörpum und TSV Kropp. Das bezieht sich nicht auf die Tore, sondern die Tormöglichkeiten. Zugunsten des TSV Kropp. „Sehr wenig Torchancen im Spiel. Ich glaube, wir hatten fünf, Dörpum hatte eine. Dementsprechend geht das Ergebnis fast in Ordnung. Andersrum sind wir das bessere Team“, vermisste Kropps Chefcoach Dennis Usadel auf dem kleinen Dörpumer Platz einen Knipser.

Für die Heimmannschaft ist dieser Punktgewinn viel Wert. Weil vier der hinter der SV (11. Platz) stehenden Teams eine Niederlage einstecken mussten. Für die Heimmannschaft ist dieser Punktgewinn viel Wert. Weil vier der hinter der SV (11. Platz) stehenden Teams eine Niederlage einstecken mussten. „Beide Teams haben alles in die Waagschale gelegt. Harte, packende Zweikämpfe waren mit darunter. Ich würde sagen ein gutes 0:0. Ein spannendes 0:0, mit dem wir durchaus weiter arbeiten können“, stufte Serdar Iskender das torlose Unentschieden als gerechtes Ergebnis ein. Für den Co-Trainer, der den erkrankten Gunnar Clausen an der Seitenlinie vertrat, und dem SV war der Punktgewinn im Abstiegskampf der freudige Einstieg in die „3. Halbzeit“. Am Samstag gab es anschließend das Sportlerfest des SV Dörpum mit allen drei Herren-Mannschaften. Nach einer kurzen (Schlaf)Pause ging es am Sonntag weiter. Nach der Wahl des Sportler des Jahres wurde dieses Event und Gewinner Thies Borchardt gebührend gefeiert.

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Dennis Usadel (Trainer TSV Kropp)
Serdar Iskender (Co-Trainer SV Dörpum)

Da ist aber ein großer Stein vom Herzen oder auch von der Seele gefallen beim TSV Friedrichsberg-Busdorf. Die Schleswiger holen sich im 7. Spiel 2024 den ersten Sieg und kommen gar nicht in Gefahr, gegen den Tabellenletzten und designierten Absteiger Gettorfer SC in Richtung Blamage zu rutschen.

Tim Asmussen bringt mit seinem 4. Saisontor die Schleswiger nach knapp einer Viertelstunde in Führung. Die Gastgeber bestimmen danach mit einer spielerisch guten Vorstellung das Geschehen und haben spätestens mit dem 2:0 in der Nachspielzeit die Sicherheit und die Gewissheit, dass an diesem Tage nichts mehr anbrennen wird. Zu einfach gestrickt ist die Spielweise des GSC, sodass die Friedrichsberger nach dem Seitenwechsel munter weitermachen mit dem Toreschießen. Kurios: das glänzende goldene Händchen von Chefcoach Henning Stüber. Drei der vier eingewechselten Akteure trafen praktisch mit dem ersten Ballkontakt. Nach schönen Spielzügen. Mit dem 6:0 steigt die Elf von Henning Stüber endgültig in die 3. Klasse auf, die auf den TuS Rotenhof und den Trio um den Relegationsplatz folgt.

„War dann am Ende ein ungefährdeter Sieg. 6:0. War aber gut für unsere Seele, dass wir auch mal paar Tore mehr geschossen haben“, freute sich Henning Stüber über einen „ruhigen und entspannten Nachmittag“ und der Wiederholung des Hinspiel-Erfolges.

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Henning Stüber (Trainer TSV Friedrichsberg)


Keinen Sieger gibt es im Duell der Mittelfeld-Kandidaten, die mit 30 Punkten (IF) und 34 Punkten nach diesem 25. Spieltag auf Platz 8 und 9 Nachbarn sind. In der Summe ist die Punkteteilung ein Ergebnis, mit dem beide Seiten zufrieden sind. In der ersten Halbzeit übernimmt IF Stjernen mehr Anteile und hat auch zwei exzellente Führungsmöglichkeiten. Nach einem Pfostenschuss von Fabian Hunze für den TSV Altenholz (45.) werden jedoch torlos die Seiten gewechselt.

Die zweiten 45 Minuten gehören eher den Gästen. Nach knapp einer Stunde scheinen die Kraftreserven beim Team vom Frederick Asmussen größer zu sein. Was zum Ende hin drei echt gute Chancen durch Jakob Mathea, Fabian Faißt und Jonas Schäfer produziert. „Ich würde sagen, im Großen und Ganzen ist das Unentschieden in Ordnung. Es hätte 1:1 oder 2:2 ausgehen können“, wusste Asmussen.

„Wir haben probiert, das Spiel in den Griff zu bekommen,. Haben wir auch ganz gut hinbekommen, aber Altenholz war immer gefährlich mit Kontern. Wenn man die Tore vorne nicht macht, dann muss man halt mit dem Punkt leben. Was uns aber auch ein Stück weiter bringt“, sah IF-Sportlehrer Marco Jannsen zwei gute Teams auf gutem Landesliganiveau.

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Frederick Asmussen (Trainer TSV Altenholz)
Marco Jannsen (Trainer IF Stjernen Flensborg)

Während der TSV Klausdorf in der oberen Tabellenhälfte ruhig die Saison beenden kann, muss Aufsteiger SG Eckernförde/Fleckeby viel investieren, um den Klassenerhalt in der Landesliga Schleswig zu meistern. Nach dem 0:2 gegen die Mannschaft aus dem Osten von Kiel im Schwentinetal bleibt das Team von Christian Jorrens weiterhin auf dem Relegationsplatz 13. Nicht weit entfernt vom rettenden Ufer, das der punktgleiche Nachbar Slesvig IF mit der um zwei Treffer besseren Tordifferenz besetzt.

Mit einer kämpferischen überzeugenden Vorstellung kann die SG gegen die favorisierten Gäste lange gut mit halten. Gleich nach Wiederbeginn hat Angreifer Jönne Freese sogar die sehr gute Möglichkeit aus dem Strafraum heraus auf das 1:0. Besser macht es Florian Kuklinski, nachdem Teamkollege Tim Mordhorst zwei Mal die Führung vergeben hatte. Nach einem Zuspiel erhöhte Kuklinski mit seinem 22. Saisontor dann auf 2:0.

„Die Köpfe gingen runter, wobei wir kein so schlechtes Spiel gemacht haben“, stellte SG-Chefcoach Christian Jorrens nach dem zwischenzeitlichen 0:2 fest. Der für den Klassenerhalt wichtige Kampf stimmte. Das sollte bei ähnlicher Präsentation in den letzten 7 Punktspielen sehr hilfreich sein. „Ich würde schon sagen, dass das heute über 90 Minuten ein ziemlich konzentrierter Auftritt gewesen ist. Mit dem verdienten Ergebnis. Erste Halbzeit haben wir schon die eine oder andere Torchance liegen gelassen“, berichtete Klausdorfs Übungsleiter Dennis Trociewicz.

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Dennis Trociewicz (Trainer TSV Klausdorf)
Christian Jorrens (Trainer SG Eckernförde-Fleckeby)

Dank Kevin Knoll macht es der Husumer SV ganz doll! Könnte die Überschrift dieses eminent wichtigen Kellerduells zweier auf einem Abstiegsplatz positionierten Mannschaften lauten. Dem Mannschaftskapitän und Stürmer gelingen drei Tore gegen Osterrönfeld und damit ein großer Anteil am in der Höhe überraschenden Sieg. Vor allem der Ausgleichstreffer gibt dem Tabellenletzten viel Auftrieb, der sich schnell nachhaltig auswirkt. „Wie ein Brustlöser. In den folgenden Minuten spielte die Mannschaft außerirdisch. Über Außen. Mit Hinterlaufen“, sieht Husums Coach Wolfgang Empen, dass die Trainingsarbeit aus der Woche bestens umgesetzt wird.

Noch vor der Pause folgen der zweite und dritte Treffer. Vor allem das 2:1 ist ein herrlicher Treffer von Martin Herpel. Mit dem linken Fuß jagt Herpel von der echten Seite in den Winkel.

Kevin Knoll ( Husumer SV) erzielt gegen Osterrönfeld drei Tore. © 2024 Ismail Yesilyurt
Kevin Knoll ( Husumer SV) erzielt gegen Osterrönfeld drei Tore. © 2024 Ismail Yesilyurt

Von diesem schweren Schlag erholt sich der Tabellen-14. nach dem Seitenwechsel nicht mehr. Der OTSV taumelt und fällt dann ganz tief. Dabei hätte das wichtige Spiel gar nicht besser beginnen können für die Elf von Maik Gabriel. Felix Struck macht gleich in den ersten Minuten mit einem sehenswerten Tor die Tür für drei sehr, sehr wichtige Punkte auf. „Lief eigentlich super an für uns. Nicht nur des 1:0s wegen. Sondern, man hat auch in den ersten Minuten das Gefühl, dass wir ganz gut da sind. Das brach dann schnell ein. Wir haben fahrig agiert nach vorne. Nach hinten auch nicht gut verteidigt. Dann ging das lange gut“, beschreibt Gabriel die erste Halbzeit, in der die Gäste lange Zeit die Null halten können. Dan folgt der Brustlöser und in der zweiten Halbzeit setzt der HSV noch einen drauf.

Für den nun Tabellen-15. war es der insgesamt 5. Saisonsieg. Der 4. Erfolg liegt schon lange zurück. Der Oberligabsteiger, bei dem nun die personellen Probleme endlich abgenommen haben, siegte zuletzt am 14.Oktober 2023 mit 3:1 auswärts. Drei Mal dürfen sie raten gegen wen!?

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Maik Gabriel (Trainer Osterrönfelder TSV)
Wolfgang Empen (Trainer Husumer SV)

In einem zunächst ausgeglichenen Duell ist der Ligaprimus der Landesliga Schleswig vor dem gegnerischen Gehäuse beim Ausnutzen der Chancen effektiver. Die Eidertaler, Tabellendritter mit 19 Punkten Rückstand am 24. von 30 Spieltagen, können dagegen ihre klaren Chancen durch Louis Schütt und Christian Alberts nicht nutzen. Mit dem 2:0 im Rücken fällt es den den Gästen leicht, den Sieg locker zu verwalten.

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Hermi Lausen (Trainer TuS Rotenhof)

Weitere Stimme folgt.

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