HSG verpatzt Saisonauftakt – Viele Zeitstrafen kosten den Punktgewinn

von Olaf Wegerich

Rune Kristian Gosch (HSG S-W-RD) machte ein überragendes Spiel. © 2023 Horst Reinke


Bitterer Saisonauftakt für die HSG Schülp/ Westerrönfeld/Rendsburg in der Handball-Oberliga. Zum Saisonauftakt verlor die Mannschaft von Trainer Philipp Petriesas vor knapp 200 Zuschauern in der Westerrönfelder Heidesandhalle sehr unglücklich mit 34:36 (17:19) gegen den Handball Sport Verein Hamburg II.

Wie bereits im Vorjahr, als sich beide Mannschaften um den 5. Platz duellierten mit dem besseren Ende für den Hamburger Nachwuchs, war es auch diesmal eine enge Kiste. Dennoch war mehr möglich für die Gastgeber, denn Robert Jonas und Niklas Ranft vergaben in der hektischen Schlussphase zwei Siebenmeter für die Gastgeber. Jonas hatte großes Pech, dass sein Wurf an der Unterkante der Latte landete und Ranft vergab.

In der durchweg hart umkämpften Partie war der Hamburger Nachwuchs nur einmal kurz vor der Pause auf 15:19 (27:09) davongezogen, danach drehten die starken Gastgeber sogar zwischenzeitlich die Partie und konnten sich mit 30:28 durch Simon Köhnholdt (48:15) sogar einmal auf zwei Tore absetzen.

45 Sekunden vor Spielende liegt die HSG mit nur einem Treffer zurück und kommt in Ballbesitz. Doch der mögliche Ausgleich bleibt durch einen leichtfertigen Ballverlust verwehrt.

Trotz der knappen Niederlage mit der Trainer Philipp Petriesas nach einer starken Leistung seiner Mannschaft durchaus leben konnte, sorgten die gefühlt recht einseitigen Schiedsrichterleistungen für mächtig Ärger bei den Gastgebern. Zwei sehr harte rote Karten gegen Felix Stiller (37:33) und Sven Ole Lindhorst (25:18) sowie neun Zeitstrafen für die Gastgeber und nur eine für die Hamburger durch die beiden Schiedsrichter vom MTV Lübeck sorgten für mächtig Ärger. „Normal äußere ich mich nicht über die Schiedsrichterleistungen, aber das was war grenzwertig“, sagte Trainer Philipp Petriesas, der als fairer Sportsmann bekannt ist und dessen Mannschaft auch nicht für übermäßige Härte bekannt ist.

Robert Jonas wird hier von der HSV-Deckung in die Mangel genommen. © 2023 Horst Reinke
Robert Jonas wird hier von der HSV-Deckung in die Mangel genommen. © 2023 Horst Reinke

Dennoch hatte Petriesas viel Lob für seine Jungs parat. „Das Spiel stand lange Zeit Spitz auf Knopf. Wir haben uns gut verkauft. Die Niederlage ist sehr ärgerlich. Ein Unentschieden wäre möglich gewesen. Die Abwehr war nicht so stabil wie es sein sollte. 36 Gegentreffer sind zu viel. Auch nach den roten Karten hatten wir keinen Bruch im Spiel. Wir haben zwanzig von sechzig Minuten in Unterzahl gespielt.“ Ein dickes Lob hatte Petriesas für Neuzugang Rune Kristian Gosch, dem acht Treffer gelangen und Robert Jonas parat. „Rune war zwei Jahre in München zum Studieren und hat sich dort fit gehalten. Er hat ein überragendes Spiel gemacht. Auch die Leistung von Robert Jonas ist hervorzuheben“, lobte Petriesas.

HSG Schülp/WR/RD: Haß, Kirschner,Gosch 8, Stiller 7 (1/1), Jonas 6 (1/0), Köhnholdt 3, Mischke 3, Ranft 2, Lindhorst 2, Wiegleb 1, Koslowski 1, Sawatzki 1, Wilke, Schmidt, Storm, Daniel.

Trainer: Philipp Petriesas und Arne Backhaus.

HSV Hamburg II: Unbehaun 14 (5/5), Benkendorf 9, Niemann 3, Beutler 3, Wehden 3, Hartwig 2, Wloch 1, Most 1, Müller, Pachmann, Grindel, Pinski, Eggers.

Trainer: Stefan Schröder.

Schiedsrichter: Jasper-Thorben Gierke und Daniel Nicolas Harder (beide MTV Lübeck).

Zuschauer: 200 in der Heidesandhalle in Westerrönfeld.

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