Hovi macht alles klar: VfB Lübeck 2:0 im Spitzenspiel

von Ismail Yesilyurt

Der finnische Sturmtank Kimmo Hovi (VfB Lübeck, Archivfoto) machte den Deckel mit dem 2:0 drauf. © 2022 Olaf Wegerich


VfB Lübeck – SV Drochtersen/Assel 2:0 (0:0)

(Quelle: Christian Jessen (VfB Lübeck)) Spitzenspiel mit echtem Lohmühlenfußball und drei Punkten für den VfB! 3.688 Zuschauer feierten am Freitagabend einen 2:0 (0:0)-Erfolg der Grün-Weißen gegen die SV Drochtersen/Assel, der alle Komponenten eines guten Fußballabends mitbrachte: ein guter Gegner, viel Kampf, an der richtigen Stelle eine Portion Glück, aber insgesamt einen verdient erkämpften Sieg für unsere Farben.

Ohne den verletzten Felix Drinkuth hatte Trainer Lukas Pfeiffer seine Mannschaft gegenüber der 0:1-Niederlage in Flensburg nur auf einer Position umgestellt. Kimmo Hovi startete im Sturmzentrum und lieferte eine starke Vorstellung ab.

Zum Auftakt in die Partie war die besagte Portion Glück nötig. Nach einem Foul von Florian Egerer an Jorik Wulff gab es Elfmeter für die Gäste aus Drochtersen. Doch Routinier Nico von der Reith setzte den Ball knapp links am VfB-Gehäuse vorbei (4.). Die Gäste blieben allerdings auch in der Folgezeit gut in der Partie, machten es dem VfB schwer, aus dem Spiel heraus zu Chancen zu kommen und setzten nach vorn immer mal wieder Akzente. Allzu viele Torchancen entstanden daraus nicht, doch die eine für Alexander Neumann war eigentlich groß genug, um einen Treffer zur Folge zu haben. Doch der Torjäger zögerte so lange mit seinem Schuss, bis Florian Kirschke wieder zur Stelle war und hielt (29.).

Trainer Lukas Pfeiffer (VfB Lübeck) macht klare Ansagen (Archivfoto). © 2022 Olaf Wegerich
Trainer Lukas Pfeiffer (VfB Lübeck) macht klare Ansagen (Archivfoto). © 2022 Olaf Wegerich

Die Mehrzahl der Möglichkeiten lag aber schon in der insgesamt eher durchschnittlichen ersten Hälfte beim VfB. Manuel Farrona Pulido setzte sich stark gegen Liam Giwah durch, scheiterte aber an Keeper Patrick Siefkes (18.). Vor allem aber aus den guten Standards, die Tarik Gözüsirin in den Strafraum brachte, hätte ein Tor fallen müssen. Doch Jannik Löhden scheiterte mit zwei Kopfbällen an Keeper Siefkes (21., 34.) und Kimmo Hovi fand mit einem Schuss und einem Kopfball nicht das Ziel (44., 45.).

Im zweiten Abschnitt war unsere Mannschaft von Beginn an hellwach und schnell auch torgefährlich. Hovi scheiterte mit einem Schuss aus 15 Metern am stark reagierenden Siefkes im Gäste-Tor (47.). Florian Egerer setzte den Ball mit dem Rücken zum Tor stehend nach einer Ecke knapp vorbei (49.). Das in dieser Phase verdiente Führungstor fiel aus einem Antritt von Farrona Pulido, der auf Hovi ablegte. Der Finne setzte sich im Strafraum durch, überließ den Schuss aber dem nachrückenden Tarik Gözüsirin, der das 1:0 erzielte (51.). Egerer bot sich eine weitere Möglichkeit (56.), die Versuche der drängenden Gäste endeten in dieser Phase spätestens am Strafraum. Richtig brenzlig wurde es noch einmal, als der eingewechselte Marvin Thiel in einem Zweikampf mit Maximilian Geißen nahe der Mittellinie zu spät kam und von Schiedsrichter Florian Pötter mit der Roten Karte vom Platz geschickt wurde (75.).

Marvin Thiel vom VfB Lübeck (Archivfoto). © 2022 Olaf Wegerich
Marvin Thiel vom VfB Lübeck (Archivfoto). © 2022 Olaf Wegerich

In Unterzahl verteidigte der VfB nun tief, aber sehr konzentriert und bissig. Einzig ein Kopfball des Ex-Lübeckers Fabio Parduhn, der den Außenpfosten touchierte (81.), war noch eine Möglichkeit für die Gäste aus Drochtersen. Ansonsten hielt der VfB den Gegner vom Tor fern und schuf selbst hier und da Entlastung. Für die Erlösung der Fans auf der Lohmühle sorgte schließlich Hovi in der Nachspielzeit. Er behauptete sich an der Mittellinie im Zweikampf, sah Keeper Siefkes außerhalb seines Strafraums und hob den Ball stark über den Gäste-Schlussmann hinweg zum 2:0 in die Maschen (90./+4).

Von den begeistert mitgehenden Fans wurde die Mannschaft anschließend frenetisch gefeiert. Mit dem Sieg machten die Akteure zudem unserem Sportvorstand Sebastian Harms ein perfektes Geschenk zu dessen 44. Geburtstag. Zeit zum Durchschnaufen bleibt indes wenig. Bereits am Dienstag (1. November, 19.30 Uhr) steht beim starken Aufsteiger Blau-Weiß Lohne das nächste Spiel auf dem Programm. Und bereits am kommenden Samstag geht es dann daheim auf der Lohmühle gegen den TSV Havelse weiter.

VfB Lübeck: Kirschke – Kölle (46. Daube), Grupe, Löhden, Rüdiger (58. Thiel) – Egerer (74. Kastenhofer) – Hauptmann, Gözüsirin (67. Plume), Boland, Farrona Pulido (81. Lippegaus) – Hovi.
Trainer: Lukas Pfeiffer.

SV Drochtersen/Assel: Siefkes – Serra (63. Götz), Giwah, von der Reith, Elfers – Haut (67. Parduhn) – Sobotta, Rosin (63. Steffens), Geißen, Wulff – Neumann.
Trainer: Frithjof Hansen.

Schiedsrichter: Florian Pötter (FC Voran Ohe).
Assistenten: Dr. Gerrit Breetholt, Florian Schwarze.

Zuschauer: 3.688.

Tore: 1:0 Gözüsirin (51.), 2:0 Hovi (90./+4).

Gelbe Karten: Rüdiger, Kölle, Farrona Pulido – Parduhn, Götz.

Rote Karte: Thiel (75., grobes Foulspiel).

Bes. Vork.: von der Reith schießt Foulelfmeter am Tor vorbei (4.).

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