Kaltenkirchen und die Pietsch-Brüder düpieren Tofe

von Olaf Wegerich

Siegtorschütze Malte Pietsch (Kaltenkirchen) gegen Pawel Erfmann (Todesfelde). © 2026 Olaf Wegerich


Riesenüberraschung im Kreispokal Segeberg: Die Kaltenkirchener TS schlägt den SV Todesfelde im Duell der Oberligisten dank einer ganz starken zweiten Hälfte absolut verdient mit 2:1 (0:1) und hat damit die erste Runde im SHFV-LOTTO-Pokal erreicht. Maximilian Musci (43.) brachte den Favoriten vor der imposanten Kulisse von 824 Zuschauern im Trave-Stadion in Schackendorf kurz vor der Pause in Führung, ehe die Brüder Lennart Pietsch (52.) und Malte Pietsch (84.) nach dem Seitenwechsel die Treffer für den Außenseiter erzielten, der damit zum dritten Mal in Folge den Kreispokal gewinnen konnte.

Ein herber Dämpfer für den Favoriten aus Todesfelde vor den Wochen der Wahrheit mit dem Finale im SHFV-Landespokal am kommenden Wochenende gegen Phönix Lübeck im Joda-Sportpark und eine Woche später mit dem Beginn der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord. Zuvor aber ist Tofe in zwei Tagen ein letztes Mal in der Flens-Oberliga beim SV Eichede gefordert.

Marten Soder (Kaltenkirchen) gegen Mats Klüver (Todesfelde). © 2026 Olaf Wegerich
Marten Soder (Kaltenkirchen) gegen Mats Klüver (Todesfelde). © 2026 Olaf Wegerich

Die erste Hälfte begann zunächst sehr zerfahren und war von gegenseitigem Respekt geprägt, ehe nach knapp 15 Minuten der neue Meister aus Todesfelde etwas besser ins Spiel kam.

Eine scharfe Hereingabe des spielfreudigen Janek Sternberg führte dann zu einer ersten Kopfballchance durch Mats Klüver (20.), die Torhüter Luca Adler problemlos meistern konnte.

Kurz vor der Pause wurde das bis dahin sehr zähe und tempoarme Spiel dann endlich etwas munterer. Benjamin Petrick scheiterte nach schöner Einzelleistung erneut an Luca Adler, der mit einer Fußabwehr klären konnte.

Auf der Gegenseite zog Malte Pietsch (42.) gekonnt nach innen, stellte mit seinem zu zentralen Abschluss aus gut 18 Metern Tofes Pokaltorhüter Jarmain Ozuzu aber vor keine ernsthaften Probleme.

Marc Jürgensen (Kaltenkirchen) gegen Marco Drawz (Todesfelde). © 2026 Olaf Wegerich
Marc Jürgensen (Kaltenkirchen) gegen Marco Drawz (Todesfelde). © 2026 Olaf Wegerich

Musci mit dem Führungstreffer

Kurz vor der Pause schlägt Todesfelde dann aber eiskalt zu, als Maximilian Musci nach einem Flügellauf von Janek Sternberg (43.) zum Führungstreffer einköpft.

Nach dem Seitenwechsel war es mit der Herrlichkeit beim neuen Oberligameister aber schnell vorbei. Die Kaltenkirchener legten ihre Zurückhaltung vollends ab und kamen voller Energie aus der Kabine. Fast schien es so, als sei Todesfelde darauf bedacht gewesen, die knappe Führung möglichst kräfte­schonend über die Ziellinie zu bringen.

Malte Pietsch trifft zum Ausgleich

Doch der Plan war bereits sieben Minuten nach dem Seitenwechsel durchkreuzt, als Lennart Pietsch (52.) nach Vorarbeit von Mika Gutovsky den Treffer zum 1:1-Ausgleich erzielen konnte.

Nun wurde es ein richtiger Pokalfight, bei dem der Außenseiter immer besser ins Spiel kam und mit viel Leidenschaft dem neuen Oberligameister aus einer kompakten Defensive Paroli bot.

Tofe-Trainer Björn Sörensen versuchte mit frischen Kräften, darunter auch Mirko Boland mit seinem Debüt nach langer Verletzungspause, dem Spiel eine Wende zu geben, aber die KTS hielt entschlossen dagegen.

Torraumszenen blieben in dem intensiven, aber stets fairen Spiel, bei dem Schiedsrichter Tim-Marvin Meyer vom TuS Hartenholm als guter Spielleiter agierte, eher Mangelware.

Finn Luca Rerop (Kaltenkirchen) gegen Christian Rave (Todesfelde). © 2026 Olaf Wegerich
Finn Luca Rerop (Kaltenkirchen) gegen Christian Rave (Todesfelde). © 2026 Olaf Wegerich

Pietsch-Brüder entscheiden das Spiel

So war Geduld gefordert, und es dauerte bis zur 84. Minute, als Malte Pietsch nach schöner Ballannahme und Vorarbeit durch seinen Bruder Lennart den Ball aus halblinker Position zum vielumjubelten 2:1-Siegtreffer versenkte.

In der Nachspielzeit verpasste Tom Steffen, als er nach einem Konter aus halbrechter Position an Jarmain Ozuzu scheiterte, die endgültige Entscheidung, während Tofe auf der Gegenseite vehement einen Handelfmeter forderte, der ihnen aber verwehrt blieb.

Stimmen zum Spiel

Björn Sörensen (Trainer SV Todesfelde)
Martin Genz (Trainer Kaltenkirchener TS)
Luca Adler (Kaltenkirchener TS)

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