Ola Adesanya (VfR Neumünster), gegen Malte Petersen (li., Holstein Kiel II) steuerte in Wasbek zwei Treffer zum hlaben Dutzend bei. © 2026 Olaf Wegerich
Im vorigen Jahr war diese Partie DIE Sensation der Kreispokalrunde: Der SV Wasbek hatte den Oberligisten Rasensport Neumünster trotz zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstands noch nach Elfmeterschießen aus dem Pokal gekegelt. Gestoppt wurde der SVW erst im Finale vom PSV Neumünster.
Keine Wiederholung der Vorjahressensation
Doch schnell wurde klar, dass sich dieses Spektakel kaum wiederholen würde. Der SVW mit sieben ehemaligen Rasensportlern hielt auf dem knüppelharten Wasbeker B-Platz (der A-Platz war under construction) zwar zunächst mit viel Engagement tapfer und lautstark dagegen, aber von Anfang an bestimmte der Gast die Partie. Die bereits sechste Ecke der Cornelius-Elf brachte dann die verdiente Führung. Noah Awuku (23.) traf aus dem Gewühl.
Viele Unterbrechungen
Bereits vor der Halbzeit gab es zahlreiche längere Unterbrechungen, allesamt bedingt durch auf dem Boden liegende Wasbeker, die von der körperlichen Intensität der Partie früh gezeichnet waren. Tarik Alioua, aktuell aus Wahlstedt nach Wasbek gewechselt und mit fast 100 Liga-Einsätzen für Rasensport, musste nach auffälligem Spiel noch eine Minute vor dem Pausenpfiff die Segel streichen.
Zweite Halbzeit: sehr deutlicher Zwei-Klassen-Unterschied
Nach drei Wechseln zur Halbzeit war der VfR sofort hellwach. Der spielfreudige Rafael Krause schickte als erste Amtshandlung rechts Luca Aouci, der ließ seinen Gegenspieler einfach stehen und schob ins kurze Eck – 0:2 (47.).
Alles zu schnell für den SV Wasbek
Routiniert ließ Lilaweiß nun Ball und Gegner laufen und schlug regelmäßig eiskalt zu. Einen langen Lippegaus-Ball verlängerte Aouci, schneller als sein Gegenspieler, auf Ola Adesanya, der ebenfalls seinen Bewacher abschüttelte und dann frei vor Bunge keine Mühe mehr hatte – 0:3 nach einer guten Stunde.

Bangen beim VfR um Aouci
Pech: Nur eine Minute nach dem letzten möglichen Wechsel verletzte sich beim VfR der regionalligaerfahrene Wirbelwind Luca Aouci. Zerrung oder Muskelfaserriss? Auf alle Fälle wäre ein längerer Ausfall Aoucis ein schmerzlicher Verlust für Rasensport.
VfR Neumünster in Unterzahl
So musste der Gast die zweite Hälfte des zweiten Durchgangs in Unterzahl bestreiten. Man zog sich etwas zurück, gestattete der Heimelf mehr Ballbesitz, das Spiel gestaltete sich aus der Sicht Wasbeks nun etwas höher. Aber die Rüdiger-Elf lief ins offene Messer. Auch in der nach der Pause runderneuerten Defensiv-Formation mit den beiden Youngstern David Attisso und Ramadan Issifou sowie dem Routinier Christoph Kahlcke stand der VfR hinten supersicher, Jan Lippegaus als weiterer Spieler der Viererkette spielte durch. Es brannte auch in Unterzahl vor dem Tor von Jose Aguirre nichts an.
10 Mann schießen noch drei Tore
Und so klingelte es weiterhin nur im Kasten von SVW-Keeper Noah Joel Bunge. Wasbek hatte nun immer weniger entgegenzusetzen. Rasensport nutzte den durch die aufgerückten Wasbeker sich bietenden Raum weidlich. Ein langer Ball von Visar Mehmeti auf Adesanya, der sich zentral durchsetzt – 0:4 (73.). Kahlcke mit weitem Diagonalball auf Krause – 0:5 (81.). Lippegaus schickt Drauschke auf rechts, dessen Flanke Visar Mehmeti vollendet (90.). Sofort danach pfiff Schiedsrichter Jörn Göttsch das entschiedene Match ohne jede Nachspielzeit pünktlich ab.
Fazit: Eine unerwartet klare Sache für Rasensport. Im Viertelfinale gibt es nun das große Stadtduell beim PSV.
- SV Wasbek: Bunge – Nievchev (65. Purschke), Belhiba (65. Mokris), Brandt, Peters – Schnoor, Arshakyan – Wüst (78. Nathanael Mianthezila), Alioua (45.+3. Nijma), Jephthe Mianthezila – Fanter (86. Justin Rüdiger).
- Trainer: Pasqual Rüdiger.
- VfR Neumünster: Aguirre – Neca (46. Issifou), Agdan (46. Kahlcke), Schomaker (62. Attiso), Lippegaus – Aouci, Mehmeti, Drauschke, Jasari (65. Knutzen) – Awuku (46. Krause), Adesanya.
- Trainer: Danny Cornelius.
- Schiedsrichter: Jörn Göttsch (TSV Lütjenburg)
- Assistenten: Thorsten Otto, Faruk Aydin.
- Zuschauer: 200.
- Tore: 0:1 (23.) Awuku, 0:2 (47.) Aouci, 0:3 (62.) Adesanya, 0:4 (73.) Adesanya, 0:5 (81.) Krause, 0:6 (90.) Mehmeti.
