MED SV ein guter Gegner bei Kilias 4:0 im Kreispokal

von Ismail Yesilyurt

Gleich klingelt es im MED-Gehäuse. Seymen Ködörgü (Kilia Kiel) trifft zum 4:0-Endstand. © 2026 Ismail Yesilyurt


Der Oberligist FC Kilia Kiel hat das Achtelfinale im Kieler Kreispokal komplettiert. Am Mittwochabend setzte sich die Mannschaft von Cheftrainer Nicola Soranno beim ambitionierten Kreisligisten MED SV mit 4:0 (2:0) durch. In einer temporeichen Partie drückte der Favorit standesgemäß seinen Stempel auf, traf jedoch auf einen hochmotivierten Gastgeber, der sich teuer verkaufte.

Couragierter Auftritt des MED SV

Von Beginn an war zu spüren, dass die Hausherren, die nach dem verpassten Aufstieg in dieser Spielzeit den Gang zurück in die Verbandsliga anpeilen, das Spitzenteam aus der höchsten Landesklasse ärgern wollten. MED-Trainer Keywan Kazemi, der das Team gemeinsam mit Tolga Sahin trainiert, betonte nach Abpfiff: „Am Ende ist es der Klassenunterschied. Den merkst du. Aber ich bin super stolz auf die Jungs. Die haben das richtig gut gemacht.“

Serdar Ortac (MED SV) hat den Ball von Max Petersen (Kilia Kiel) erobert. © 2026 Ismail Yesilyurt
Serdar Ortac (MED SV) hat den Ball von Max Petersen (Kilia Kiel) erobert. © 2026 Ismail Yesilyurt

Man habe sich intensiv per Videoanalyse auf den Gegner vorbereitet und wollte die kleine einprozentige Sensation im engen „Hexenkessel“ schaffen. Tatsächlich boten sich dem Kreisligisten in der einen oder anderen Szene ausbaufähige Situationen. Sowie durch Halil Karakaya und Linksverteidiger Leander Heinsohn nach der Pause noch gute Möglichkeiten auf den verdienten Ehrentreffer, die jedoch ungenutzt blieben.

Kilia behält die Kontrolle und rotiert

Die Gäste, Dauersieger im Kieler Kreispokal mit fünf Pokalerfolgen bei fünf Teilnahmen in den letzten sechs Jahren (Kreispokal KFV Kiel 2025/26 Übersicht), agierten defensiv weitgehend souverän und nutzten ihre Gelegenheiten konsequent. Serhat Yazgan (26.) und Felix Niebergall (33.) sorgten für die 2:0-Pausenführung, ehe Lucas Groß (59.) und der eingewechselte Seymen Ködürgü (62.) im zweiten Durchgang den Deckel draufmachten.

Hussein Sharba (Kilia Kiel) hat abgezogen. Robert Schröder (MED SV) und Max Schenkel (li.) müssen sich aber keine Tor-Sorgen machen. © 2026 Ismail Yesilyurt
Hussein Sharba (Kilia Kiel) hat abgezogen. Robert Schröder (MED SV) und Max Schenkel (li.) müssen sich aber keine Tor-Sorgen machen. © 2026 Ismail Yesilyurt

Kilia-Coach Nicola Soranno, der seinen jungen Talenten viel Spielpraxis gewährte, zog ein positives Fazit und hob vor allem den Lerneffekt für seine jüngeren Spieler hervor im Warm-up mit großem Einsatz für SHFV-LOTTO-Pokal: „Vor allem auch für einen jungen Spieler, der jetzt dann auf dem Platz stand, im Laufe des Spiels dann mal zu sehen, dass im Herrenfußball, egal ob Kreisliga oder Oberliga, es nicht so einfach ist, sondern dass es dann schon mehr körperbetont ist.“

Blick auf den Pokal-Kracher

Mit dem erfolgreichen Pflichtsieg im Rücken richten sich bei den Kielern nun alle Blicke auf das anstehende Highlight im Landespokal. Am kommenden Samstag empfängt Kilia den Regionalligisten SC Weiche Flensburg 08 im heimischen Stadion. „Jetzt voller Fokus auf Weiche Flensburg, werden wir uns drauf vorbereiten die Tage, genau analysieren, Stärken, Schwächen von Weiche und dann zusehen, dass wir ein gutes Spiel abliefern“, blickte Soranno voraus.

Für den MED SV macht die ansprechende Leistung gegen den Oberligisten indes viel Lust auf die kommende Spielzeit in der Kreisliga Nordost, in der das klare Ziel lautet, ganz oben mitzuspielen.

Stimmen zum Spiel

Nicola Soranno (Trainer Kilia Kiel)
Keywan Kazemi (Trainer MED SV)
  • MED SV: Jost Günther – Robert Schröder (72. Abdou-Chakour Derman), Mujib Azami (72. Bjarne-Mika Papke), Max Schenkel, Leander Heinsohn – Mahsun Dogan, Serdar Ortac (72. Serhat Oruc), Serhat Ortac, Halil Karakaya, Nour Aldeen Alsoeleh (76. Gorgin Farho) – Ramez Sulaeiman Alahmad (76. Rewez Rehmann)
  • Trainer: Keywan Kazemi / Tolga Sahin
  • FC Kilia Kiel: Tom Pachulski – Louis Drews, Ove Witt (46. Marcel Freund), Emmanuel Ipere – Eren Özdemir – Drilon Trepca (46. Max-Frederik Petersen), Felix Niebergall, Serhat Yazgan, Hussein Sharba – Marvin Müller (60. Marc Schwalbe), Lucas Groß (60. Seymen-Ahmet Ködürgü).
  • Trainer: Nicola Soranno
  • Schiedsrichter: Florian Lislak (SV Friedrichsort) unauffällig – die beste Note im Schiedrichterwesen.
  • Assistenten: Mattes Michaelis, Tom Pasewald
  • Tore: 0:1 Serhat Yazgan (26.), 0:2 Felix Niebergall (33.), 0:3 Lucas Groß (59.), 0:4 Seymen-Ahmet Ködürgü (62.)

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