Meiko Werner (PSV Neumünster) hier gegen Felix Knuth (TUS Rotenhof) bereitete den dritten Treffer vor. © 2026 Olaf Wegerich
Der PSV Neumünster hat als erstes Team den Einzug in das Viertelfinale des SHFV-LOTTO-Pokals geschafft. In einer vorgezogenen Achtelfinalbegegnung konnten sich die Neumünsteraner am Mittwochabend im Heimspiel vor 305 Zuschauern souverän mit 3:0 (1:0) gegen den Ligarivalen TuS Rotenhof durchsetzen und treffen in der nächsten Runde auf den Sieger der Partie zwischen dem Eichholzer SV und dem Oldenburger SV, die am Samstag ausgetragen wird.
Bei besten äußeren Bedingungen auf einem perfekt zu bespielenden Rasen begannen die Gastgeber mit hohem Tempo und hatten Pech, dass ihnen bereits nach 120 Sekunden ein Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt wurde. Aber keine sechzig Sekunden später bekam der PSV auf Höhe der Strafraumgrenze nach einem Foulspiel einen Freistoß zugesprochen, den Tom Zarpe (3.) dank seiner brillanten Schusstechnik zum Führungstreffer versenkte.
Überhaupt gehörte die erste Viertelstunde der sehr zielstrebig agierenden Heimmannschaft, die den TuS immer wieder vor große Probleme stellte.
Erst nach der obligatorischen Trinkpause kamen die von zahlreichen Zuschauern unterstützten Rotenhöfer im Anschluss an einen Eckball durch eine halbhohe Direktabnahme von Justin Braun aus gut vierzehn Metern, die Tilman Körtzinger im PSV-Tor mit einer spektakulären Flugparade entschärfte, zu einer ersten guten Gelegenheit.
Dennoch hatte der PSV schon vor der Pause gute Chancen – durch einen Kopfball von Tobias Foelster im Anschluss an einen Eckball, der knapp das Tor verfehlte, sowie durch Youri von der Mehden, der zweimal am reaktionsschnellen Justin Sörensen im Tor der Gäste scheiterte –, das Spiel vorzeitig zu entscheiden.
Auch nach der Pause agierten die Gastgeber aus einer kompakten Defensive weiterhin sehr zielstrebig mit ihren schnellen Spitzen und stellten die Gäste vor einige Probleme.
Nach einem Steckpass von Youri von der Mehden über die linke Seite ist Fyn Claasen frei durch und wird von Torhüter Justin Sörensen im Strafraum unsanft von den Beinen geholt. Den fälligen Foulelfmeter verwandelt Timo Barendt (49.) souverän zum 2:0 für die Gastgeber.
Die Gäste kommen zwar meist nach Standards zu einigen Halbchancen, aber ansonsten lässt die Viererkette des PSV um den routinierten Tobias Foelster wenig anbrennen.
Gefährlich wird es erstmals, als ein Freistoß von Felix Knuth (80.) den Außenpfosten leicht touchiert und Mika Flindt knapp neben das Tor zielt, aber es bleibt dabei, dass der Ball bei den Gastgebern deutlich flüssiger durch deren Reihen läuft, und das dritte Tor des PSV ist dann auch ein Resultat des puren Willens.
Zunächst hatte sich Tom Zarpe schön durchgetankt, wurde dann aber auf seinem Weg Richtung Strafraum von Felix Struck heftig abgeräumt. Doch Schiedsrichter Tom Pasewald lässt weiterspielen, denn der Ball landet bei Meiko Werner, dessen präzise Flanke der einlaufende Timo Barendt (83.) zum 3:0-Endstand einköpft.
Dem spielerisch starken und gut aufgelegten PSV, der souverän das Viertelfinale im SHFV-LOTTO-Pokal erreicht, wird in der Schlussphase noch ein weiterer Treffer von Ben-Luca Nohns wegen einer Abseitsstellung aberkannt.
PSV Neumünster: Körtzinger – Zarpe, Foelster, Werner (85. Mehanovic), Eberhardt – Claasen (87. Laurenz Kulig), Zinkondo – Youri von der Mehden, Marvin Ehlert (71. Assameur), Vitali von der Mehden (46. Barendt) – Nohns (89. Rune Kulig).
Trainer: Nils Voss.
TuS Rotenhof: Sörensen – Braun (68. Rathmann), Pioch, Billerbeck, Ohm – Berg, Felix Knuth – Grothkopp (85. Kenneth Traulsen), Nielsen, Henke – Struck.
Trainer: Henning Knuth.
Schiedsrichter: Tom Pasewald (TSV Flintbek).
Assistenten: Florian Lisiak und Mats Bennet Stankat.
Zuschauer: 305 auf dem PSV-Sportplatz an der Stettiner Straße in Neumünster.
Tore: 1:0 Tom Zarpe (4.), 2:0 Timo Barendt (49., Foulelfmeter), 3:0 Timo Barendt (83.).PSV lässt TuS Rotenhof im SHFV-Pokal keine Chance
