Holstein siegt 5:1 gegen HU und feiert den 9. Erfolg im SHFV-Pokal

von Olaf Wegerich

Kira Hasse (Holstein Kiel) wird von Ragouena (li) und Malin Hegeler (Henstedt-Ulzburg) in die Zange genommen. © 2026 Olaf Wegerich

Die Frauen von Holstein Kiel haben den SHFV-LOTTO-Pokal gewonnen. In der Finalbegegnung im Büdelsdorfer Eiderstadion konnte sich der Regionalligameister nach einem souveränen Auftritt vor 450 Zuschauern verdient mit 5:1 (3:1) gegen den Ligarivalen SV Henstedt-Ulzburg durchsetzen. Für die Kielerinnen war es bereits der 9. Erfolg im Landespokal. Drei der letzten vier Finalbegegnungen konnten die Landeshauptstädterinnen gewinnen.

Bei besten äußeren Bedingungen musste HU bereits früh eine Auswechslung vornehmen, nachdem sich Anna Johannsen nach einem harten Zweikampf eine Verletzung zugezogen hatte und nicht weiterspielen konnte.

Van Gunst schockt Holstein

Trotz der mehrminütigen Behandlungspause erwischte der Außenseiter einen perfekten Start, als die Kieler Torhüterin Emma Nentwich völlig unnötig an der Strafraumgrenze den Ball verlor und Emilia Van Gunst (10.) mit einem herrlichen Schlenzer aus halbrechter Position in den Winkel den Führungstreffer erzielen konnte.

Lako trifft zum Ausgleich

Doch die Mannschaft von Trainer Stefan Fischer verdaut den Rückstand sehr schnell, denn nur zehn Minuten später gelingt den Kielerinnen der schnelle Ausgleichstreffer durch Arjela Lako (20.) nach einem schönen Angriff über die linke Seite und gelungener Vorarbeit durch Sarah Begunk.

Die Mannschaft von Trainer Arthur Wilk zeigte in der Folge immer wieder gute Ansätze, schaffte es jedoch kaum einmal, gefährlich vor das Kieler Tor zu kommen.

Die Holstein Women wurden auch dank ihrer Zweikampfstärke zunehmend spielbestimmend, und aus einer kompakten Abwehrformation heraus kam es immer wieder zu erfolgversprechenden Kontersituationen, die die Hintermannschaft von HU oft vor massive Probleme stellte.

Kira Hasse mit dem Führungstreffer

Einer dieser vielen schnörkellosen Angriffe über Arjela Lako, die Kira Hasse (29.) im Zentrum mustergültig bediente, führte zum Kieler 2:1-Führungstreffer.

Redant erhöht in der Nachspielzeit

In der dreiminütigen Nachspielzeit der ersten Hälfte sorgten die Kielerinnen für klare Verhältnisse und erzielten den dritten Treffer. Nach einer schönen Kombination über Ronja Jürgensen und Sarah Begunk stand Alia Redant (45.+2) am zweiten Pfosten völlig frei und konnte mühelos zum 3:1 einschieben.

Auch nach dem Seitenwechsel machte Holstein weiterhin Druck und scheiterte wiederholt an der guten und stets aufmerksamen HU-Torhüterin Laura Jungblut.

Nach knapp einer Stunde brachte Holstein-Coach Stefan Fischer in einer ziemlich einseitigen Partie mit Zoe Tolksdorf, Janine Minta und Aryanna Naward drei frische Kräfte. Dafür verließen Laura Hasse, Saskia Eigebrecht und Luiza Zimmermann den Platz.

Aber auch die Einwechslungen änderten nichts an den Kräfteverhältnissen auf dem Platz, denn Holstein blieb weiter auf dem Gaspedal und setzte HU gehörig unter Druck.

Kira Hasse trifft erneut

Trotz zahlreicher Unterbrechungen aufgrund von Verletzungen ließ Holstein nicht locker und konnte nach Vorarbeit der kurz zuvor eingewechselten Zoe Tolksdorf durch den zweiten Treffer von Kira Hasse (66.) den Vorsprung auf 4:1 erhöhen.

Nur drei Minuten später hatte HU Riesendusel, dass ein Distanzschuss von Sarah Begunk nur an die Latte krachte.

In der Schlussphase gab der Kieler Coach noch zwei Spielerinnen die Gelegenheit, Einsatzzeiten zu sammeln, und für die Doppeltorschützin Kira Hasse sowie die starke Vorlagengeberin Arjela Lako kamen mit Paula Harder und Leonie Kuhrt noch einmal frische Kräfte.

Bei einem der wenigen Vorstöße in der zweiten Hälfte hatte HU mit einem Lattenkracher von Alin Hegeler ebenfalls Pech.

Leonie Kuhrt mit dem fünften Treffer

Für den Schlusspunkt sorgten zwei Kieler Einwechselspielerinnen. Nach schöner Vorarbeit von Janine Minta traf Leonie Kuhrt (90.+2) aus spitzem Winkel zum 5:1-Endstand.

Wenig später durfte auf Seiten der Kielerinnen der Sieg im SHFV-LOTTO-Pokal ausgiebig gefeiert werden. Durch den Erfolg hat die KSV Holstein den erneuten Einzug in den DFB-Pokal geschafft.

SV Henstedt-Ulzburg: Jungblut – Ragouena (79. Labuj), Hegeler, Knobloch, Aschmutat – Wojna, Johannsen (8. Franovic) – Van Gunst, Homp, Michel – Hahn.
Trainer: Artur Wilk.

Holstein Kiel: Nentwich – Redant, Zimmermann (56. Naward), Grosnick, Laura Hasse (56. Tolksdorf) – Carone, Eigebrecht (56. Minta) – Jürgensen, Begunk, Lako (84. Harder) – Kira Hasse (84. Kuhrt).
Trainer: Stefan Fischer.

Schiedsrichter: Joelina Wendtorff (VfL Bad Schwartau).
Assistenten: Nicole Hartmaring-Jaacks und Filiz Gustke.
Zuschauer: 450 im Büdelsdorfer Eiderstadion.
Tore: 1:0 Van Gunst (10.), 1:1 Arjela Lako (20.), 1:2 Kira Hasse (29.), 1:3 Alia Redant (45.+2), 1:4 Kira Hasse (66.), 1:5 Leonie Kuhrt (90.+2).

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