Losglück und Kracher-Duelle: SHFV lost die erste Runde im Lotto-Pokal aus

von Ismail Yesilyurt

SHFV-Lotto-Pokal. © SHFV-kiel.de


Der Schleswig-Holsteinische Fußball-Verband (SHFV) hat am Freitag in der Sportschule Malente die mit Spannung erwartete erste Runde des Lotto-Pokals ausgelost. Das Teilnehmerfeld von 16 Mannschaften setzt sich aus 13 qualifizierten Teams aus den Kreispokalen sowie den drei gesetzten Regionalligisten VfB Lübeck, 1. FC Phönix Lübeck und SC Weiche Flensburg 08 zusammen. Die Teams fackeln nicht lange: Bereits am 18. und 19. Juli wird das Achtelfinale im Landespokal ausgespielt.

Norbert Richter, der beim SHFV als Vizepräsident für Qualifizierung und Schiedsrichter zuständig ist, zog die acht Paarungen aus der Trommel. Um den Vereinen frühzeitig Planungssicherheit zu geben, wurde das Viertelfinale direkt im Anschluss mitgelost. Die Runde der letzten acht Mannschaften wird nur eine Woche später, am 25. und 26. Juli, über die Bühne gehen.

Aufatmen bei Kilia Kiel: Der „Regionalliga-Fluch“ ist gebrochen

Ein ganz tiefes Aufatmen ging nach der Ziehung durch die Reihen des FC Kilia Kiel. Die Kilianer müssen ihre beispiellose Pechsträhnen-Serie in der ersten Hauptrunde endlich nicht weiter fortsetzen: Fünfmal in Folge bekam die Mannschaft von Trainer Nicola Soranno zum Auftakt einen dicken Brocken aus der Regionalliga zugelost. Diesmal meinte es die Glücksgöttin gut mit den Kielern.

Mit dem Verbandsligisten S.I.G. Elmenhorst erwischte Kilia einen vermeintlich dankbaren Kontrahenten. Damit scheint der Weg ein großes Stück freier zu sein, um zum zweiten Mal nach der Saison 2021/22 in das Viertelfinale einzuziehen. Damals gelang den Kielern durch ein furiose 3:2 gegen den Regionalligisten 1. FC Phönix Lübeck der Sprung in die Runde der letzten Acht.

Zu einer Neuauflage des Finales 2024/25 kommt es zwischen dem Oberligisten Kaltenkirchener TS und dem Regionalligisten VfB Lübeck.

Die Achtelfinal-Paarungen im Überblick

  • Kaltenkirchener TS – VfB Lübeck
  • SG Geest 05 – 1. FC Phönix Lübeck
  • SG Langenhorn/Enge-Sande – SC Weiche Flensburg 08
  • SV Eichede – TSV Nordmark Satrup
  • PSV Neumünster – TuS Rotenhof
  • Eichholzer SV – Oldenburger SV
  • S.I.G. Elmenhorst – FC Kilia Kiel
  • Heider SV – TSB Flensburg

Für das bereits ausgeloste Viertelfinale gilt die bewährte Regelung des Verbandes: Der jeweils klassentiefere Verein genießt automatisch das Heimrecht. Ansonsten lauten die Paarungen für die nächste Runde wie folgt:

Die potenziellen Viertelfinal-Begegnungen

  • Sieger Langenhorn/Weiche Flensburg – Sieger Elmenhorst/Kilia
  • Sieger Eichholz/Oldenburg – Sieger Neumünster/Rotenhof
  • Sieger Heide/TSB Flensburg – Sieger Kaltenkirchen/VfB Lübeck
  • Sieger Eichede/Satrup – Sieger Geest/Phönix

Stimmen zur Auslosung: Vorfreude auf Heimspiele und große Namen

Die Reaktionen der Vereinsverantwortlichen nach der Ziehung in Malente reichten von Erleichterung bis hin zu kämpferischer Vorfreude. Dennis Buthmann, Trainer des PSV Neumünster, zeigte sich mit dem Los TuS Rotenhof sehr einverstanden:

„Wir sind mit der Auslosung zufrieden. Vor allem mit der Tatsache, dass wir ein Heimspiel zugelost bekommen haben. Wir wollen so weit kommen wie möglich.“

Ein echtes Highlight-Duell erwartet die Fans an der Westküste, wo der Heider SV den TSB Flensburg empfängt. Hannes Nissen, Geschäftsführer der Heider SV Liga GmbH, blickt optimistisch auf das Aufeinandertreffen:

„Der TSB Flensburg ist eine spannende Aufgabe. Ein Aufsteiger mit guter individueller Qualität. Wir freuen uns sehr, dass wir ein Heimspiel haben. Ich erhoffe mir eine gute Kulisse und bin optimistisch, dass wir die nächste Runde erreichen können.“

Auf der Gegenseite verbarg TSB-Coach Tore Wächter nicht, dass die Reise nach Dithmarschen eine verdammt hohe Hürde darstellt, sieht aber genau darin den Reiz des Wettbewerbs:

„Mit Heide haben wir da natürlich gleich einen der großen Namen aus Schleswig-Holstein vor die Brust gesetzt bekommen. So ist es aber im Landespokal und genau das macht den Landespokal ja auch aus. Die Favoritenrolle ist, glaube ich, klar in Heide bei der Heimmannschaft. Und das ist sicherlich auch der einzige kleine Wermutstropfen für uns, dass wir auswärts ran müssen. Ich hätte gerne das Spiel zu Hause bei uns am Eckener gehabt. Nun nehmen wir so wie das kommt und hoffen, dass wir eben erfolgreich aus dem Spiel rausgehen können und dann in die zweite Runde einziehen können, dürfen.“

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