Trainer Björn Sörensen und der SV Todesfelde sind zurück auf der Regionalligabühne. ©-2025-Olaf-Wegerich
Ende gut, alles gut. Nach der souveränen Meisterschaft in der FLENS-Oberliga und den beiden Niederlagen in den Finalspielen des Kreis- und SHFV-LOTTO-Pokals krönte der SV Todesfelde eine lange Saison am gestrigen Sonntag mit dem direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga. Allerdings gingen die Strapazen und Belastungen einer langen Saison nicht spurlos an „Deathfield“ vorüber, denn auf der Zielgeraden musste sich der Oberligameister noch einmal mächtig strecken, um das Saisonziel zu erreichen. Doch es spricht für die Qualität im Kader und im Umfeld, wo seit Jahren seriös gearbeitet wird, dass am Ende der große Wurf gelungen ist.
Deutliche Worte zur Belastung
Nur einen Tag nach dem 2:0-Erfolg im letzten Aufstiegsspiel gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder fand Cheftrainer Björn Sörensen aber auch deutliche Worte zu den außergewöhnlichen Belastungen einer langen Saison, die seiner Mannschaft und ihm einiges abgefordert haben:
„Die Saison war ein Kraftakt. Wir haben heute den 8. Juni, gestern noch das Spiel. Die Mitkonkurrenten aus der Oberliga sind schon seit dem 17. Mai in der Pause. Man wird Meister und natürlich ist das ein Privileg, diese Aufstiegsrunde zu spielen und die Möglichkeit zu haben, in die Regionalliga aufzusteigen. Auf der anderen Seite wird man auch ein Stück weit bestraft, weil man jetzt nur zwei Wochen Pause hat. Das ganze System, dass der Meister nicht direkt aufsteigt, ist schwierig. Dann hast du auch wirklich noch sehr belastende Spiele. Drei Spiele innerhalb einer Woche gegen wirklich starke Gegner aus starken Ligen. Auch die mentale Belastung ist enorm und in zwei Wochen musst du eigentlich wieder voll parat sein. Das System ist sehr schwer. Ähnlich wie mein Kollege Can vom ETV, der das zuletzt auch schon gesagt hat, würde ich mir so sehr wünschen, dass sich vielleicht ein paar schlaue Köpfe Gedanken machen, wie man da ein wenig fairer agieren kann.“

Freude und Stolz überwiegen
Doch das sind nur Randnotizen, denn bei Sörensen überwiegen nach den fordernden Wochen die Freude und der Stolz über das Erreichte.
„Wir freuen uns tierisch über den Aufstieg. Herausragend, was die Mannschaft im vergangenen Jahr geleistet hat. Wir sind mit dem Ziel angetreten, den direkten Wiederaufstieg hinzubekommen. Und nicht nur die Mannschaft, sondern auch das Umfeld hat es geschafft, die finanziellen Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen, sodass wir nächstes Jahr wieder in der Regionalliga Nord antreten können.“
Pokalniederlagen als sportliche Dellen
Dass es zuletzt mit den beiden Pokalniederlagen auch sportliche Dellen gegeben hat, dürfte für Tofe nach dem Aufstieg aber zu verschmerzen sein. Dennoch hätte Sörensen mit seinem Team natürlich gerne das Optimum herausgeholt, kann die beiden Spiele gegen Kaltenkirchen und Phönix Lübeck aber auch richtig einordnen.
„Natürlich hätten wir gerne diese Saison alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Fußball ist aber auch kein Wunschkonzert. Du musst immer auf Topniveau performen. Das haben wir über ein Jahr gemacht. Deswegen sind wir aufgestiegen. Das ist, glaube ich, der ehrlichste Titel. Den holst du dir über ein ganzes Jahr plus die Aufstiegsrunde. In den Pokalspielen gegen Kaltenkirchen haben wir dann selbst gemerkt: Du kannst mit einer schlechten Halbzeit auch einmal einen Titel verlieren. Das ärgert uns natürlich sehr, weil wir dadurch im Landespokal fehlen. Beim verlorenen Landespokalfinale muss man aber auch eingestehen, dass der Gegner an diesem Tag einfach zu stark für uns war. Das muss man dann akzeptieren. Auch wenn wir gerne in Todesfelde wieder im DFB-Pokal gespielt hätten.“
Positives Saisonfazit
So ist es wenig verwunderlich, dass der 40-jährige A-Lizenz-Inhaber ein positives Fazit der gesamten Saison zieht und die kurze Sommerpause nutzen wird, um gemeinsam mit seiner Familie die Akkus wieder aufzuladen.
„Unterm Strich bleibt eine Saison, die wir mit nur einer Niederlage in der Oberliga Schleswig-Holstein beendet haben, ein am Ende doch souveräner Aufstieg mit zwei 2:0-Siegen und dem verrückten Spiel beim ETV. Jetzt darf die Mannschaft feiern. Das haben wir gestern schon ausgiebig gemacht. Ab morgen feiern die Jungs dann weiter auf der Insel und wir aus dem Trainerteam werden am Wochenende unsere Tour starten.“
