Luca Wallschläger (Osterrönfelder TSV) bereitete die Führung super vor. © Osterrönfelder TSV
Nachdem der Klassenerhalt durch den Erfolg in Friedrichskoog bereits in trockenen Tüchern war, legte die „Bahndammelf“ aus Osterrönfeld am Mittwochabend nach. Trotz einer beschwerlichen Anreise und personeller Sorgen sicherte sich das Team bei Blau-Weiß Wesselburen einen verdienten 2:0-Auswärtssieg. Damit krönten die Blau-Gelben ihre jüngste Erfolgsserie mit dem dritten Dreier hintereinander.
Kritik an der Terminierung – personeller Engpass
Die Freude über den sportlichen Erfolg wurde jedoch von deutlicher Kritik an den Rahmenbedingungen begleitet. Die Ansetzung eines solchen Spieltermins unter der Woche stieß beim OTSV-manager Kai Nacken-Hoffmann auf Unverständnis:
„Wer solche Spieltermine im Amateursport ansetzt, geht am realen Leben vorbei“.
Für den Staff und einige Spieler begann der Arbeitstag für den Fußball bereits um 16:15 Uhr und endete erst tief in der Nacht um 23:45 Uhr. Zudem verschärfte sich die Personallage kurzfristig. Von dem ohnehin schon ausgedünnten 14-Mann-Kader mussten zwei weitere Akteure passen, da sie es beruflich nicht rechtzeitig zum Abfahrtstermin schafften. Trainer Maik Gabriel reagierte auf den Engpass mit einer taktischen Umstellung auf ein ungewohntes 5-4-1-System.
Defensive Stabilität gepaart mit schnellem Umschaltspiel
In der Partie versuchten die körperlich robusten Gastgeber aus Wesselburen früh, das Kommando zu übernehmen. Die tief stehenden Gäste ließen sich davon jedoch nicht beirren und standen defensiv äußerst stabil. Ein Sonderlob verdiente sich dabei Abwehrchef Johannes Bruns, der brenzlige Situationen mit Ruhe und Souveränität bereinigte. Auch der junge A-Jugend-Torhüter Kjell Bohtke strahlte große Sicherheit aus und bewies bei seinen Einsätzen sein Können.

Nach vorne setzte der OTSV auf Tempo. Die jungen Offensivkräfte waren der gegnerischen Abwehr durch ihre Schnelligkeit immer wieder überlegen. Während in der ersten Halbzeit einige schön herausgespielte Konter noch ungenutzt blieben, belohnte sich die Mannschaft nach dem Seitenwechsel. In der 59. Minute setzte sich Luca Wallschläger energisch an der Grundlinie durch, tanzte Abwehr sowie Torwart aus und bediente Oliver Schmeling, der überlegt zum 0:1 abschloss.
Fabian Baltz macht den Deckel drauf
Wesselburen versuchte in der Schlussphase zwar eine Wende zu erzwingen, agierte fußballerisch jedoch zu limitiert, um die Oldenburger ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Obwohl man den Gästen mit fortlaufender Spieldauer den Substanzverlust und erste Konzentrationsfehler anmerkte, blieb die Defensive konzentriert.
Die endgültige Entscheidung fiel in der 80. Minute: Fabian Baltz erzwang durch energisches Nachsetzen eine Eins-gegen-eins-Situation mit dem Heimtorwart und behielt die Nerven. Mit seinem Treffer zum 0:2 machte er den „Deckel drauf“ und sicherte seinem Team vor 67 Zuschauern den verdienten Auswärtssieg.
Zuschauer: 67.
Tore: 0:1 Schmeling (59.), 0:2 Baltz (80.).
