VfB Lübeck kann Preußen Münster nicht fordern: 0:3

von Ismail Yesilyurt

Einen Höhenflug gibt es für Mats Facklam, gegen Simon Scherder (Preußen Münster), und dem VfB Lübeck nicht. © 2024 Olaf Wegerich


Der VfB Lübeck bleibt weiterhin im Keller hängen. Gegen Preußen Münster, genau wie der VfB Neuling in der 3. Liga, unterliegen die Grün-Weißen ohne großartige Zwischenfälle mit 0:3.

Verdiente 0:3-Heimniederlage gegen Münster

(Quelle: VfB Lübeck/ Christian Jessen) Eine völlig verdiente 0:3 (0:3)-Niederlage stand unter dem Strich für unsere Mannschaft im Heimspiel gegen Preußen Münster. Vor 5.263 Zuschauern auf der Lohmühle wirkte der VfB insbesondere in der ersten Hälfte wie blockiert und zeigte eine sehr enttäuschende Gesamtleistung. Münster blieb auch im siebten Spiel des Jahres 2024 weiterhin unbesiegt.

Drei Positionen neu besetzt von VfB-Coach Florian Schnorrenberg

Auf drei Positionen hatte Trainer Florian Schnorrenberg seine Mannschaft gegenüber dem 2:7 in Dresden verändert. Für Jannik Löhden (gesperrt) und Tommy Grupe verteidigten der wiedergenesene Niklas Kastenhofer und Sören Reddemann, auf dem Flügel kehrte Robin Velasco für Manuel Farrona Pulido in die Startelf zurück.

Schneller VfB-Rückstand durch Niko Koulis

Die Münsteraner erwischten aber den besseren Start. Der Ex-VfBer Thorben Deters gab den ersten Schuss ab (3., knapp vorbei). Der VfB konnte sich in dieser Phase nur selten gut herausspielen und lag auch noch früh hinten. Im Anschluss an einen weiten Einwurf von Marc Lorenz zwang Simon Scherder mit seinem Kopfball Philipp Klewin im Tor zu einem guten Reflex, doch den Abpraller drückte Niko Koulis aus wenigen Metern über die Linie zum 0:1 (9.).

Schwerer Fehler im Spielaufbau führt zum 0:2

Zehn Minuten später wurde ein schwerer Fehler im Spielaufbau des VfB von den Preußen eiskalt bestraft. Scherder spielte den Ball sofort in die Tiefe auf Joel Grodowski, der einen VfB-Verteidiger aussteigen ließ und den Ball aus zwölf Metern unter die Latte knallte – 0:2 (19.). Mitte der ersten Hälfte erarbeiteten sich die Grün-Weißen zumindest mal phasenweise ein paar Feldvorteile, doch im Spiel nach vorn blieb das meiste zu ungenau. Neben einem Schussen von Aaron Herzog (24., drüber) wurde es nur einmal wirklich gefährlich. Marius Hauptmann spielte sich auf der rechten Seite gut durch, seine Flanke nahm Florian Egerer direkt, verzog jedoch knapp (37.). Die Gäste aus Westfalen waren auch in dieser Phase immer im Ansatz gefährlich und kamen aus einem Standard noch vor der Pause zum 0:3. Eine Lorenz-Ecke erwischte Koulis mit dem Kopf, Malik Batmaz erwischte den Abpraller und schoss aus der Drehung zum Pausenstand ein.

Marc Lorenz (Preußen Münster) vs. Marius Hauptmann (re., VfB Lübeck). © 2024 Olaf Wegerich
Marc Lorenz (Preußen Münster) vs. Marius Hauptmann (re., VfB Lübeck). © 2024 Olaf Wegerich

VfB nach der Pause etwas griffiger und präsenter

Nach dem Seitenwechsel hatten zwar erneut die Preußen den etwas besseren Start. Der VfB, nun mut Mirko Boland und Mats Facklam auf dem Platz, wirkte aber zumindest etwas griffiger und präsenter, sodass aus den Angriffen der Gäste keine klaren Torchancen entstanden. Auf der anderen Seite waren Bemühungen des VfB in der Offensive erkennbar, ohne dass jedoch auch hier klare Möglichkeiten zu Buche standen. Die für lange Zeit gefährlichste Offensivszene der zweiten Hälfte war ein Distanzschuss des eingewechselten Münsteraners Yassine Bouchama, der an der Latte landete (72.). In der Schlussphase hatten beide Mannschaften noch eine gute Möglichkeit. Für Münster vergab der eingewechselte Gerrit Wegkamp nach einer Kyerewaa-Vorlage (87.). Auf der Gegenseite zwang Boland mit einem Flachschuss den Preußen-Keeper Maximilian Schulze Niehues in der 89. Minute noch zu einer guten Parade.

Preußen Münster gewinnt ohne Zweifel

Am Verdienst des Münsteraner Erfolges gab es an diesem Nachmittag keine Zweifel. Unsere Mannschaft wird sich erheblich steigern müssen, um das Ziel in den kommenden Wochen zu erreichen. Das dafür nötige Selbstvertrauen lässt sich zwar nicht aus dem heutigen Tag, wohl aber aus einigen anderen Spielen dieses Jahres mit Sicherheit ziehen. Also: Köpfe hoch und: Op geiht dat, VfB!

VfB Lübeck: Klewin – Sommer, Kastenhofer, Reddemann, Sternberg – Egerer (46. Boland), Taffertshofer – Hauptmann (84. Adou), Herzog (71. Farrona Pulido), Velasco (63. Schneider) – Beleme (46. Facklam).

Preußen Münster: Schulze Niehues – ter Horst, Scherder, Koulis, Schad – Deters (66. Bouchama), Mrowca (87. Grote), Bazzoli, Lorenz (78. Kyerewaa) – Grodowski (78. Oubejapwa), Batmaz (66. Wegkamp).

SR: Nicolas Winter (Hagenbach).

Zuschauer: 5.263.

Tore: 0:1 Koulis (9.), 0:2 Grodowski (19.), 0:3 Batmaz (43.)..

Gelbe Karten: Sternberg, Reddemann – Bouchama.

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