Revanche geglückt: Eidertal Molfsee II bezwingt dezimierte Preetzer

von Ismail Yesilyurt

Coach Chris Foley (SpVg Eidertal Molfsee II) gab einigen Junioren Spielzeit. © Ismail Yesilyurt


Gelingt Coach Chris Foley (SpVg Eidertal Molfsee II) und seinem Team der 3. Aufstieg in Folge? Bisher läuft alles nach Plan. © 2023 Ismail Yesilyurt

Der SpVg Eidertal Molfsee II ist am Freitagabend im Rückspiel gegen den Preetzer TSV die Revanche für die 1:4-Pleite aus dem Hinspiel gelungen. Auf dem Kunstrasenplatz an der Hamburger Chaussee entwickelte sich eine intensive Partie, in der die Eidertaler durch die Kaltschnäuzigkeit in der Schlussphase überzeugten.

Für Molfsee-Trainer Christopher Foley war der Erfolg das Ergebnis einer „reifen und geschlossenen Leistung“. Besonders die Integration junger Talente stand im Fokus: Gleich sieben U23-Akteure standen im Kader. Zudem feierten Pelle Hennings und John Sydney Nitschke gelungene Debüts, wobei Nitschke seinen Einstand prompt mit einem Treffer krönte.

Ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe

Die erste Halbzeit bot den Zuschauern einen munteren Schlagabtausch. Robin Ziesecke brachte die Gastgeber nach einer halben Stunde in Führung, doch der Preetzer TSV zeigte Moral. Nur sieben Minuten später glich Phil Windmüller für die Gäste aus. Die Freude währte jedoch nur kurz, da Debütant John Sydney Nitschke postwendend das 2:1 markierte (39.).

Moritz Danberg (li., Szene Wik - Preetz) konnte seine Möglichkeit auch nicht nutzen. Somit blieb Preetz wie beim 0zu 1 in der Wik ohne eigenen Treffer
Der Treffer von Moritz Danberg (li.) zum 2:2 nach der Halbzeit belohnte das Hoch des Preetzer TSV. © Ismail Yesilyurt

Preetz-Trainer Fabian Doege, der wie auch der Gegner, mit großen Personalsorgen zu kämpfen hatte, sah trotz der Gegentore eine Partie auf Augenhöhe. „Chancentechnisch war es ausgeglichen“, bilanzierte Doege, beklagte jedoch die Entstehung der Gegentreffer: „Zwei, drei Situationen, die wir nicht gut gemacht haben, haben zu Toren geführt, die wir definitiv besser lösen können.“ Besonders hob er Simon Rothemund hervor, der sich kurzfristig bereit erklärt hatte, im Preetzer Tor auszuhelfen.

Molfsees Joker stechen in der Schlussphase

Nach dem Seitenwechsel drängte Preetz auf den Ausgleich und wurde belohnt, als Moritz Danberg in der 52. Minute zum 2:2 traf. In der Folge entwickelte sich ein echter Abnutzungskampf. Während den Gästen, die lediglich mit zwölf einsatzfähigen Feldspielern angereist waren, allmählich die Kräfte schwanden, konnte Foley von der Bank etwas mehr nachlegen.

Dies zahlte sich in der 80. Minute aus, als der eingewechselte Paul Vones das wichtige 3:2 erzielte. „Nach dem zwischenzeitlichen 2:2 behielten wir in der Schlussphase die Kontrolle“, freute sich Christopher Foley über die Souveränität seiner Elf. In der Nachspielzeit machte Yannick Wolf mit dem 4:2 (90.+2) endgültig den Deckel auf die Partie.

Enttäuschung in Preetz, Aufbruchstimmung in Molfsee

Auf Seiten der Preetzer herrschte nach dem Schlusspfiff Ernüchterung. Trotz hohen Aufwandes stand das Team mit leeren Händen da. „Wir betreiben extrem hohen Aufwand mit der Personaldecke. Ich kann keinem was vom Einsatz vorwerfen, aber wir sind auch einfach dann nicht gut genug, um diesen Gegner zu dominieren“, gestand Doege enttäuscht. Für sein Team gilt es nun, die Wunden zu lecken und am Dienstag gegen Oldenburg/Göhl mit hoffentlich breiterem Kader besser zu performen.

Christopher Foley hingegen blickt optimistisch in die Zukunft. Der Sieg und die gelungene Einbindung der jungen Spieler seien ein „starkes Zeichen für die Perspektive und die Breite unseres Kaders“.

ähnliche Artikel

Consent Management Platform von Real Cookie Banner