Moshood Adesanya macht Dennis Trociewicz zum König

von Redaktion Youkick

Beitragsfoto: Anton Dembowski hat beim Elfmeter im Nachfassen den Ball, Moshood Adesanya ist über den Keeper gestolpert – Jan-Philipp Doose links und Max-Niklas Lipka hinten. ©Ismail Yesilyurt


TSV Klausdorf – Osterrönfelder TSV 3:2 (2:0)

Wird es wieder ein 2:7 wie im Hinspiel? Daran wollte weder beim TSV Klausdorf noch beim Osterrönfelder TSV so Recht keiner glauben. Allerdings bot das Team aus dem Schwentinental am vergangenen Spieltag beim SVT Neumünster eine schwache Darstellung und unterlag 1:3. Kein Empfehlungsschreiben. Doch Klausdorfs Trainer Dennis Trociewicz setzte auf eine Trotzreaktion und wurde nicht enttäuscht.

Im Heimspiel der Landesliga Mitte bezwang der TSV Klausdorf den OTSV mit 3:2 und zeigte dabei eine ansprechende Leistung. Flüssige Kombinationen, Vorstöße in den freien Raum, gelungene Dribblings. Klausdorf war von Beginn an hellwach und führte bereits nach einer Minute mit 1:0. Leon Fey vollendete auf Vorarbeit von Moshood Adesanya (1.). Der Spiellaune der Gastgeber hatte der OTSV nur wenig entgegen zu setzen und lag nach zwölf Minuten schon 0:2 zurück. Adesanya, der gegen die bulligen OTSV-Innenverteidiger Ole Lablack und Max Lipka alles in die Waagschale werfen musste, konnte auf links entwischen und versuchte es mit einem Kunstschuss. Der Ball schlug unhaltbar ins rechte obere Toreck ein.

„Die ersten 30 Minuten waren wirklich sehr stark“, freute sich Klausdorfs Trainer Trociewicz, dessen Team dann allerdings mehrfach die Vorentscheidung liegen ließ. Jonas Hillmer hatte mit seinem Kopfball, den OTSV-Schlussmann Anton Dembowski parierte (43.), aber ebenso Pech wie drei Minuten nach der Halbzeit als er vor dem leeren Tor um Haaresbreite am Ball vorbei rutschte. Noch einmal Pech kam dazu als ein feiner Heber von Adesanya an die Latte klatschte (52.).

„Wir haben fast eine Stunde gar nicht stattgefunden, kommen dann aber wieder ins Spiel zurück“, erklärte OTSV-Trainer Maik Gabriel, dessen Team seine erste Torchance gleich zum Anschlusstreffer nutzte. Jannik Sierks traf aus 14 Meter zum 1:2 (55.). Klausdorf wirkte verunsichert, verlor die Linie, doch zumindest die Abwehr stand. Osterrönfelds Angriffe verpufften. Effizienter waren die Hausherren, die sich mit schnellen Konterattacken wehrten. Nach schöner Vorarbeit von Tom Linde war der aufgerückte Mirco Znaniewicz zur Stelle, der das 3:1 markierte (71.).

Tom Linde im OTSV-Strafraum spielt gleich quer. Im Hintergrund läuft Mirco Znaniewicz (2. v. l.) in Position, um das 3 zu 1 zu erzielen
Tom Linde im OTSV-Strafraum spielt gleich quer. Im Hintergrund läuft Mirco Znaniewicz (2. v. l.) in Position, um das 3:1 zu erzielen.

Als dann Adesanya nach einem an ihn verursachten Foulelfmeter zum Strafstoß antrat, träumten die Klausdorfer vom 4:1 und der Entscheidung. Doch der Nigerianer scheiterte am OTSV-Schlussmann (76.). So wurde es noch einmal spannend, als die Gäste durch Florian Kuklinski auf 2:3 verkürzten (82.). Für Klausdorf brachen bange Minuten an. „Wir sind Könige darin, den Gegner im Spiel zu halten. Das hätte niemals noch so eng werden dürfen“, meinte Trociewicz, dessen Team den Sieg gegen stürmende Osterrönfelder mit Glück und Geschick über die Zeit rettete.

Starke Parade von OTSV-Keeper Anton Dembowski beim Elfmeter.

TSV Klausdorf: Paulat – Znaniewicz, Mi. Petersen, Beeck, Grossmann – Hakaj, Bossen (69. Linde) , Hillmer (79. Ma. Petersen)– Schwabe, Adesanya, Fey (58. Akgün).
Trainer: Dennis Trociewicz.

Osterrönfelder TSV: Dembowski – Landtreter, Lipka, Lablack, Doose (81. Müller) – Rathjen, Roller, Dogan (63. Münz), Sierks, Lazoreac (65. Bannow) – Kuklinski.
Trainer: Maik Gabriel.

Schiedsrichter: Jungheinrich (TSV Schafstedt).
Assistenten: Karasch, Sachau.

Zuschauer: 85.

Gelb-Rote Karte: Lipka (86., OTSV).

Besondere Vorkommnisse: Moshood Adesanya (Klausdorf) scheitert mit Foulelfmeter an Anton Dembowski (76.).

Tore: 1:0 Fey (1.), 2:0 Adesanya (12.), 2:1 Sierks (55.), 3:1 Znaniewicz (71.), 3:2 Kuklinski (82.).

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