Faustdicke Überraschung: Kellerkind Suchsdorf 3:1 gegen Tabellenführer Pönitz

von Ismail Yesilyurt

Zwei der Torschützen. Links Evan Keinz (SVG Pönitz) gegen Henning Eberling (Suchsdorfer SV). © 2026 Ismail Yesilyurt


Der Suchsdorfer SV hat beim Kampf um den Klassenerhalt unerwartete Punkte eingesammelt. Mit 3:1 bezwangen die Kieler Spitzenreiter SVG Pönitz in die Knie. Während die Hausherren damit den Anschluss an das rettende Ufer herstellen, könnten die Pönitzer ihre ausgezeichnete Lage beim Aufstieg in die Landesliga verlieren.

Suchsdorfer Effizienz-Gala schockt den Primus

Der Grundstein für den Überraschungscoup wurde bereits im ersten Durchgang gelegt. Suchsdorf agierte aus einer extrem stabilen Defensive und nutzte die sich bietenden Umschaltmomente gnadenlos aus. Den Dosenöffner bildete ein umstrittener Foulelfmeter in der 13. Minute, den Marcel Reinke sicher zum 1:0 und seinen sechsten Saisontreffer verwandelte. SSV-Coach Dennis Guscinas gab sich nach dem Spiel sportlich fair: „Ob es ein Elfmeter war, kann der Schiedsrichter natürlich anders beurteilen als ich, aber ich habe es in der Situation nicht ganz so gesehen.“

Marcel Reinke eröffnet das Konter-Festival

Pönitz wirkte in der Folge verunsichert, was der SSV eiskalt bestrafte über die Außenpositionen. Den Dosenöffner bildete ein umstrittener Foulelfmeter in der 13. Minute, den Marcel Reinke sicher zum 1:0 und seinen sechsten Saisontor verwandelte. SSV-Coach Guscinas gab sich nach dem Spiel sportlich fair: „Ob es ein Elfmeter war, kann der Schiedsrichter natürlich anders beurteilen als ich, aber ich habe es in der Situation nicht ganz so gesehen.“

Ole Sellmer (Suchsdorfer SV) am Ball gegen Danny Brack (SVG Pönitz. © 2026 Ismail Yesilyurt
Ole Sellmer (Suchsdorfer SV) am Ball gegen Danny Brack (SVG Pönitz. © 2026 Ismail Yesilyurt

Johann Frerichs erhöht auf 2:0

In der 31. Minute erhöhte Johann Frerichs nach einer sehenswerten Seitenverlagerung von Benedikt Klose trocken vom Sechzehner auf 2:0. Nur drei Minuten später war es Henning Eberling, der nach einem Ballverlust der Pönitzer im Zentrum nach Zuspiel von Tjark Hoppenstock cool blieb und im Eins-gegen-eins auf 3:0 (34.) stellte. „Wir waren in der ersten Halbzeit extrem effektiv“, bilanzierte Guscinas zufrieden. Fast wäre vor dem Pausentee sogar das 4:0 gefallen, hätte der Unparteiische eine vielversprechende Vorteilssituation nicht abgepfiffen.

Pönitzer Treffer kommt zu spät

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild grundlegend. Die SVG Pönitz übernahm das Kommando und kam auf gefühlte 80 Prozent Ballbesitz. „Das Duell der Gegensätze wurde durch brutale Effizienz entschieden“, resümierte Pönitz-Trainer Christian Born. „Wir bringen uns selbst aus der Komfortzone heraus, indem wir unsere Chancen nicht nutzen! Wenn du keine schießt, dann musst du hinten sauber bleiben – das sagte schon König Otto“, wusste Born, wo der Bug im System seiner Mannschaft am Samstagnachmittag lag.

Pönitz-Kapitän Justin Toth viele Ideen, aber gegen die Suchsdorfer Abwehrmauer fiel es schwer, Lücken zu fnden. Rechts SSV-Spielführer Moritz Borchers. © 2026 Ismail Yesilyurt
Pönitz-Kapitän Justin Toth viele Ideen, aber gegen die Suchsdorfer Abwehrmauer fiel es schwer, Lücken zu fnden. Rechts SSV-Spielführer Moritz Borchers. © 2026 Ismail Yesilyurt

Elf von Christian Born zündet Lunte zu spät

Die Scharbeutzer suchten auf einem holprigen Platz unablässig nach spielerischen Lösungen, bissen sich an der leidenschaftlich kämpfenden vielbeinigen Suchsdorfer Abwehr jedoch fast die gesamte zweite Halbzeit die Zähne aus. Die Lunte zu einem Comeback wurde zu spät angezündet: Leistungsträger Evan Keinz, der in der Schlussphase aus der Innenverteidigung in den Sturm beordert wurde, verwandelte einen Freistoß aus 20 Metern direkt zum 1:3 (87.). Es war jedoch nur noch Ergebniskosmetik. Die Ausnutzung der wenigen klaren Chancen zuvor, u. a. ein Pfostenknaller von Moritz Scholz, hätte vielleicht ein anderes Bild ergeben.

Die Suchsdorfer verteidigten mit Befreiungsschlägen und engagiert ihren Vorsprung konsequent bis zum Abpfiff. Mit zwei gefährlichen Umschaltmomenten inklusive.

Sorgenfalten beim Spitzenreiter vor dem Topspiel

Trotz der Niederlage bleibt Pönitz mit fünf Punkten Vorsprung an der Spitze vor den Spielen am Sonntag, doch der Atem des Verfolgers Heikendorfer SV wird heißer – der HSV hat noch zwei Spiele weniger absolviert. Besonders bitter für Born: Mit Cedric Assmann, Dutschke und Evan Keinz verletzten sich gleich drei wichtige Akteure. „Nun haben wir vier Finalspiele, um uns für die Arbeit der Saison zu belohnen“, so Born mit Blick auf den kommenden Sonntag, wenn es zum direkten Duell im Topspiel in Heikendorf kommt. Dann können die Pönitzer ihr Aufstiegsschicksal mit dem direkten Aufstieg als Meister, das sie mit der dritten Niederlage in den letzten fünf Spielen aus der eigenen Hand gegeben haben, mit einem Sieg wieder zurückholen.

Der gut mitspielende SSV-Keeper Thore Peters, der gut mitspielte, hatte erstaunlicherweise wenig Arbeit. Kevin Heinz (SVG Pönitz) versucht an den Ball zu kommen. © 2026 Ismail Yesilyurt
Der gut mitspielende SSV-Keeper Thore Peters, der gut mitspielte, hatte erstaunlicherweise wenig Arbeit. Kevin Heinz (SVG Pönitz) versucht an den Ball zu kommen. © 2026 Ismail Yesilyurt

Neue Hoffnung beim SSV

Suchsdorf hingegen schöpft neue Hoffnung. Dennis Guscinas lobte vor allem die kämpferische Einstellung: „In der zweiten Halbzeit haben wir extrem gekämpft. Wir verteidigen es einfach sehr, sehr gut.“ Mit dieser Moral im Rücken scheint das vor einigen Wochen „Wunder direkter Klassenerhalt“ für den SSV plötzlich wieder greifbar.

Die Suchsdorfer sind spät aus dem Winterschlaf (0:4 in Plön, 0:4 in Preetz und 0:3 in Altenholz) aufgewacht. Nicht zu spät! Mit diesem dritten Erfolg in Folge (4:1 gegen MTV Dänischenhagen, 3:2 gegen die Probsteier SG) verkürzt das Team von Dennis Guscinas den Rückstand auf Platz 12, der den direkten Klassenerhalt bedeutet, auf nur noch drei Zähler – und hat dabei noch drei Nachholspiele in der Hinterhand.

Stimme zum Spiel

Dennis Guscinas (Trainer Suchsdorfer SV)

26. Spieltag – Verbandsliga Ost

Datum Begegnung Erg.
17.04.26 SpVg Eidertal Molfsee II – Preetzer TSV 4:2
18.04.26 TSV Plön – TSV Flintbek 3:0
18.04.26 TSV Altenholz – Probsteier SG 2012 3:7
18.04.26 Suchsdorfer SV – SVG Pönitz 3:1
18.04.26 MTV Dänischenhagen – Wiker SV Kiel 5:4
18.04.26 TSV Gremersdorf – SG Sarau / Bosau 2:1
19.04.26 Kieler MTV – Heikendorfer SV -:-
Hier ist der HTML-Code für die aktualisierte Tabelle der Verbandsliga Ost (Stand nach den Samstagsspielen). Das Design bleibt konsistent mit dem schwarzen Hintergrund, den orangen Akzenten und den farblichen Markierungen für Aufstieg, Wackelplatz und Abstieg. HTML

Tabelle Verbandsliga Ost

Pos Verein Sp. Bilanz Tore Pkt.
1 SVG Pönitz 24 15-4-5 68:44 49
2 Heikendorfer SV 22 13-5-4 47:15 44
3 Probsteier SG 2012 24 13-4-7 73:44 43
4 SG Sarau / Bosau 24 11-6-7 47:41 39
5 Wiker SV 22 11-4-7 43:34 37
6 SpVg Eidertal Molfsee II (Auf) 24 11-2-11 66:54 35
7 TSV Altenholz (Ab) 24 10-2-12 58:53 32
8 Preetzer TSV (Ab) 21 9-5-7 40:35 32
9 TSV Plön 25 9-5-11 51:52 32
10 Kieler MTV (Auf) 19 9-3-7 41:31 30
11 MTV Dänischenhagen 22 9-3-10 36:50 30
12 TSV Flintbek 24 8-4-12 37:48 28
13 Suchsdorfer SV 21 7-4-10 34:48 25
14 SG Oldenburg / SV Göhl II 22 4-6-12 36:66 18
15 TSV Gremersdorf (Auf) 24 2-3-19 26:88 9
16 TSV Bordesholm zg. (Ab) 0 0-0-0 0:0 0

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