Benett Kwame (TSB Flensburg) gegen Malte Clausen (li., Eckernförder SV). © 2026 Jacqueline Röder
Nach dem furiosen 7:1-Erfolg zum Auftakt gegen den Oldenburger SV hat der TSB Flensburg auch im zweiten Heimspiel der Saison ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Mit einer insgesamt guten Leistung und einem 4:1 (1:1) wies die Mannschaft von Trainer Tore Wächter den TuS Rotenhof in die Schranken und feierte damit den perfekten Start in die noch junge Spielzeit. Überragender Spieler ist der schnelle Benett Kwame, der drei Tore erzielt und nach dem zweiten Spieltag bereits fünf Saisontreffer auf seinem Konto hat.
Rotenhofs starker Beginn verpufft in der Passivität
Dabei erwischten die Gäste aus Rotenhof den besseren Start und drängten in der Anfangsphase auf die Führung. „Wir sind durchaus gut ins Spiel gestartet, hatten in den ersten 15 Minuten die Möglichkeit, in Flensburg in Führung zu gehen, Chancen durch Jan-Ole Fiebelkorn und ja eine Serie an Eckbällen“, blickte TuS-Trainer Henning Knuth zurück. Auch auf die Chance, die auf der Torlinie vereitelt wurde. Doch das TuS-Team ließ diese Gelegenheiten ungenutzt und verfiel im Laufe des ersten Durchgangs ohne zwingenden Grund in eine Passivität, die der TSB eiskalt bestrafte.
Flensburg findet die Struktur – Fiebelkorn schlägt kurz vor der Pause zu
Die Gastgeber übernahmen in der Folge mehr und mehr die Kontrolle. TSB-Coach Tore Wächter analysierte den wilden Beginn treffend: „Das Spiel hatte generell wenig Struktur. Uns ist dann spätestens mit dem Tor, aber auch schon ein paar Minuten vorher gelungen, ein bisschen Struktur im Spiel zu schaffen.“ Die Belohnung folgte in der 30. Minute, als Benett Kwame das Leder zur umjubelten 1:0-Führung im Tor unterbrachte.

Kurz vor dem Pausenpfiff zeigten sich die Gäste jedoch noch einmal wachsam. Nach einer Verkettung von Fehlern in der Flensburger Hintermannschaft profitierte Jann-Ole Fiebelkorn in der 44. Minute von einem Abstauber und markierte überraschend den 1:1-Ausgleich, mit dem es auch in die Kabinen ging.
Kwame-Gala im zweiten Durchgang
In Durchgang zwei mussten die Hausherren zunächst umstellen und brauchten eine kurze Anlaufphase, ehe das Offensivspiel wieder ins Rollen kam. Dann übernahm jedoch endgültig der TSB das Kommando – angeführt voTopspieler Benett Kwame. Zunächst brachte Melf Siemund die Flensburger per Strafstoß in der 58. Minute wieder mit 2:1 in Front, ehe Kwame mit seinen Treffern in der 64. und 78. Minute zum Dreierpack und Endstand von 4:1 vollendete.
Rotenhofs Trainer Knuth erkannte die Überlegenheit des Gegners fair an: „Wir haben in dieser 20-minütigen Phase in Halbzeit eins und auch dann in Halbzeit zwei einfach zu passiv agiert, nicht die nötige Aggressivität und Intensität im Zweikampfverhalten an den Tag gelegt.“ Während der TSB mit nun sechs Punkten im Rücken beruhigt auf das Spiel am kommenden Freitag beim PSV Neumünster blickt, will Rotenhof auch Freitag beim Oldenburger SV Wiedergutmachung betreiben.
Stimmen zum Spiel
- TSB Flensburg: Ole Rathmann – Tom Schäpler, Alton Zymeraj (50. Leon Knittel), Patrick Thomsen (86. Niklas Lüthje), Cedric Neumann (77. Maximilian Stephan) – Jon Jessen, Noel Kurzbach (81. Kean Wojnarowski), Felix Stuewe, Elias Kurzbach (46. Jonatan González Miranda) – Melf Siemund, Benett Kwame
- Trainer: Tore Wächter
- TuS Rotenhof: Tobias Quincke – Paul Krämer, Jan Pioch, Dennis Bienwald, Justin Braun – Til Berg (59. Henry Grothkopp), Felix Knuth – Thies Bütow (59. Kenneth Traulsen), Cedric Nielsen (79. Dustin Jacob), Felix Struck (68. Mats Henke) – Jann-Ole Fiebelkorn (68. Moritz Gersteuer)
- Trainer: Henning Knuth
- Schiedsrichter: Jan-Ole Ehlers (TSV Schafstedt)
- Assistenten: Simon Schmeling, Tom Braun
- Zuschauer: 179
- Tore: 1:0 Benett Kwame (30.), 1:1 Jann-Ole Fiebelkorn (44.), 2:1 Melf Siemund (58., Strafstoß), 3:1 Benett Kwame (64.), 4:1 Benett Kwame (78.)
