Fußballballett hier mit Luca Wichmann (Heider SV) gegen Moray Werner Zirpins (Alemannia Wilster) © 2026 Volker Schlichting
Der Heider SV hat glanzlos die nächste Runde im Kreispokal Westküste erreicht. Am Dienstagabend konnte sich der Flens-Oberligist beim Verbandsligisten SV Alemannia Wilster vor knapp 300 Zuschauern verdient mit 2:0 (0:0) durchsetzen und trifft nun in der nächsten Runde auf den Sieger der Partie zwischen dem TSV Barlt und der SG Geest, die am heutigen Mittwoch ausgetragen wird.
Beim Heider SV fehlten Christopher Buchtmann (geschont), Hendrik Fleige (muskuläre Probleme) sowie die angeschlagenen Lennart Busch und Steffen Neelsen.
In einem sehr einseitigen Spiel hatte der Flens-Oberligist gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, tat sich aber gegen den tief stehenden Gegner, der auf Fehler der Gäste lauerte, auf dem engen Kunstrasenplatz im Wilstermarsch-Stadion nach der Galavorstellung im SHFV-LOTTO-Landespokal gegen den TSB Flensburg sehr schwer. Gegen die kompakte Abwehrformation des Verbandsligisten konnte sich der klar favorisierte Oberligist im ersten Durchgang keine klare Torchancen herausspielen.
Heide mit Geduld ins Achtelfinale
So war Geduld gefragt, und ein einstudierter Standard kurz nach dem Seitenwechsel musste für den Führungstreffer herhalten. Nach einem kurz ausgeführten Eckball von Marwan Abduljarbar in den Rücken der Abwehr landete der Ball bei Fabian Arndt (48.), der aus halbrechter Position und 16 Metern Torentfernung mit einem Traumtor in den Giebel den so wichtigen Führungstreffer erzielte.
Der zweite Heider Treffer fiel dann nach einer präzisen Flanke des erst zehn Minuten zuvor eingewechselten Azat Selcuk, die Mika Kieselbach punktgenau erreichte. Dessen Kopfball aus gut fünf Metern konnte Torhüter Steinhagen mit einem tollen Reflex noch an den Pfosten abwehren. Den Abpraller verwandelte der Heider Torjäger zum 2:0.

Der Oberligist verpasste es, bei mehreren Großchancen die Führung weiter auszubauen. So scheiterten Mathis Harms zweimal sowie Mika Kieselbach und Yusuf Abdelrahman jeweils einmal nur knapp.
Aber auch der Verbandsligist spielte keineswegs nur passiv und kam nach Heider Ballverlusten im Spielaufbau zu einigen gefährlichen Abschlüssen.
Stimmen zum Spiel
Trainer Lars Sötje (SV Alemannia Wilster): „Gefehlt haben natürlich unter anderem Tim Ole Appel (Kapitän) und Janis Plötz (Top-Scorer), aber das war heute egal, weil wir das als Team wahnsinnig gut gemacht haben. Wir hatten einen guten Defensivplan und wollten über das Umschaltspiel nach vorne kommen. Auch wenn wir zu guten Aktionen gekommen sind, können wir das eigentlich noch besser spielen. Das erste Gegentor ärgert uns schon ein wenig, da der Ablauf bei Standards bereits vorher klar war und angesprochen wurde. Verdienter Sieg, toller Gegner, volle Hütte – mindestens aber ein Tor zu wenig von uns. Herzlichen Glückwunsch an Heide.“
Geschäftsführer Hannes Nissen (Heider SV): „Wir sind in der nächsten Runde, nur das zählt. Spätestens morgen fragt kein Mensch mehr danach, wie das Ergebnis zustande gekommen ist. Ein großes Lob an Wilster, die auf einige wichtige Spieler verzichten mussten. Mit ihren Mitteln haben sie es gut gemacht. Das war der zu erwartende Arbeitssieg.“
- SV Alemannia Wilster: Steinhagen – Wirtz (62. Horch), Tiedje, Arschatkov – Sievers (77. Rohde), Buerger – Klonikowski, Glöyer (55. Schlüter), Döring – Zirpins (65. Aßmann), Tobias (77. Jüstel).
- Trainer: Lars Sötje.
- Heider SV: Lorenz – Lampros, Wichmann, Kröger, von Böhlen (85. Abdelrahman) – Reimers, Boukara – Arndt, Dreye (55. Harms), Abduljabar (55. Selcuk) – Kieselbach (67. Wolf).
- Trainer: Markus Wichmann.
- Schiedsrichter: Chris Olimsky (Ostroher SC).
- Assistenten: Aaron Joel Boettcher und Tom Braun.
- Zuschauer: 300 auf dem Kunstrasenplatz im Wilstermarsch-Stadion.
- Tore: 0:1 Fabian Arndt (48.), 0:2 Mika Kieselbach (65.).
