Cedric Assmann (SVG Pönitz) sorgte mit dem letzten Treffer der Partie für die endgültige Entscheidung gegen Flintbek © 2026 Ismail Yesilyurt
Am 24. Spieltag der Verbandsliga Ost hat der Spitzenreiter SVG Pönitz seine Ambitionen unterstrichen. Vor 50 Zuschauern setzten sich die Hausherren mit 3:1 (1:1) gegen den TSV Flintbek durch. Während Pönitz spielerisch dominierte, verkaufte sich der Tabellenneunte aus Flintbek trotz großer Personalsorgen teuer.
Pönitzer Dominanz trifft auf Flintbeker Abwehrbollwerk
Von Beginn an übernahm die SVG Pönitz das Kommando. Trainer Christian Born sah eine Mannschaft, die die Trainingsinhalte der Woche konsequent umsetzte: „Wir haben heute das zeigen können, was wir unter der Woche trainiert haben. Wir haben ein starkes Spiel mit und gegen den Ball geliefert.“
Belohnt wurde der Aufwand in der 32. Minute, als Jarne Schulz zur verdienten 1:0-Führung traf. Einen Querpass von Justin Toth an den zweiten Pfosten verwertete Schulz mit einem direkten Abschluss ins fast verwaiste Flintbeker Gehhäuse. Doch trotz der Überlegenheit haperte es an der Chancenverwertung – ein Umstand, der Born an der Seitenlinie sichtlich bewegte. „Was uns ein wenig zum Verzweifeln gebracht hat, war, dass die Chancen nicht genutzt wurden. Da kann man sich manchmal echt in den A…. beißen“, gab der Coach nach Abpfiff unumwunden zu.
Effizienz und verpasste Gelegenheiten
Der TSV Flintbek, der mit einem stark dezimierten Kader von nur 13 Spielern angereist war, konzentrierte sich unter Interims-Coach Marcel Naeve (in Vertretung für Matthias Liebal) primär auf die Defensive. So war der Ausgleich kurz vor der Pause natürlich ein kleiner Nackenschlag für die SVG. Einen Ball auf der rechten Seite von Nils Tietgen nahm Luca Schemborski gut mit in seinen Lauf und vollstreckte aus 10 Metern ins kurze Eck zum 1:1.

„Wir gehen mit einem glücklichen 1:1 in die Halbzeit und haben direkt danach sogar die Chance auf das 2:1“, resümierte Naeve. Doch die Flintbeker Führung blieb aus, und Pönitz fand schnell zurück in die Spur. Erneut war es Jarne Schulz, der die Weichen in der 53. Minute mit seinem zweiten Treffer wieder auf Sieg stellte, und seine Saisonbilanz verdoppelte. Vorbereiter Cedric Assmann sorgte in der 74. Minute schließlich selbst für die Entscheidung zum 3:1-Endstand. Es war bereits das 9. Saisontor des technisch versierten linken Flügels.
„Wir haben alles gegeben, was wir in Beinen, Kopf und Herz hatten“
Für Pönitz war der Sieg auch eine Frage der Mentalität. Born betonte den Charakter des Erfolgs: „Wir haben alles gegeben, was wir in Beinen, Kopf und Herz hatten. Das war ehrlicher Fußball und ehrliche Arbeit!“

Marcel Naeve blickt zuversichtlich nach vorne
Auf der Gegenseite blickt Marcel Naeve trotz der Niederlage gefasst nach vorne. „Letztlich ein verdienter Sieg für Pönitz, für uns war heute vielleicht nicht mehr drin“, so sein Fazit. Die Flintbeker nutzen nun die Osterpause zur Regeneration, um im nächsten Heimspiel gegen Sarau/Bosau wieder anzugreifen: „Dann wollen wir wieder mit vollem Kader antreten und drei Punkte zu Hause holen.“
Stimme zum Spiel
SVG Pönitz: Maghon – Evan, Keinz, Dutschke, Evers (66. Gramckau), Ebeling – Schulz (76. Henkel), Toth (84. Brack), Potuzak, Assmann – Kevin Keinz (66. Lennart Balzereit), Herzog (76. Durante).
Trainer: Christian Born.
TSV Flintbek: Klarmann – Schulz, Todic, Ferhat – Kock, Ratjen – Tietgen (86. Sommerfeld), Gremmel, Schemborski, Wischnewski (83. Ögmen) – Rehder.
Trainer: Marcel Naeve.
SR: Joona Maxe (JSG Fehmarn).
Ass.: Johannes Fritze, Ann-Christin Wildfang.
Z.: 50.
Tore: 1:0 Jarne Schulz (32.), 1:1 Luca Schemborski (41.), 2:1 Jarne Schulz (53.), 3:1 Cedric Assmann (74.).
