Rot-Schwarz Kiel und VfR Neumünster bereit für Re-Start – VfR gewinnt 3:1

von Helwig Pfalzgraf

Moshood Adesanya (VfR Neumünster) sorgte für das 2:0. © Ismail Yesilyurt


Auf dem Kunstrasenplatz von Eintracht Segeberg trafen sich der Tabellendritte der Landesliga Schleswig, Rot Schwarz Kiel, und der Oberliga-Sechste Rasensport Neumünster zu einem Testspiel, da die jeweiligen Punktspiele der Teams aufgrund der Platzverhältnisse abgesagt werden mussten.

Rot-Schwarz mit vielen Neuzugängen

Beim Team von Ove Sass waren mit den beiden Rückkehrern Leon Lembke und Emre Kayali sowie Tom Lemke drei zur Winterpause aus Molfsee (was mag da los sein?) gekommene Akteure dabei. Lemke war vor eineinhalb Jahren als Torschütze im Aufstiegsspiel in Kaltenkirchen einer der Eidertaler Oberliga-Aufstiegshelden, Kayali in der Herbstserie achtfacher Torschütze. Auch Angreifer Kristof Koop, vom TSV Kronshagen gekommen, hat eine Eidertaler Vergangenheit. Max Jenisch spielte lange beim Suchsdorfer SV.

Leon Lembke (re.) rettet Rot-Schwarz Kiel vor einer Niederlage. Links Tade Traber (Frisia Risum-Lindholm). © 2023 Ismail Yesilyurt
Leon Lembke (re.) spielt wieder im RS-Trikot. Links Tade Traber (Frisia Risum-Lindholm). © 2023 Ismail Yesilyurt

Rasensport langsam komplett

Beim VfR kehrten heute mit Kenny Korup, Nick Neca und Christoph Kahlcke drei zuletzt angeschlagene Akteure in den Kader zurück. Neben dem langzeitverletzten Sven Freitag fehlte so nur noch Kastriot Alija, für den ein Einsatz zu früh gekommen wäre. So konnte Trainer Danny Cornelius neben Keeper Jose Dardon Aguirre auch die U21-Youngsters des Kaders heute an die 2. Mannschaft abgeben, die in der Kreisliga um den Klassenerhalt kämpft.

VfR mit leichten Feldvorteilen

Die erste Hälfte zeigte ein recht ausgeglichenes Spiel mit leichten Feldvorteilen für die Lila-Weißen. Das drückte sich auch in den Torchancen aus. Ilir Serifi bekam nach schönem Dribbling aus Nahdistanz keinen Druck mehr hinter den Ball (16.), Berk Akcicek traf freistehend nur den Innenpfosten (25.) und Manuel Carvalho (34.) hatte mit einer Direktabnahme Pech.

Zeller scheitert an Newe

Der Landesligist hatte aber ebenfalls seine Möglichkeiten. Nach schönem Umschaltspiel wird Marc Zeller freikombiniert. Doch Kiels erfolgreichster Nachkriegstorschütze scheitert aus 16 Metern an Christopher Newe.

Christopher Newe (VfR Neumünster). © 2024 Ismail Yesilyurt
Christopher Newe (VfR Neumünster). © 2024 Ismail Yesilyurt

Rafael Krause nutzt Aufbaufehler und puttet ein

Kurz vor der Pause wurde Rasensport für sein hohes Pressing belohnt. Einen Pass des weit neben seinem Tor stehenden RS-Keepers Oliver Stein fing Linksaußen Krause ab und legte den Ball überlegt – der Korridor an zwei Abwehrspielern vorbei war eng – aus 30 Metern ins verwaiste Tor.

Kiel nach der Pause erst mal ohne Zugriff

Nach der Halbzeit erhöhte der Oberligist Tempo und Intensität. Zunächst wurde Marquardt aus aussichtsreicher Position noch geblockt, im Nachsetzen verzog Kahlcke. Dann verwertete der nun wieder neben Christopher Kramer als Sturmspitze agierende Ola Adesanya einen langen Newe-Abschlag zum 0:2 (52.). Wenig später war Krause nur durch ein Foul zu stoppen, den Freistoß versenkte Tom Schilling (55.) von der Strafraumkante. Wiederum nur zwei Minuten später ein schöner Doppelpass zwischen Krause und Kramer, doch Stein hält hervorragend gegen den freien Krause.

Sass reagiert, Neumünster verwaltet

Ove Sass ändert noch einmal das System, lässt unter anderem Eins-gegen-eins spielen. Und das behagt dem VfR erst mal nicht so richtig. Dabei hatte der VfR vor Wochenfrist im Test gegen den Regionalligisten Phönix dieses eigentlich risikoreiche Stilmittel selbst verwendet, um den Gegner in seinen Abläufen zu stören.

Hat großen Anteil am Erfolg seines Rot-Schwarz Kiel - Ove Sass, der stets selbst vorlebt, was er von seinem Team verlangt. © 2025 Ismail Yesilyurt
Trainer Ove Sass (Rot-Schwarz Kiel). © 2025 Ismail Yesilyurt

Kristof Koop mit Ehrentor

Nach dem einzigen VfR-Ballverlust im Aufbau, bedingt durch das hohe Pressing von RS, gelingt dann dem für Zeller (mit der gleichen Rückennummer) gekommenen Koop das verdiente Ehrentor, das sich zuvor bereits angekündigt hatte.

Gegen Ende gab Rasensport noch einmal Gas, Stein rettete überragend gegen den nun höher spielenden Jan Lippegaus. Adesanya schoss nach schönem Doppelpass mit Neca aus Nahdistanz vorbei (81.).

Fazit: Beide Teams scheinen für die Frühjahrsserie gut gerüstet.

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