Fabian Landvoigt hier im Duell gegen Kilia Kiel packt sicher zu. © 2026 Olaf Wegerich
Nur noch drei Tage, dann steigt am Samstag um 11.30 Uhr zum bundesweiten Finaltag der Amateure auch das SHFV-LOTTO-Pokalfinale zwischen dem gastgebenden SV Todesfelde und dem Regionalligisten Phönix Lübeck im Joda-Sportpark. Dabei treffen die Finalgegner von vor zwei Jahren erneut aufeinander und die Gastgeber träumen nach 2021 vom zweiten Einzug in die Hauptrunde des DFB-Pokals.
Dazu unterhielt sich YOUKICK mit Todesfeldes Torhüter Fabian Landvoigt. Der 32-jährige gebürtige Lübecker ist ein Musterbeispiel für Vereinstreue und kickt bereits seit dem 1. August 2016 für den neuen Landesmeister.
YOUKICK: Am Samstag gibt es im Pokalfinale mit dem Spiel gegen Phönix Lübeck die Neuauflage der Endspielbegegnung von vor zwei Jahren. Bei euch sind mit Christian Rave, Max Musci, Marco Drawz, Morten Liebert, Mats Klüver und dir noch sechs Spieler von damals dabei – dazu kommt noch Niklas Stehnk, der aktuell verletzt ist. Phönix Lübeck hat dagegen bis auf Julius Kliti, der damals noch für euch gespielt hat und sogar den Führungstreffer erzielte, eine nahezu komplett andere Mannschaft. Wie bereitest du dich persönlich und ihr euch als Mannschaft auf ein so wichtiges Spiel vor und was bedeutet es dir, nach 2021, als ihr schon einmal den Titel gewonnen habt, noch einmal die Chance zu haben, in den DFB-Pokal einzuziehen?
Fabian Landvoigt: Man merkt, dass diese Woche anders ist als andere. Eine gewisse Vorfreude und Anspannung sind früher da als sonst. Persönlich bereite ich mich erstmal nicht anders vor. Man versucht im Laufe der Woche Dinge im Kopf durchzugehen, die auf einen zukommen können. Und wir als Mannschaft werden uns natürlich bestmöglich im Laufe der Woche auf den Gegner einstellen.
So ein Finale ist etwas sehr Besonderes. So etwas kommt nicht oft vor, daher sollte man es genießen und dankbar sein.
YOUKICK: Bereitet ihr euch auch gezielt auf ein mögliches Elfmeterschießen vor?
Fabian Landvoigt: Auf ein mögliches Elfmeterschießen werden wir uns sicherlich ein paar Gedanken machen.

YOUKICK: Wie gehst du als Spieler und Familienvater damit um, dass Tofe jetzt noch auf mehreren Hochzeiten tanzt und ihr wohl nur eine sehr kurze Sommerpause haben werdet?
Fabian Landvoigt: Familie, Job und Fußball immer unter einen Hut zu bekommen, ist sowieso immer eine Herausforderung – besonders für unsere Partner, die ich an der Stelle mal loben will. Denn ohne sie wäre dieser Aufwand nicht möglich und sie halten uns so gut es geht den Rücken frei. Dass die Sommerpause kürzer wird, ist sicherlich nicht von Vorteil, nehmen wir bei solchen anstehenden Highlights aber gerne in Kauf.
YOUKICK: In der Oberliga hat der SV Todesfelde ja mit Abstand die wenigsten Gegentore bekommen. Wie ist diese enorme Qualität zu erklären und freust du dich darauf, dass jetzt die vielen wichtigen Spiele kommen, in denen du als Keeper wahrscheinlich deutlich mehr gefordert sein wirst?
Fabian Landvoigt: Ja, unsere Abwehrleistung in den letzten Wochen ist schon bemerkenswert. Alleine in den letzten acht Ligaspielen haben wir kein Gegentor kassiert. Wir verteidigen das als gesamte Mannschaft sehr gut weg. Auch schon in der Regionalliga hatten wir für einen Absteiger wenige Gegentore, das zeigt, dass wir hinten sehr stabil sind.
Und dass ich womöglich in den nächsten Spielen mehr zu tun bekommen werde als eventuell in der Liga, gefällt mir eigentlich. Denn als Torwart ist es manchmal einfacher, unter Dauerbeschuss zu stehen, als vielleicht nur ein- oder zweimal eingreifen zu müssen.
